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Mitarbeiter als Influencer: Kennzeichnungspflichten

24.09.2018 21:34 |
Preis: 40,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


Hallo,
unsere Mitarbeiter geben in Ihrem Instagram-Account an, Mitarbeiter unseres Unternehmens zu sein. Müssen sie Posts, in denen sie Produkte des eigenen Arbeitgebers hervorheben, zusätzlich als Werbung kennzeichnen? Für diese Posts fliesst kein Gehalt, als Mitarbeiter sind sie aber am Erfolg beteiligt.
Müssen die Mitarbeiter Posts von Kunden unseres Unternehmens (B2B-Bereich) als Werbung kennzeichnen, wenn deren Leistung ausgelobt wird - allerdings zwischen dem Mitarbeiter und dem Kundenunternehmen kein Geld fließt (wohl aber zwischen dem Kundenunternehmen und dem Arbeitgeber des Mitarbeiters)?
Wie muss eine korrekte Kennzeichnung aussehen?

Einsatz editiert am 27.09.2018 12:38:37
28.09.2018 | 18:57

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Derzeit ist die Kennzeichnungspflicht für den Fall, dass der Poster keine direkte Gegenleistung für den veröffentlichten Beitrag erhält, noch nicht gerichtlich geklärt. Der Verband sozialer Wettbewerb führt derzeit einen wohl richtungsweisenden Prozess gegen die Instagramerin Cathy Hummels, der aber noch nicht entschieden ist. Meiner Auffassung nach ist ein Beitrag nicht zu kennzeichnen, wenn die Person oder der Auftraggeber der Person keine geldwerten Vorteile aus der Veröffentlichung zieht.

Im ersten Fall dürfte die Sachlage klar sein, da der Mitarbeiter durch die Umsatzbeteiligung profitiert und ein Abhängigkeitsverhältnis zum Arbeitgeber besteht. Hier ist der Beitrag als Werbung zu kennzeichnen.

Im zweiten Fall profitiert der Mitarbeiter nicht direkt, jedoch liegt das Abhängigkeitsverhältnis dennoch vor. Wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer aber anweist, das Posting zu tätigen, fungiert der Arbeitnehmer lediglich als werbendes Werkzeug des Arbeitgebers. Dann ist eine Kennzeichnungspflicht zu bejahen.

Für die Kennzeichnung reicht der Vermerk #Werbung oder #Anzeige im jeweiligen Beitrag.

Abzuraten ist von der Bezeichnung "sponsored". Dies hatte der BGH als unzureichend bewertet (BGH, Urteil vom 06.02.2014, I ZR 2/11).


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt


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