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Mitschuld an Unfall bei Benutzung des linken Radwegs?

17.08.2009 19:32 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Ich hatte als Radfahrer einen Verkehrsunfall, bei dem ich leicht verletzt worden bin. Die Unfallgegnerin wollte mit ihrem PKW auf einer stark befahrenen Kreuzung rechts abbiegen, ließ noch einen anderen, mir entgegenkommenden Radfahrer passieren und fuhr dann los, als ich mich mit dem Rad kurz vor ihrem Fahrzeug befand.

Von der Polizei bekam ich nun ein Schreiben, mit dem mir eine Ordnungswidrigkeit vorgeworfen wird, weil ich den Radweg in Fahrtrichtung links benutzt habe. Allerdings war für mich, wie ich meine, gar nicht erkennbar, dass es auch einen Radweg auf der rechten Straßenseite gibt (Es handelt sich um eine Parkgebiet, durch das dieser Radweg ca. 50-100 m hinter dem Fahrbahnrand verläuft).

Frage 1: Habe ich mich tatsächlich einer Ordnungswidrigkeit schuldig gemacht, indem ich den linken Radweg benutzt habe?

Frage 2: Wirkt es sich gegebenenfalls auf meine Ansprüche gegenüber der Versicherung der Unfallgegnerin negativ aus, wenn ich die Ordnungswidrigkeit zugebe, und wenn ja, wie hoch muss man dann in etwa die mich treffende Teilschuld an dem Unfall veranschlagen - 25, 50 oder 75%?

Ich hoffe, das sind nicht zu viele Fragen auf einmal.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Ich verstehe Sie so, dass Sie den linken Radweg entlang einer Straße benutzt haben. Dies stellt tatsächlich eine Ordnungswidrigkeit dar, wenn der Radweg nicht für beide Seiten freigegeben wurde. Eine solche Freigabe erfolgt durch die Verkehrszeichen 237 (Radweg), 240 (kombinierter Geh- und Radweg) oder 241 (getrennter Geh- und Radweg). Von daher spielt es auch keine Rolle, dass es für Sie nicht erkennbar war, dass es einen Radweg auf der rechten Fahrbahnseite gegeben hätte.

Wenn Sie den Verkehrsverstoß zugeben, kann sich dies auf Ihre zivilrechtlichen Ansprüche gegenüber der Haftpflichtversicherung des beteiligten Fahrzeugs negativ auswirken. Das Oberlandesgericht Hamm hat im Jahre 1998 entschieden, dass in solchen Fällen eine Haftungsquote von 50 Prozent anzunehmen ist (Oberlandesgericht Hamm, Az.: 9 U 12/98).

Je nach Schwere Ihrer Verletzungen und der Höhe des Schadens sollten Sie eventuell durch einen Kollegen vor Ort Akteneinsicht nehmen lassen und sich erst dann zu dem Fragebogen der Polizei äußern. Sie können vorab auch nochmals prüfen, wie der Radweg beschildert ist und sich ggf. auf die Freigabe der linken Seite berufen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Einschätzung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen,
Marion Deinzer
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