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Mobbing durch Arbeitskollegen - Was kann ich tun?

| 13.07.2008 21:32 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Man hat mich zu einem Gespräch eingeladen, indem mir mitgeteilt wurde das es Probleme mit mir gibt.
Die aufgeführten Probleme sind alle nicht arbeitsrechtlich gegen mich zu verwenden, so das man mich nicht kündigen kann.

Einige Kolleginnen und Kollegen, haben sich nun an den Betriebsrat gewendet und haben dort mitgeteilt, dass man mit mir nicht mehr Zusammenarbeiten möchte.

Auch der Abteilungsleiter hat in einem Gespräch deutlich gesagt, dass er sich wünscht das ich die Abteilung verlasse.

Nun habe ich dem Betriebsrat meine Sicht mitgeteilt. Zwar führe ich jetzt auf Bitten des Betriebsrates ein Mobbingtagebuch, dennoch wird es immer unangenehmer für mich.

Ständig schaut man mir nun auf die Finger auf der Suche nach einem arbeitsrechtlichen Grund durch den man mich kündigen kann. Dies hat man mir in einem Gespräch durch den Hinweis, dass man nun genau auf mich schauen würde deutlich gemacht.

Zudem wurde mir empfohlen, mir Gedanken zu machen ob ich nicht doch das Unternehmen verlassen möchte, da ich anscheinend immer wieder Probleme mit Vorgesetzten habe.

Der Betriebsrat ist bemüht die Situation zu klären, jedoch ist es auch für den Betriebsrat schwierig hier etwas zu verändern.

Mich würde interessieren, welche Möglichkeiten ich habe gegen diese Art und Weise vorzugehen.
Was kann ich einfordern ?

Würde mich über eine baldige Beantwortung freuen.

13.07.2008 | 22:41

Antwort

von


(1412)
Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Sie haben die Möglichkeit, soweit das Mobbing beleidigen Charakter angenommen hat oder annimmt bzw. eine üble Nachrede zur Folge hat, Strafanzeige zu erstatten. Dies führt zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft gegen die angezeigte Person.

Zivilrechtlich besteht die Möglichkeit einen entsprechenden Schadensersatz nach § 823 Abs. 1 BGB geltend zu machen. Der Ersatz des Schadens richtet sich dann auf Ersatz des materiellen Schadens (Behandlungskosten, Einkommenseinbußen) und ggfs. Schmerzensgeld, soweit entsprechende Handlungen zu physischen oder psychischen Schäden führen. Allerdings ist im Falle einer solchen Schadensersatzklage auch ein entsprechender Nachweis zu führen.

Sicherlich ist es gut, dass Sie bereits ein Mobbingtagebuch führen. Weiterhin sind entsprechende Mobbinghandlungen im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung, z.B. durch Zeugen zu beweisen.

Ansonsten wird der Arbeitgeber im Falle einer Schadensersatzklage die Vorwürfe bestreiten können.

Der Arbeitsgeber haftet dabei auch für Mobbinghandlungen von Mitarbeitern. (Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 7.11.2005 - 7 Sa 520/05 .) Im Rahmen einer Schadensersatzklage, so der BAG sei im übrigen der gesamte Mobbingzeitraum zu berücksichtigen und unterliege nicht einer Ausschlussfrist. (BAG 16. Mai 2007 - 8 AZR 709/06 )

Problematisch durfte in Ihrem Fall sein, dass sowohl einige Mitarbeiter als auch Vorgesetzte mit Ihnen nicht mehr zusammenarbeiten möchten. Demnach könnte es schwierig werden Zeugen für sich zu gewinnen, die den Mobbingvorwurf bezeugen können. Insoweit wird es schwer sein, bei der gerichtlichen Durchsetzung entsprechender zivilrechtlicher Ansprüche diese beweisen zu können.

Zudem wird das Klima zu den Vorgesetzten und den Mitarbeitern sich nicht verbessern, wenn Sie Ihre Ansprüche durchsetzen.

Ich hoffe Ihnen einen entsprechenden Überblick verschafft zu haben und weitergeholfen zu haben.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Rückfrage vom Fragesteller 13.07.2008 | 22:48

Habe ich keine Möglichkeit eine Versetzung in eine andere Abteilung zu erreichen bzw. zu erzwingen ?
Es handelt sich um ein großes Unternehmen, indem es die Möglichkeiten gibt sich versetzen zu lassen.
Nur der Arbeitgeber sagt, dass dieses Problem in der Abteilung gelöst werden soll und ich nicht versetzt werden soll.

Ergänzung vom Anwalt 13.07.2008 | 23:15

Erzwingen können Sie eine Versetzung nicht, jedoch sollten Sie diesen Vorschlag, soweit nicht breits geschehen, dem Personalrat unterbreiten und Kontakt zu den Vorgesetzten anderer Abteilungen zwecks Stellenwechsel aufnehmen. Hierbei sollten Sie sich im Vorfeld eine Arguemtation zurecht legen, warum Sie Ihre Abteilung verlassen möchte. Der Hinweis auf das bestehende Mobbing wäre dabei sicherlich kontraproduktiv.

Soweit intern Stellen ausgeschrieben sind, sind diese vorrangig mit internen Bewerbern zu besetzen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

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So kann ich nun eine Entscheidung fällen.

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