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Mobbing nach Kündigung und längerer Krankheit

16.04.2020 13:52 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Eine psychische Erkrankung kann auch wegen eines Arbeitsplatzkonfliktes gegeben sein. Ob diese vorliegt, müsste ein Arzt oder eine Ärztin entscheiden. Im Regelfall ist es nicht zulässig, länger als zehn Stunden pro Tag zu arbeiten.

Guten Tag,
vom 05.03.2020 - 10.04.2020 war ich Arbeitsunfähig geschrieben. Nach vielen Untersuchungen hat sich eine unheilbare Krankheit rausgestellt. Ursprünglich wurde ich wegen einer Mandelentzündung krankgeschrieben und nach 2 Wochen wurde dann die Diagnose erweitert auf Verdacht auf Stiftgliom.
Kurz um, habe ich während meiner Arbeitsunfähigkeit zum 30.04.2020 mein Arbeitsverhältnis gekündigt (das war unabhängig von der Krankheit eh geplant). Seit 14.04.2020 arbeite ich nach 5 Wochen Krankheit nun meine letzten Tage wieder.
Nun ist es so, dass ich hier gemobbt werde von den Kollegen seitdem ich wieder hier bin. Sie tuscheln hinter meinem Rücken, keiner der Chefs erwähnt meine Kündigung oder fragt irgendetwas. Nun hat sich meine direkte Kollegin Urlaub ab morgen genommen. Alle wissen davon, mir hat sie es eben erzählt. Bedeutet für mich das ich ab morgen, bis 24.04.2020 von morgens 05:30 - 18:00 Uhr arbeiten muss. Stundenausgleich oder gar Bezahlung gibt es nicht.
Was kann ich tun, ohne ins Krankengeld zu fallen, wenn ich zum Arzt gehe????

16.04.2020 | 14:57

Antwort

von


(580)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich verstehe Sie so, dass Sie zum Arzt gehen und sich krankschreiben lassen möchten. Diesbezüglich teile ich mit, dass es auch Diagnosen gibt, wonach eine psychische Erkrankung vorliegt wegen eines Arbeitsplatzkonfliktes. Soweit Sie mit dieser Diagnose nicht schon einmal krankgeschrieben waren, hätten Sie Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Ob Sie an einer derartigen Erkrankung leiden, müsste natürlich Ihr Arzt oder Ihre Ärztin feststellen.

Ansonsten scheint es mir, dass die von Ihnen während der Urlaubsabwesenheit geforderten Arbeitszeiten zu lang sind. Sie benennen hier einen Zeitraum von 12,5 Stunden. Grundsätzlich ist es aber nur in Ausnahmefällen zulässig, mehr als zehn Stunden am Tag zu arbeiten. Hierauf könnten sie hinweisen und ihre Arbeitgeber auffordern, das Arbeitszeitgesetz einzuhalten und versuchen so die Arbeitszeit zu reduzieren. Denkbar wäre an dieser Stelle auch ein gerichtliches Eilverfahren, aber selbst dieses dürfte wohl aufgrund des schon ab morgen anstehenden Zeitraums zu spät kommen.

Inwieweit Sie eine Vergütung für die Überstunden verlangen können, kann ich ohne weitere Information nicht näher beurteilen. Wenn Sie mehr als 6.900,00 € brutto monatlich verdienen, könnten Sie eine Vergütung für Überstunden wohl nicht verlangen. Aber auch bei einem geringeren Gehalt wäre es möglich, dass eine gewisse Anzahl von Überstunden monatlich pauschal abgegolten wird. Hierzu wäre eine Klausel im Arbeitsvertrag erforderlich Sie waren die ersten zwei Wochen des Monats April erkrankt und haben also in diesem Zeitraum keine Überstunden leisten können. Möglicherweise erreichen die in der kommenden Woche anfallenden Überstunden nicht einen Umfang, der eine zulässige Abgeltungsklausel überschreiten würde.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

ANTWORT VON

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