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Mobbingandrohung durch Chef

| 08.08.2010 17:32 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Ich bin seit mehr als 14 Jahren als Sekretärin in einer Anwaltskanzlei (kein Betriebsrat) mit mehr als 14 Anwälten mit unbefristetem Vertrag beschäftigt. Es gab niemals Beanstandungen meiner Arbeit und keine Abmahung. Mein Chef möchte mich los werden (evtl. aus Kostengründen) und droht mir offen an (keine Zeugen), dass ich von Anwälten (der Kanzlei) gemobbt werde, bis ich freiwillig gehe, da ich diesem Vorgehen nervlich nicht Stand halten könne.

Meine Frage bezieht sich AUSSCHLIESSLICH auf die Mobbingandrohung:

Welche Möglichkeiten habe ich mich gegen dieser Androhung zu wehren? (In einem zweiten Gespräch hat er diese Drohung wiederholt.) Alle arbeitsrechtlichen Wege nach einer Kündigung sind mir bekannt. Ich möchte mich jedoch gegen diese, gerade von einen Juristen, ungeheuerliche Ankündigung des Mobbings zur Wehr setzen. Mein Chef ist Seniorpartner, es gibt keinen anderen Vorgesetzten. Kann der Anwaltsverein oder die RA-Kammer helfen?

Für eine praktikabel Lösung wäre ich Ihnen verbunden.

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Daß eine solche Ankündigung, wie Sie sie schildern, eines Rechtsanwalts unwürdig ist, braucht man nicht vertiefend auszuführen.

Um es aber vorweg und ohne Umschweife zu sagen: Ich würde Ihnen unter diesen Umständen raten, sich eine andere Arbeitsstelle zu suchen. Offensichtlich will man Sie in der Kanzlei nicht mehr als Mitarbeiterin haben und wählt im Hinblick auf die arbeitsrechtliche Situation diesen Weg der "Kündigung".


2.

Selbstverständlich können Sie sich an den örtlichen Anwaltverein oder die Rechtsanwaltskammer wenden, jedoch glaube ich nicht, daß Sie damit in dem Sinne Erfolg haben werden, daß aus diesem "kranken" Arbeitsverhältnis wieder ein gedeihliches Arbeitsverhältnis wird.

Der Anwalt, der sich Ihnen gegenüber in dem geschilderten Sinn geäußert hat, wird das sicher nicht einräumen. Problemlos läßt sich das Gespräch vollkommen anders schildern, etwa in der Weise, daß Sie sachliche arbeitsmäßige Kritik offensichtlich mißverstanden hätten.

Eine Beweismöglichkeit, daß Ihnen gesagt worden sei, man werde Sie dazu bringen, selbst zu kündigen, haben Sie nicht.

Das heißt, von dritter Stelle werden Sie keine Hilfe erwarten können.


3.

Nicht unmaßgeblich ist auch Ihre Persönlichkeitsstruktur.

Sind Sie jemand, der erwartet, anständig behandelt zu werden und der unter Ungerechtigkeiten leidet, werden Sie dem Druck nicht standhalten können. Das kann letztlich sogar zu Erkrankungen führen.

Sind Sie dagegen jemand, der auch auf "Durchzug" schalten kann und der in Lage ist, den Spieß umzudrehen, könnten Sie den "Kampf" aufnehmen. Sie wissen ja, daß Ihnen in arbeitsrechtlicher Hinsicht kaum etwas passieren kann. Und auch der Arbeitnehmer hat durchaus Möglichkeiten, sich zu wehren, bis ihm vielleicht ein Aufhebungsvertrag angeboten wird.


4.

Es wird letztlich also bei Ihnen liegen, wie Sie sich weiter verhalten. Auf Kosten Ihrer Gesundheit darf die Arbeit meiner Meinung nach nicht gehen. Aber es gibt Arbeitnehmer, denen es Vergnügen bereitet, dem "Cheffe" das Leben nicht leichter zu machen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.08.2010 | 12:19

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