Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.578
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Miteigentümer eines Hauses ??


25.09.2007 23:23 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Hallo.

Im Oktober letzten Jahres verstarb ganz plötzlich meine Mutter. Sie war alleinige Eigentümerin eines Hauses (auch mein Elternhaus), welches sie bis dahin mit meinem Vater bewohnte. Mein Vater ist krank und schwer Altersdemenz und ist nach ihrem Tode zu meines Schwester gezogen. Mein Vater, meine Schwester und ich waren nun eine Erbengemeinschaft. Die beiden boten mir, nach abzug meines Erbteils, das Haus zum Kauf an. Da ich aber alleinerziehend bin und nur Unterhalt für mich und meine beiden Kinder bekomme, sagte natürlich jede Bank NEIN, bei meiner Nachfrage wegen einer Hypothek ! Nach einigen Streitigkeiten mit meinem Vater und meiner Schwester, boten sie mir an, das ich die Hypotheken direkt an sie zahle, zu günstigen Konditionen für mich. Es wurde ein notarieller Vertrag aufgesetzt, dessen Inhalt ich nicht mitbestimmt durfte und ich auch nicht gefragt wurde. Sondern er wurde mir einfach vorgelegt. Darin steht auch, das ich, um das Haus zu erhalten, auf mein Erb - und Pflichtteil verzichten muß.
Nun haben sie mir gesagt, das sie, solange bis ich das Haus an sie abgezahlt habe, auch noch Mitbesitzer des Hauses sind. Ich müßte sie, über alles was das Haus betrifft, informieren ! Z.B. habe ich die Gebäudeversicherung auf mich umschreiben lassen.
Nun verlangen sie von mir, das ich dazu verpflichtet bin, ihnen eine Kopie des Vertrages auszuhändigen. Damit sie sehen, ob sie auf meinen Namen läuft und ob ich sie bezahlt habe.
Stimmt es denn nun, das sie bis zur Ablösung des Hauses noch Mitbesitzer sind und ich verpflichtet bin, sie über alles zu informieren, was ich am Haus mache, oder für das haus abschließe und das ich nichts ohne ihre Genehmigung machen kann ???
Vielen Dank für Ihre Hilfe.
MfG, Nonne

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragestellerin,


vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben hier zusammenfassend im Rahmen einer Erstberatung unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Zu einer sinnvollen Beurteilung Ihrer Frage ist zwingend erforderlich den notariellen Vertrag (Erbvertrag , Übergabevertrag des Hauses o.ä.) mit allen Nebenabreden einzusehen.

Auch die Vereinbarung(en) mit den Banken (Darlehensvertrag, Grundschuld- oder Hypothekenbestellung) sind von Bedeutung, da sich hierheraus wichtige Verpflichtungen ergeben können, gerade auch die Verpflichtung das Haus zu versichern.

Bis zu dem Zeitpunkt, wo Sie tatsächlich Alleineigentümerin des Hauses geworden sind könnte die innerfamiliäre Konstruktion tatsächlich so gestaltet sein, daß Sie Ihre Schwester bzw. Ihren Vater (also alle Mitglieder der Erbengemeinschaft) über die wesentlichen Vorgänge am Haus informieren müssen - genaueres lässt sich erst bei Druchsicht aller Verträge sagen.

Gerade in den Fällen wo eine Miterbengemeinschaft (Miterbengemeinschaft nach Ihrer Mutter bestehend aus Ihrem Vater, Ihrer Schwester und Ihnen) durch die (drohende) Pflege- oder Versorgungsbedürftigkeit eines Familienmitgliedes belastet ist, ist es oftmals schwer rechtsgültige vertragliche Regelungen zu finden, die das Familienvermögen vor dem Zugriff der Sozialämter, von Gläubigern einzelner Miterben etc. schützen, zumal wenn finanziell kaum Spielraum besteht. Bitte machen Sie sich auch klar, daß das Vermögen Ihres Vaters (möglicherweise eine Haushälfte) noch nicht vererbt wurde.

Ohne intensive Beratung aller Familienmitglieder durch einen Rechtsanwalt ist dies kaum möglich, da nur ein Experte aus den zahlreichen rechtlichen (auch steuerrechtlichen) Gestaltungsmöglichkeiten die passende Regelung auffinden kann.

Auch Ihnen rate ich deshalb umgehend einen Anwalt in Ihrer Nähe mit der Durchsicht der Unterlagen zu betrauen um sich einen Rechtsrat eines Rechtsexperten (der auch die Interessen Ihrer Schwester und Ihres Vaters mitbedenken muß) einzuholen.

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich.

Bitte beachten Sie, dass diese Beratung nicht eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen und gegebenfalls weiter Ermittlungen zum Sachverhalt ersetzen kann.

Gerne weise ich darauf hin, dass Sie im die Möglichkeit haben eine kostenlose Nachfrage zu stellen.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Lautenschläger
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER