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Mobbing durch eine Sammel-Email

| 02.05.2021 20:31 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


11:29
In einer E-Mail, die an 11 Kolleginnen verschickt wurde, stand unter anderem: "Aus dem 3. Jahrgang habe ich bisher nichts erhalten. Frau H. bitte ich daher bis zum ... spätestens entsprechende Zuarbeiten zu schicken."

Dazu muss man sagen, dass ich bisher von der Kollegin keine Nachricht erhalten habe, dass ich überhaupt eine Zuarbeit leisten soll und zu welchem Termin.
Zudem bin ich an sich nicht verantwortlich, weder für das Fach Mathematik noch bin ich Jahrgangsstufensprecherin.

All das hätte aufgeklärt werden können - in einer persönlichen Nachricht an mich. Dies geschah jedoch nicht. Aus dem Nichts heraus fühle ich mich degradiert und vor den Kolleginnen bloß gestellt, dass ich eine Arbeit nicht geleistet hätte, die ich längstens hätte leisten müssen.

Ich möchte gerne wissen, ob diese Mail nicht nur meinem persönlichen Empfinden nach nicht gerechtfertigt ist, sondern auch rechtlich im Bereich des Mobbings einzustufen ist.

Danke für die Antwort!

Frau H.


02.05.2021 | 20:59

Antwort

von


(262)
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81375 München
Tel: 089 1222189
Web: http://www.kanzlei-richter-muenchen.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Mobbing ist kein Rechtsbegriff sondern ein Begriff unter den verschiedene Straftatbestände zu fassen sind wie Beleidigungen, Nötigung etc.

Es ist daher zu fragen, ob dieses Verhalten justiziabel ist, also ob sich daraus Ansprüche herleiten.
In Frage käme ein Schadensersatzanspruch aus einer Persönlichkeitsverletzung.

Grundsätzlich darf man nur wahre Tatsachen über Personen äußern. Mit der Äußerung wird der Eindruck erweckt, Sie hätten eine fällige Aufgabe nicht erfüllt und damit werden Sie vor den Kollegen in öffentlicher Art und Weise bloßgestellt.

Meiner Meinung nach ist dies eine Persönlichkeitsverletzung.

Sie können auf jeden Fall eine Unterlassungserklärung für die Zukunft verlangen, mit dem Inhalt unter Androhung einer Vertragsstrafe zu verbieten, dass derartige Interna - ob nun zurecht oder zu unrecht - vor anderen Kollegen ausgebreitet werden.

Dies sollte Eindruck machen.

Die Schwelle des Schadensersatzes sehe ich dagegen nicht überschritten.
Auch ein Straftatbestand ist nicht erfüllt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 09.05.2021 | 09:51

Hallo,
nun habe ich doch noch eine Rückfrage.
Gerade habe ich gesehen, dass diese E-Mail nicht nur an 11 Kolleginnen und der Konrektorin gesendet wurde. Sie wurde auch an die an der Fachkonferenz teilnehmenden Eltern versandt.
Ich werde darin auch aufgefordert, öffentlich einen Unterrichtsentwurf vorzustellen, in einem Fach, dass ich fachfremd und vertretungsweise unterrichte.
Bis jetzt hat die Kollegin die E-Mail trotz persönlicher Ansprache und trotz ihrer mündlichen Entschuldigung nicht zurück genommen und nicht richtig gestellt.
Hat eine Strafanzeige wegen der Verletzung des Persönlichkeitsrechts Erfolg? LG Frau H.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.05.2021 | 11:29

Sehr geehrte Fragestellerin,

Eine Strafanzeige wird mit hoher Wahrscheinlichkeit im Sande verlaufen. Dies ist eine arbeitsrechtliche bzw. besmtenrechtliche Angelegenheit.
Sie sollten den Sachverhalt beim Dienstvorgesetzten anzeigen und auf ein disziplinarverfahren hinwirken. Andere Ansprüche werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht durchgehen.

Beste Grüße
RA Richter

Bewertung des Fragestellers 03.05.2021 | 14:20

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 03.05.2021
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Vielen Dank! Die Antwort hat mir sehr weitergeholfen.


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