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Mithaftung für Immobilie - Zwangsvollstreckung droht


| 17.03.2007 11:47 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht



Mir steht die Zwangsvollstreckung am Montag ins Haus aus einer Mithaftung bei einer Immobilie, die mir bis 2002 gehört hat und die ich meiner Exgattin damals bei der Scheidung überschrieben habe. Haftung nach außen blieb leider damals bestehen. Exgattin kann jetzt nicht mehr zahlen. Der 3.Rang Gläubiger hat nun ZV beantragt. Alle anderen Gläubiger habe ich eine Ratenzahlung angeboten bis zur Zwangsversteigerung des Einfamilienhauses, um eine persönliche Zwangsvollstreckung zu vermeiden.Zwei haben akzeptiert, ein Gläubiger (1.Rang) pfändet meinen Lohn. Der 3.Rang Gläubiger hat das Angebot einer Ratenzahlung weder angenommen noch abgelehnt, noch darauf geantwortet , außer "Ihre Angelegenheit wird geprüft". Die Sicherheit, sprich das Haus, ist noch garnicht verwertet. Frage1: Muß der GV (bzw der Gläubiger) nicht zu meinem Ratenangebot erst mal Stellung nehmen ? Oder kann er tatsächlich das Raten-Angebot bis zur bevorstehende ZV des Hauses einfach überspringen?? Frage2: Kann der GV den Pkw meiner 2. Frau (der auf sie zugelassen ist und den sie selbst gezahlt hat) pfänden? Den Pkw benötigt sie, um in die Arbeit zu kommen (km einfach 75 km). Zusammengefasste Antwort würde zu beiden Fragen genügen.
Sehr geehrter Herr Fragesteller,

Ihre Anfragen beantworte ich wie folgt:

Es steht dem 3.Ranggläubiger frei,Ihr Ratenzahlungsgebot anzunehmen oder abzulehnen.Der Gerichtsvollzieher hat hier kein Mitspracherecht,da er im Auftrage des (hier3.)Gläubigers handelt und Raten nur mit Einwilligung dieses Gläubigers bezahlt werden können.


Der Gerichtsvollzieher kann in alle Vermögenswerte der Mit-Schuldnerin(= Ex-Frau) pfänden,und somit grundsätzlich auch in deren PKW,soweit dieser noch einen Vermögenswert hat(hier spielen Alter,Tachostand ,Zulassungsjahr u.Ä.eine wesentliche Rolle).

Die Exfrau kann ,was ihren Weg zur Arbeit anbelangt,auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen werden(Härtefälle ausgenommen,z.B.extreme Zeitdauer mit öffentlichen Verkehrsmitteln,
nur noch geringer Verkehrswert des PKW s u.Ä.).


Strategisch würde ich wie folgt vorgehen:

Ich würde versuchen,mich noch einmal mit dem 3.Ranggläubiger kurzfristig in Verbindung zu setzen,und mit ihm direkt (also nicht über den GV)das Ratenzahlungsangebot zu besprechen.

Sollte dieses-von der Ratenhöhe her-ausreichend attraktiv sein-
kann dies für den Gläubiger je nach den Pfändungsmöglichkeiten
bei Ihnen im Endergebnis günstiger sein,als die drohende Zwangsvollstreckung durchzuführen.

Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin




Nachfrage vom Fragesteller 17.03.2007 | 14:46

Danke soweit, werde Montag früh noch einmal beim Gläubiger anrufen. Bezüglich des Autos ist ein Mißverständnis aufgetreten: Das Auto gehört meiner jetzigen Frau, die mit der Sache meiner ExFrau nichts zu tun hat. Ich hatte nur mal gelesen, dass der Gv immer Gütergemeinschaft bei der ZV unterstellt, also bei Ehegatten immer mitpfändet. Das Auto ist aber von ihr bezahlt und sie steht auch im Brief als Eigentümer, kann ich also davon ausgehen, dass hier der GV keinen Zugriff hat (sie hat ja mit der damaligen Sache nichts zu tun) ? Das Auto hat durchaus einen Wert.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.03.2007 | 15:13


An das Auto Ihrer jetzigen Frau kommt der Gerichtsvollzieher nicht
heran.
Ihre Frau kann ihr diesbezügliches Eigentum nachweisen(steht im
Kfz-Brief).



Die gesetzliche Vermutung,dass das Wohnungsinventar, (bei einer
Zwangsvollstreckung )beiden Eheleuten gehört,bezieht sich nicht auf
ein Kraftfahrzeug.

Abgesehen davon,kann diese Vermutung (bei Inventar) auch durch
entsprechende Nachweise(z.B.Kaufbeleg)widerlegt werden.


Ich wünsche am Montag viel Glück!




Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin

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