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Mittellos mit Kind wegen Arbeitsaufnahme!!

01.04.2011 13:36 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


13:58

Hallo wir leben in einer Bedarfsgemeinschaft (Partner, ich und 14 mon. Kind), bezogen bis gestern AlgII. Mein Partner hat eine Arbeit über eine Zeitarbeitsfirma aufgenommen am 14.03.2011, allerdings erhält er seinen ersten tatsächlichen Lohn erst zum 20.04.2011. Mir wurde vom Jobcenter am 31.03.2011 per brief mitgeteilt das noch eine Einkommensbescheinigung fehlt und Gehaltsabrechnungen, was mein Partner natürlich erst später erhält, aufgrund der fehlenden Unterlagen konnte keine neuberechnung erstellt werden, somit wurden leistungen komplett eingestellt und wir sind bis 20.04.2011 völlig ohne Geld. Ich war persönlich im Jobcenter heute und bat sie um hilfe da ich ja auch noch ein Kind habe dessen leistungen weggefallen sind. Sie sagten mir man könne nix machen, wir bekommen ja zum 20.04.2011 den Lohn. Zum einen hätte man aus dem Arbeitsvertrag den Stundenlohn entnehmen können und pauschal berechnen können, dann hätte man auch so gesehen das der Bedarf auch weiterhin definitiv nicht gedeckt wäre. Desweiteren sagte man mir der Gesetzgeber sieht das nicht vor überbrückungsgeld zu leisten, wenn Lohn im laufenden Monat fließt. Ist das wirklich so rechtens 2 Erwachsene und ein Kleinkind mittellos heimzuschicken und tatsächlich 20 tage abzuwarten bis wieder mittel da sind. Bin fix und fertig alle Rechnungen für diesen Monat stehen noch offen wovon ernähren wir uns die nächsten 20 Tage? Ich hab mit allem gerechnet aber niemals damit Menschen völlig ohne Geld stehen zu lassen. Bitte haben Sie verständnis das ich meinen Einsatz hier nicht hoch ansetzen kann, da ich wie gesagt seit gestern nichts besitze. Ich hoffe dennoch sehr das mir jemand helfen kann denn diese Situation habe ich nicht selbstverschuldet. Mit freundlichem aber hilflosen Gruß

01.04.2011 | 13:48

Antwort

von


(344)
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel: 0211/133981
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

Ich empfehle Ihnen, am Montag sofort noch einmal bei dem Jobcenter vorzusprechen und darauf hinzuweisen, dass Sie noch bedürftig sind. Die Einnahmen Ihres Partners werden zwar im Nachhinein auf die Leistungen anzurechnen sein, so dass es zu einer Rückforderung kommt. Sie stehen Ihnen aber zunächst noch nicht zur Verfügung. Sie sollten auch einen Barscheck beantragen und sich bei Ablehnung dies entweder schriftlich geben oder sich von einem neutralen Zeugen begleiten lassen. Will man Ihnen am Montag immer noch nicht helfen, so sollte sofort ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung bei dem Sozialgericht gestellt werden. Hierzu sollten Sie einen Anwalt beauftragen, der dann Prozesskostenhilfe beantragen würde. Den Antrag halte ich auch für begründet, da zumindest eine vorläufige Bewilligung in Betracht käme.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion. Sollten Sie darüber hinaus auch eine Interessenvertretung wünschen, so stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich empfehle insoweit eine Kontaktaufnahme per Mail. Dank der modernen Kommunikationsmittel ist eine Vertretung auch auf Distanz ohne Probleme möglich.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021


Rückfrage vom Fragesteller 01.04.2011 | 13:55

Danke für Ihre rasche Antwort
Es war mir einfach nur sehr wichtig zu wissen, ob ich nun einfach pech gehabt habe oder ob es doch eine verletzung der pflicht seitens des Jobcenters ist. Zumal ich ja heute persönlich mit meiner Mom dort war und man mir tatsächlich weis machen wollte, das der Staat Kinder verhungern lässt im Zweifelsfall. Ich war mir so sicher im Recht zu sein, doch das Jobcenter versteht es Hilfebedürftigen das Gefühl von Machtlosigkeit zu geben. Ich ging wirklich mit dem Gefühl raus, schön das der Partner uns aus der Hilfebedürftigkeit ein Stück weit rausbringen möchte, blöd nur das wir jetzt mit Arbeit die größeren Nachteile haben zumindest bis dann tatsächlich der Lohn fließt, denn ich bin genauso wie Sie der Meinung das wir bis zum ersten tatsächlich geleisteten Lohn auf dem Konto (verfügbar) Hilfebedürftig sind.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.04.2011 | 13:58

Sehr geehrte Ratsuchende,

mir ist das Verhalten des Jobcenters nicht nachvollziehbar. Wie bereits angemerkt, sollten Sie am Montag nochmal vorsprechen und sodann gerichtliche Schritte einleiten.

Mit freundlichen Grüßen

RA J.Mameghani

ANTWORT VON

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