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Miteigentum


05.02.2006 09:06 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



meine mutter hat hausanteil v. 2/3 u. ich 1/3, nur meine familie lebt hier.
(wollte mir damals helfen, damit meine familie ein zuhause hat u. weil ich mich nicht scheiden lasse, will sie mich v. die tür setzen)

jetzt will sie miete weil ich alles v. haus bewohne, geht das?

ich bot an dann muss sie ihre 2/3 teilversteigern, darf ich solange im ganzen haus wohnen bleiben?

da nur eine küche u. ein bad ist, kann man es nicht in zwei wohnungen einteilen, wenn ein umbau von zwei wohnungen entsprechend der eigentumsverhältnisse stattfindet, muss ich mich da an den umbaukosten beteiligen?
oder darf ich sagen, unterm dach ist genug platz dort kann sie ihre 2/3 ausbauen?

meine mutter ist eine vermögende frau u. ich kann mir nichts leisten, habe aber so eine gr. angst das ich mit unserem kranken kind auf die strasse gesetzt werde.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die unter Berücksichtigung Ihrre Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt beantworten darf:

Sie bilden mit Ihrer Mutter eine Miteigentumsgemeinschaft (bzw. -gesellschaft). Diese kann grds. nur einverständlich aufgehoben werden. Die einzige andere Möglichkeit wäre eine Teilungsversteigerung. Die Miteigentümer müssen sämtliche Kosten für das Haus in Relation zu Ihren Anteilen tragen. Dafür steht ihnen dann auch ein entsprechendes Nutzungsrecht zu. Übersteigt dieses Nutzungsrecht bzw. die tatsächliche Nutzung den jeweiligen Anteil, so steht dem anderén Miteigentümer ein Entschädigungsanspruch, also eine Art Miete zu. Wenn Sie also nur etwa 1/3 des Hauses nutzen würden, würden auch keine Entschädigungen fällig. In Zahlen läßt sich dies sehr schwer kleiden, da Sie ja als Familie wagrscheinlich alles zu gleichen Teilen gmeinsam nutzen.

Bei Umbaukosten, müßten Sie sich beteiligen, aber nur, wenn Sie diesem Umbau zustimmen. Ansonsten wäre ein Umbau nicht möglich.

Sie sollten versuchen mit Ihrer Mutter ein klärendes Gespräch zu führen und eine akzeptable Lösung zu finden, da alles andere sehr viel Nerven und Ärger bringen wird und Ihnen hierdurch, wie oben gezeigt, auch Kosten entstehen können, die Sie evtl. nicht aufbringen können. Sollte alles nichts bringen, empfehle ich Ihnen eine Teilungsversteigerung (evtl. auch asl Druckmittel gegen Ihre Mutter), da Sie hier (allerdings wahrscheinlich mit hohem Wertverlust) zumindest Ihren 1/3 - Anteil zu Geld machen können ud sich dann eine andere Wohnung suchen könnzen.

Ich hoffe, dass ich Ihre Frage hinreichend beantwortet habe und stehe Ihnen für die weitere Vertretung in der Angelegenheit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 11.03.2006 | 19:17

meine mutter beantragt nun teilungsversteigerung, da ich mich weigere bis july auszuziehen, kann ich hier irgendwie einspruch einheben um zeit zu gewinnen?

mfg natascha

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.03.2006 | 09:28

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihres Miteigentumanteils steht Ihnen ein Nutzungsrecht am Haus zu. Ihre Mutter kann Ihnen also nicht verbieten, dass Haus zu nutzen. Sie müssen daher auch nicht ausziehen. Die nutzung dürfte theoretisch aber nur so hoch sein, wie sie Ihrem Miteigentumsanteil entspricht. Ansonsten wäre eine Nutzungsentschädigune, wie o.g gezeigt zu zahlen. Erst mit dem Verlust Ihres Miteigentumanteils durch dessen Ersteigerung verlieren Sie das Nutzungsrecht und erhalten im Gegenzug das Recht auf Zahlung das dem Miteigentumanteil entsprechenden Versteigerungserlös.

Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte und verbleibe mit freundlichen Grüßen,


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

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