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Mitarbeiter einstellen


| 28.10.2007 20:39 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Anwälte,
ich bin Existensgründer und habe mich vor 4Monaten im Holz-und
Bautenschutzgewerbe selbstständig gemacht.Da meine Baustellen bisher überschaubar waren und ich die Arbeiten alleine ausführen konnte,brauchte ich bisher keinen Mitarbeiter einstellen.
Nun habe ich einen Auftrag erhalten der es erfordert einen Mitarbeiter hinzu zuziehen. Mein ehemaliger Arbeitskollege(Hartz4empfänger) würde mich bei den Arbeiten unterstützen.
Meine jetzige Auftragslage erlaubt es mir aber nicht , einen Mitarbeiter fest einzustellen.
Der Ehemalige Kollege rät mir ihn für die Zeit von ca.1 Woche
Bauzeit als Praktikanten einzustellen. Alternativ eine Träningsmaßnahme beim Arbeitsamt zu beantragen. Mein Kollege hat
Bedenken,das wenn ich ihn auf 400€ Basis oder geringfügig einstelle,er Finanzielle Nachteile,(auch die An und Abmeldungsprozedur)gegenüber dem Arbeitsamt hat.
Was gibt es für Möglichkeiten für die Kurze Zeit den Kollegen zu beschäftigen?
Vielen Dank im voraus für ihre Hilfe.

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Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt beantworten:

Ihr Kollege könnte eine geringfügige Beschäftigung aufnehmen ohne irgendwelche Nachteile zu erleiden. Dabei müsste er gewisse Punkte beachten.

Völlig unerheblich ist insoweit die Höhe der geleisteten Wochenarbeitsstunden. Diese Regelung ist abweichend von der Regelung im Hinblick auf Arbeitslosengeld I, wonach man bei einer Wochenarbeitszeit von mehr als 15 Stunden nicht mehr als arbeitslos einzustufen und demnach auch nicht mehr anspruchsberechtigt ist.

Einnahmen aus sogenannten Ein-Euro-Jobs werden nicht angerechnet, da diese Tätigkeit nicht als versicherungspflichtig im Sinne der Sozialversicherung gilt. Einnahmen bis € 50 jährlich sind ebenfalls anrechnungsfrei

Es gibt weiterhin die anrechnungsfreien Grundfreibeträge von € 100 vom Bruttoverdienst.
In diesem Freibetrag enthalten sind die Werbungskostenpauschale ( € 15,33), die Absetzbeträge für Riester-Rente und weitere private Versicherungen (€ 30) und Fahrtkosten.
Von dem über diesen Grundfreibetrag hinausgehenden Nebeneinkommen sind 20% von € 101 bis € 799 anrechnungsfrei. Zwischen € 800 und € 1.200 (€ 1.500 für Bedürftige mit Kind) sind 10% des Einkommens anrechnungsfrei (§ 30 SGB II).

In dieses Konzept fügen sich auch die im Wege des Hartz IV Gesetzes geänderte Regelung zur geringfügigen Beschäftigung (so genannte 400 Euro Jobs oder Mini - Jobs).
Diese müssen wie andere Beschäftigungsverhältnisse auch der Sozialversicherung gemeldet werden. Die Anrechnung auf die Leistungen im Rahmen des ALG II erfolgen nach den oben stehenden Regeln.

Mit anderen Worten, können Sie Ihren Kollegen nach Maßgabe der oben genannten Regelungen beschäftigen ohne, dass ihm dadurch Nachteile entstehen würden.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Dileyha Altintas

Rechtsanwältin
Ergänzung vom Anwalt 29.10.2007 | 11:09

Sehr geehrter Fragesteller,

als Ergänzung führe ich an, dass sich die Beantwortung der Frage auf den Freibetragsneuregelungsgesetz ab dem 1.Oktober 2005 bezieht.

Eckpunkte der Gesetzesänderung sind u.a. die Einführung eines Bruttolohnbezogenen Grundfreibetrages. Der Grundfreibetrag beträgt -wie bereits erwähnt - 100 €. Ihr Kollege kann also neben den Leistungen des ALG II anrechnungsfrei 100 € hinzuverdienen. Erst ab einem Bruttolohn über 100 € erfolgt eine Anrechnung auf das ALG II.

Die anderen Punkte, die ich angesprochen habe, beziehen sich auf die Berechnung der Freibeträge oder des Anrechnungsbetrages (s.o.).

Je nachdem, was für eine Konstellation Ihr Kollege haben will, kann er entweder die 1. Alternative wählen, da würde keine Änderung bezüglich seines ALG II Anspruchs erfolgen. Oder er wählt die 2. Alternative, da würden die Beträge die den Freibetrag übersteigen angerechnet. In diesem Fall würde eine Änderung zum bisherigen ausgezahlten ALG II eintreten.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, will Ihr Kollege aber, dass keine Änderung zu bisher eintritt, dann müsste er die 1. Alternative wählen.

MfG
D. ALtintas
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