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Miteigentümer möchte seinen Anteil verkaufen, Grunderwerbsteuer fällig?

19. September 2021 17:38 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,

mit meinem Onkel besitzen wir eine Immobilie, jeder Eigentümer hat 50% im Besitz- Grundbucheintrag 50\\\\50. Der Kauf der Immobilie wurde 2013 als Privatperson realisiert.

Nun möchte mein Onkel seinen Anteil verkaufen. Muss ich für den erworbenen Anteil die Grunderwerbsteuer zahlen? Gibt es diverse Ausnahmen die Grunderwerbsteuer zu umgehen oder minimieren?

Vielen Dank im Voraus!

19. September 2021 | 18:04

Antwort

von


(567)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

leider ist nach § 3 Nr. 6 Grunderwerbsteuergesetz nur bei Verwandten in grader Linie eine Befreiung von der Steuer vorgesehen.

Zitat:
§ 3 Allgemeine Ausnahmen von der Besteuerung
Von der Besteuerung sind ausgenommen:
1. der Erwerb eines Grundstücks, wenn der für die Berechnung der Steuer maßgebende Wert (§ 8) 2 500 Euro nicht übersteigt;
2. der Grundstückserwerb von Todes wegen und Grundstücksschenkungen unter Lebenden im Sinne des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes. Schenkungen unter einer Auflage unterliegen der Besteuerung jedoch hinsichtlich des Werts solcher Auflagen, die bei der Schenkungsteuer abziehbar sind;
3. der Erwerb eines zum Nachlaß gehörigen Grundstücks durch Miterben zur Teilung des Nachlasses. Den Miterben steht der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner gleich, wenn er mit den Erben des verstorbenen Ehegatten oder Lebenspartners gütergemeinschaftliches Vermögen zu teilen hat oder wenn ihm in Anrechnung auf eine Ausgleichsforderung am Zugewinn des verstorbenen Ehegatten oder Lebenspartners ein zum Nachlass gehöriges Grundstück übertragen wird. Den Miterben stehen außerdem ihre Ehegatten oder ihre Lebenspartner gleich;
4. der Grundstückserwerb durch den Ehegatten oder den Lebenspartner des Veräußerers;
5. der Grundstückserwerb durch den früheren Ehegatten des Veräußerers im Rahmen der Vermögensauseinandersetzung nach der Scheidung;
5a. der Grundstückserwerb durch den früheren Lebenspartner des Veräußerers im Rahmen der Vermögensauseinandersetzung nach der Aufhebung der Lebenspartnerschaft;
6. der Erwerb eines Grundstücks durch Personen, die mit dem Veräußerer in gerader Linie verwandt sind oder deren Verwandtschaft durch die Annahme als Kind bürgerlich-rechtlich erloschen ist. Den Abkömmlingen stehen die Stiefkinder gleich. Den in den Sätzen 1 und 2 genannten Personen stehen deren Ehegatten oder deren Lebenspartner gleich;
7. der Erwerb eines zum Gesamtgut gehörigen Grundstücks durch Teilnehmer an einer fortgesetzten Gütergemeinschaft zur Teilung des Gesamtguts. Den Teilnehmern an der fortgesetzten Gütergemeinschaft stehen ihre Ehegatten oder ihre Lebenspartner gleich;
8. der Rückerwerb eines Grundstücks durch den Treugeber bei Auflösung des Treuhandverhältnisses. Voraussetzung ist, daß für den Rechtsvorgang, durch den der Treuhänder den Anspruch auf Übereignung des Grundstücks oder das Eigentum an dem Grundstück erlangt hatte, die Steuer entrichtet worden ist. Die Anwendung der Vorschrift des § 16 Abs. 2 bleibt unberührt.


Das Verhältnis von Neffe zu Onkel ist allerdings nur ein Verwandtschaftsverhältnis in der Seitenlinie, nur die Übertragung in grader Linie (z.B. Vater auf Sohn) wäre begünstigt.

Theoretisch könnte man zwar über eine Schenkung oder Erbfolgeregelung die Grunderwerbsteuer um gehen, dann würde aber Schenkungssteuer fällig und diese dürfte dann deutlich höher ausfallen. Daher werden Sie die Steuer wohl zahlen müssen.

Ich bedauere Ihnen hier keine günstigere Lösung aufzeigen zu können, wünsche Ihnen aber um so mehr noch einen schönen Sonntagabend.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke


ANTWORT VON

(567)

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65201 Wiesbaden
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