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Mitwirkungspflichten bei Inkassoverfahren gegen andere

| 30.07.2016 16:10 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Hallo,

die GFKL, eine Firma für Forderungsmanagement, hat mich wegen einer Forderung gegen eine Person meines Namens angeschrieben. Aufgrund der mir genannten Informationen ist es ausgeschlossen, dass sich diese Forderung tatsächlich gegen mich richtet. Offenbar liegt eine Verwechslung vor, was bei meinem Namen nicht überrascht. Eine einfache Telefonbuchsuche ergibt über ein Dutzend Einträge für diesen Namen in meinem Wohnort.

Welche Pflichten zur Mitwirkung bei der Klärung dieser Angelegenheit habe ich gegenüber der GFKL? Insbesondere würde ich gerne wissen, ob ich der Aufforderung, eine Kopie meines Personalausweises zu übermitteln, nachkommen muss.

Grundsätzlich bin ich natürlich an einer Aufklärung interessiert, möchte aber der GFKL so wenig wie möglich Daten geben.

Vielen Dank,
MCM

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Um die Sache aufzuklären und zu bestätigen, dass Sie nicht der richtige Schuldner sind, ist es meist nötig, Ihre Identität eindeutig zu klären. Dies ist meist durch eine Kopie des Personalausweises, aus dem sich u. a. das Geburtsdatum als Identifizierungsmerkmal ergibt, schnell und einfach möglich.

Da es in Ihrem Interesse ist, eine unberechtigt gegen Sie geltend gemachte Forderung abzuwehren, sollten Sie der Aufforderung des Inkassounternehmens nachkommen und die Kopie Ihres Personalausweises übersenden.

Wenn Sie befürchten, dass die Daten zu anderen Zwecken als der reinen Identitätsfeststellung gespeichert oder verwendet werden, sollten Sie bei der Übersendung jeder Datenspeicherung und -verwendung außer der Identitätsfeststellung ausdrücklich widersprechen und die Löschung bzw. Vernichtung Ihrer Daten nach Abschluss der Angelegenheit verlangen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit verständlich beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 31.07.2016 | 09:00

Hallo Frau Jacobi,

vielen Dank für Ihre verständliche und Antwort und den hilfreichen Handlungsvorschlag.

Können Sie mir noch etwas dazu sagen, welche Pflichten ich hier habe, bzw. inwieweit ich Rechtsansprüche der GFKL gegen mich verletzten würde, wenn ich die Übermittelung der Personalausweiskopie verweigere.

Viele Grüße,
MCM

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 31.07.2016 | 12:39

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nachfrage.

Gesetzlich normierte Mitwirkungspflichten gibt es direkt nicht. Man könnte ggf. mit Treu und Glauben argumentieren, dass Sie durch Ihre Mitwirkung einen unnötigen Rechtsstreit und die damit verbundenen Kosten verhindern sollen.

Verweigern Sie die Übersendung der Ausweiskopie müssen Sie damit rechnen, dass man Ihre bisherigen Argumente als reine Schutzbehauptung abtut. Man hält Sie dann weiterhin für den richtigen Schuldner und wird die Forderung evtl. gerichtlich gegen Sie geltend machen. Spätestens dann müssten Sie Ihre Identität eindeutig nachweisen und beweisen, dass Sie der falsche Anspruchsgegner sind.

Ansprüche Ihrerseits gegen das Inkassounternehmen, sehe ich aktuell nicht. Ob dem Inkassobüro Schadensersatzansprüche zustehen würden, wenn es den Falschen verklagt, halte ich für fraglich, da ein Kläger grds. versuchen muss, den richtigen Schuldner korrekt zu ermitteln.

Im eigenen Interesse würde ich die Ausweiskopie übersenden, um die Sache abzuschließen.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 01.08.2016 | 04:49

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