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Miteigentum trennen - wie geht´s?


23.11.2013 12:55 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Miteigentum an einem Grundstück kann durch Teilungsversteigerung zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft auseinandergesetzt werden.


Ein Ehepaar, das inzwischen geschieden ist, hat eine gemeinsame Immobilie.
Kann ein Mitbesitzer erzwingen, dass das Haus (auf dem noch Kredite liegen) verkauft wird, ggf. auch mit Verlusten?
Wie kommt man sonst aus einer solchen "Verbindung"?
23.11.2013 | 13:31

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Erzwingen, dass die gemeinsame Immobilie verkauft wird, kann man nicht.

Jeder Miteigentümer kann jedoch zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft die Teilungsversteigerung nach Maßgabe der $$ 180 ff. Zwangsversteigerungsgesetz (ZVG) stellen.

Es muss beim örtlich zuständigen Amtsgericht ein Antrag auf Anordnung der Teilungsversteigerung gestellt werdenen.

Nach Durchführung der Versteigerung wird dann der Erlös unter den bisherigen Miteigentümern verteilt.

Das Verfahren ist recht kompliziert, weshalb ich die Einschaltung eines Rechtsanwalts empfehle.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Moosmann, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

Nachfrage vom Fragesteller 24.11.2013 | 12:37

Wenn Erlöse auf die Eigentümer aufgeteilt werden, geschieht das im gleichen Maße auch mit Verlusten, da das Haus noch nicht bezahlt ist?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.11.2013 | 13:04

Sehr geehrter Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

Für den Verteilungstermin wird ein Teilungsplan aufgestellt (§ 113 ZVG). In diesen Teilungsplan sind auch aus dem Grundbuch ersichtliche Ansprüche wie Grundschulden oder Hypotheken aufgenommen (§ 114 ZVG). Banken melden ihre Forderungen in der Regel auch ausdrücklich im Zwangsversteigerungsverfahren an.

Diese Ansprüche werden aus dem Verteigerungserlös vorab befriedigt. Nur der verbleibende Reinerlös wird an die Eigentümer verteilt.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

ANTWORT VON

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