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Mobbing durch Arbeitskollegen vor dem Vorgesetzten - was tun?

13.11.2012 16:10 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Ich werde von meinen Kollegen seit 8 Jahren gemobbt. Sie suchen in meinen Akten nach Fehlern. Jeder noch so kleinste Fehler landet beim Vorgesetzten. Das hat dazu geführt dass ich mich alle 2-4 Wochen einem "Tribunal" beim Vorgesetzten stellen muss um mcih für jeden Fehler zu rechtfertigen. Darüber wird dann ein Protokoll angefertigt das beim Vorgesetzten verbleibt.

Da die Fehler der anderen Kollegen allenfalls untereinander geregelt werden sieht es beim Vorgestzten so aus als ob ich alleine Fehler mache bzw. mehr als andere. Der Arbeitgeber hat natürlich das Recht Mitarbeiter auf Fehler hinzuweisen aber auch gleichzeitig die Pflicht alle Mitarbeiter gleich zu behandeln. Kann ich verlangen das mit anderen Kollegen ebenso umgegangen wird d.h. das die Fehler der anderen Kollegen, so wie bei mir, ebenfalls an den Vorgesetzten gemeldet werden und dort auch festgehalten werden so wie es bei mir ist?
Die derzeitige Situation hat bereits dazu geführt das ich kürzlich 5 Wochen krank geschrieben war weil ich dem Druck nicht mehr standhalten konnte.
Ich bin 57 Jahre und seit 32 Jahren in der Firma beschäftigt.

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

ihre Ausührungen zu Grunde gelegt ist es so, dass Sie grds. verlangen können, dass ihre Kollegen gleich behandelt werden.

Es darf jedoch nicht so sein, dass eine Gleichbehandlung im rechtswidrgen Raum stattfindet. Eine Gleichbehanldung im Unrecht ist ausgeschlossen. Das heißt, die rechtswidrige Behandlung ihrerseits darf nicht auf alle Mitarbeiter ausgedehnt werden, das es Unrecht ist. Dort gilt der GLeichheitsgrundsatz nicht. Der Arbeitgeber ist verpflichtet darauf zu achten.

Die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts verpflichtet den Arbeitgeber nämlich, auf das Persönlichkeitsrecht, die Gesundheit und die berechtigten Interessen des Arbeitnehmers Rücksicht zu nehmen. Eine Missachtung dieser als Fürsorgepflicht bezeichneten Arbeitgeberpflichten bei Mobbing kann zu Schadensersatzansprüchen und anderen Rechtsansprüchen des Mobbing-Opfers führen. Zunächst ist es wichtig, den rechtlichen Ausgangspunkt der Arbeitgeberpflichten nachzuvollziehen. Schon der Ausgangspunkt macht deutlich, dass der Arbeitgeber aus eigenem rechtlichen Interesse alles tun muss, Mobbing zu vermeiden und Mobbing-Aktivitäten entgegenzutreten:
Der Arbeitgeber darf Vorgängen, die sich auf Arbeitnehmer negativ auswirken, nicht einfach tatenlos zusehen oder gar selbst Mobbing betreiben. Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts muß der Arbeitgeber bei allen seinen Maßnahmen – und zwar auch soweit er eigene Rechte ausübt (!) – auf das Wohl und die berechtigten Interessen seines Arbeitnehmers Bedacht nehmen.

Der Arbeitgeber kann deshalb unter Umständen auch die Pflicht haben, besondere Maßnahmen zu treffen, die die Entstehung eines Schadens, insbesondere eine Beeinträchtigung des Fortkommens seines Arbeitnehmers, verhindern können. Dies gilt gerade auch bei Mobbing. Der Umfang dieser Fürsorgepflicht genannten Arbeitgeberpflicht lässt sich nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts nur im Einzelfall und nur aufgrund einer eingehenden Abwägung der beiderseitigen Interessen bestimmen (BAG <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=AP%20BGB%20§%20611%20Fürsorgepflicht%20Nr.%2083" target="_blank" class="djo_link" title="BAG, 09.02.1977 - 5 AZR 2/76: Fürsorgepflicht - Strafurteil gegen Arbeitnehmer im öffentlichen ...">AP BGB § 611 Fürsorgepflicht Nr. 83</a> BGB § 611 Fürsorgepflicht BAG BB 1977, 1401; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BAG%207,%20267" target="_blank" class="djo_link" title="BAG, 25.02.1959 - 4 AZR 549/57: Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes - Führung von Personalakt...">BAG 7, 267</a>ff)

Tipp:Falls ein Betriebsrat existiert oder es Vertrauensleute gibt wenden Sie sich an die für die Hilfe vor Ort.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit Ihrer Frage weiterhelfen.

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