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Mittelfinger gezeigt, jetzt Anzeige wegen Beleidigung


19.10.2007 22:56 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

folgende Situation stellt sich dar: Wir wohnen an einer Wohnstraße mit Tempo 30 Zone. Die Straße ist eine Seitenstraße von einer ebenfalls tempo 30 Verbindungsstraße. Der weiteste Weg von der Verbindungsstraße zu dem letzten Haus unserer Seitenstraße beträgt ca. 200 m.

Üblicherweise parken die Anwohner ihre Fahrzeuge vor dem Haus am Straßenrand. Dies ist selbstverständlich auch erlaubt.

Am 10.10.07 trug es sich zu, dass zwei Fahrzeuge gegenüber parkten. Dies führte zu einer Verengung der Straße. Normale PKW’s konnten diesen Engpass, der im Übrigen den ganzen Tag bestand, problemlos passieren. Gegen 0.30 nachts trug es sich zu, dass wir plötzlich von einem lauten Hupen geweckt wurden. Meine Frau und unsere beiden Kinder (3 Jahre und 6 Monate) standen förmlich im Bett. Ein Blick aus dem Fenster verriet den Grund. Eine LKW Zugmaschine stand vor dem Engpass und kam angeblich nicht durch. Ich begab mich auf die Straße und fragte den Fahrer, ob er wisse was er da tue und wie er dazu käme, mitten in der Nacht einen solchen Tumult zu veranstalten. Er behauptete Anlieger zu sein, ich entgegnete, er könne die Zugmaschine genauso gut parken und die par Schritte zu seiner angeblichen Wohnung auch zu fuß gehen. Ich wohne nun seit ca. 3 Jahren in dieser Straße und kenne die Person nicht!

Nach einigen hin- und her fuhr ich unseren Wager zur Seite, so dass er den Weg passieren konnte. Daraufhin fragte ich ihn nach seinem Namen, den er mir zu nennen nicht bereit war. Seine Antworten waren ziemlich frech und nicht ausschöpfend.

Zu guter letzt war ich derart aufgebracht, dass ich ihm meinen Mittelfinger zeigte und zurück uns Haus ging.

Nun habe ich ein freundliches Schreiben auf dem Tisch, in der ich der Beleidigung beschuldigt werde.

Der Sachverhalt wird wir folgt geschildert: „ Nach einer kurzen Unterhaltung bezgl. Der Art und Weise des Parkens von Fahrzeugen kam es zu einer Beleidigung zum Nachteil des Geschädigten“.

Ich soll mich nun den Anhörungsbogen ausfüllen.

Wie verhalte ich mich nun am besten?

- mache ich von meinem Aussageverweigerungsrecht gebrauch?
- Gebe ich die Tat zu?
- Oder mache ich eine ausführliche Aussage?

Vielen Dank im Voraus für Ihren Rat,

mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Zur Sache müssen Sie sich nicht äußern, wenn sie nicht wollen, das kann dann auch nicht zu Ihrem Nachteil ausgelegt werden. Sie können also von Ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen, da Sie ja als Beschuldigter vernommen werden sollen.

Es kann sein, dass die Sache eingestellt wird, z. B. wegen Geringfügigkeit oder weil Sie auch keine Vorstrafen haben etc. Möglich ist aber auch, dass ein Strafbefehl ergeht ohne mündliche Verhandlung. In diesem würden Sie dann zu einer (geringen)Geldstrafe verurteilt, wenn Sie nicht innerhalb der gesetzten Frist Einspruch erheben. Wenn Sie Einspruch erheben sollten, dann würde über die Sache neu verhandelt werden. Hier kann von Freispruch über Einstellung gegen Auflagen bis zum Urteil alles herauskommen.

Ihnen ist jedoch dringend anzuraten einen Anwalt vor Ort einzuschalten, der Akteneinsicht nehmen kann. Wenn Sie dann immer noch Angaben machen möchten, kann dies dann direkt über Ihren Anwalt geschehen, nachdem Sie mit diesem den Akteninhalt besprochen haben.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und stehe Ihnen gerne auch für eine anwaltliche Vertretung zur Verfügung.

mit freundlichen Grüßen

Dileyha Altintas
-Rechtsanwältin-
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