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Mit welcher monatlichen Belastung (Unterhalt etc.)müßte ich ungefähr bei einer Scheidung rechnen?

| 08.02.2008 13:41 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Mit welcher monatlichen Belastung (Unterhalt etc.)müßte ich ungefähr bei einer Scheidung rechnen? Kein Ehevertrag, zwei minderjährige Kinder (5 Monate und 22 Monate), kein Wohneigentum, Frau in Elternzeit bis Mitte 2010 (letzter Job ca. 4.000 Euro brutto). Mein Einkommen brutto p.a. ca. 97.000 bzw. 4.300 netto pro Monat.

Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Zunächst müssen Sie – sofern die Kinder bei der Mutter bleiben – Barunterhalt für die Kinder bezahlen.
Bemessungsgrundlage für den Unterhalt ist das Einkommen des Unterhaltsverpflichteten. Nach der Düsseldorfer Tabelle – die zwar keine Gesetzeskraft hat, aber zur Bemessung des Unterhalt grundsätzlich herangezogen wird – beträgt der Unterhalt bei Einkommen bis 4300 € für Kinder bis 5 Jahre 402 €, in Ihrem Falle also 804 € (bei einem monatlichen Nettoeinkommen über 4300 € beträgt der Unterhalt für ein Kind 425 €). Hiervon ist das hälftige Kindergeld in Höhe von zweimal 77 € abzuziehen. Somit hätten Sie 650 € Unterhalt für die Kinder zu zahlen.
Der Barunterhalt ist grundsätzlich bis zur Vollendung des achtzehnten Lebensjahres zu zahlen, eigene Einkünfte der Kinder werden grundsätzlich angerechnet.

Weiter werden Sie Ehegattenunterhalt für die Erziehung der Kinder bezahlen müssen.
Der Ehegattenunterhalt bemisst sich nach dem Einkommen, das der Ehe zum Zeitpunkt der Scheidung zur Verfügung stand.
Zu Berücksichtigen ist hier Ihr Nettoeinkommen von 4300 € und das Einkommen Ihrer Frau zum Zeitpunkt der Scheidung, also das was Sie während der Elternzeit erhält. Ihrer Frau stehen 3/7 der Differenz zwischen Ihrem und dem Einkommen Ihrer Frau als Ehegattenunterhalt zu.
Ab dem Alter von drei Jahren – entsprechend dem Anspruch auf einen Kindergartenplatz – sind die bestehenden Möglichkeiten der Kinderbetreuung, z.B. durch Verwandte zu berücksichtigen. Soweit diese eine mit den Belangen des Kindes vereinbare Erwerbstätigkeit ermöglichen, ist der betreuende Elternteil hierauf zu verweisen. Dadurch kann sich der Unterhalt verringern.

Zusätzlich kommen natürlich noch die sonstigen Belastungen hinzu, die in der Ehe von beiden Ehegatten begründet wurden, z.B. Tilgungszahlungen.

Das zum Unterhalt Gesagte gilt natürlich nur, soweit eine normale Entwicklung vorliegt. Liegen außergewöhnliche Belastungen vor, so z.B. durch die Behinderung eines Kindes, ist der Unterhaltsanspruch einzelfallabhängig und kann ohne weiter Angaben nicht prognostiziert werden.

Ich hoffe, daß meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

Rückfrage vom Fragesteller 08.02.2008 | 14:55

Hallo Herr Müller,
vielen Dank für Ihre Antwort. Das hilft mir schon mal weiter. Eine Frage noch: Wie lange muß ich meiner Frau diese 3/7 zahlen?
Danke für Ihre Antwort.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.02.2008 | 15:11

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage lässt sich pauschal nicht beantworten.
Sicher ist, dass Sie Ihrer Frau solange Erziehungsunterhalt zahlen müssen, bis beide Kinder das dritte Lebensjahr vollendet haben. Was danach kommt ist einzelfallabhängig. Es kommt dann auf die bestehenden Betreuungsmöglichkeiten (Kindergartenplatz, Verwandte), die Entwicklung der Kinder und weitere Faktoren an, welche jetzt noch nicht zu prognostizieren sind. Vor allem kommt es aber bei der Abwägung all dieser Faktoren auf das Wohl der Kinder an.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

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