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Miteigentum / Insolvenz


17.04.2005 14:01 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
seit einger Zeit lebe ich mit einer Lebensgefährtin zusammen.
Sie besitzt ein Einfamilienhaus. Dieses ist durch 2 Hypotheken belastet. Sie würde mir gerne den hälftigen Anteil des Hauses verkaufen.

1. Frage
Was passiert denn im Fall einer Privatinsolvenz Ihrerseits mit dem hälftigen Anteil. Würde mein hälftiger Anteil auch in die Zwangsversteigerung fallen ? ( kann mein Anteil überhaupt versteigert werden?)

2. Frage
Ihre Hypothekenbank steht an erster Rangstelle.
Würde meine Bank die den hälftigen Anteil finanzieren würde dann an 2 Rangstelle stehen?

Hinsichtlich meiner Absicherung habe ich bedenken. Gibt es eine andere Alternative?
Mit bestem Dank im voraus
17.04.2005 | 14:38

Antwort

von


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63450 Hanau
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Sehr geehrter Rechtssuchender,

grds kann Ihre Lebensgefährtin natürlich Ihren hälftigen Anteil auf Sie übertragen. Im Falle der Privatinsolvenz besteht allerdings die Gefahr, dass dann der Insolvenzverwalter oder die Gläubiger die Übertragung des Anteils an Sie anfechten werden. Allerdings muss die Gläubiger oder der Insolvenzvewalter für eine wirksame Anfechtung Gläubigerbenachteiligungsabsicht und eine objektive Gläubigerbenachteiligung nachweisen. Hat Ihre Lebensgefährtin Ihren Anteil zwei Jahre vor Insolvenzeröffnung übertragen, dann wird die Gläubigerbenachteiligungsabsicht zumeist unterstellt. Ist der Anteil früher schon übertragen worden, dann wird die Gläubigerbenachteiligungsabsicht nicht ohe weiteres unterstellt. Dann ist es für die Gläubiger schon schwieriger die Benachteiligungsabsicht nachzuweisen. Ob Ihnen der Nachweis gelingt, ist allerdings Einzelfallabhängig.

Eine objektive Gläubigerbenachteiligung kann angenommen werden, wenn Sie den Anteil zB unter dem Verkehrswert des Grundstückanteils kaufen.

Können die Gläubiger oder der Insolvenzverwalter wirksam anfechten, dann unterfällt auch Ihr Anteil der Zwangsvollstreckung.

Wenn Ihre Hausbank bereit ist den Anteilskauf mittels einer Hypothek zu finanzieren, dann wird diese an zweiter Rangstelle in das Grundbuch eingetratehen. Im Zwangsversteigerungsverfahren bedeutet dies, dass immer zuerst die Bank Ihrer Lebensgefährtin vollständig befriedigt werden muss. Nur wenn noch Erlös übrig bleibt, kann sie diesen in Anspruch nehmen.

Als andere Möglichkeit könnte man daran denken, ein Wohnrecht auf dem Grundstück für Sie einzutragen. Allerdings würde dieses erst nach Eintragung der Hypotheken erfolgen. Im Rahmen einer Erstberatung kann aber nicht abschließend abgeklärt werden, ob die Einräumung des Wohnrechts durch die Hypothekenbank nicht auch anfechtbar wäre, zumal ein solches Recht den Wert des Grundstücks erheblich mindert. Hierfür würde ich einen Rechtsanwalt konsultieren, der sich Schwerpunktmäßig mit Grundstücksrecht beschäftigt.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 17.04.2005 | 15:28

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort,
eine Sache verstehe ich aber nicht. Angenommen meiner Lebensgefährtin ist die derzeitige Hypothekenbelastung zu hoch und Sie entschließt sich das Haus auf dem freien Markt zum derzeit erzielbaren Wert zu verkaufen. Es findet sich ein Käufer. Meine LG tilgt durch den Erlös Ihre Verbindlichkeiten.Der Hausverkauf ist somit abgeschlossen. 2Jahre später (angenommen) meldet sie aufgrund evtl. neuer Verbindlichkeiten Insolvenz an. Dann kann doch der Inso-Verwalter den Verkauf des Hauses nicht rückgängig machen.Ich muß auch noch dazu sagen daß momentan außer der Hypothek keine weiteren Verbindlichkeiten bestehen, d.h. auch bei dem jetzigen hälftigen Verkauf keine Gläubiger benachteiligt werden könnten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.04.2005 | 16:09

Sehr geehrter Rechtssuchender,

ich beziehe mich auf unser heutiges Telefonat

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt

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