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Mit geringer Menge Cannabis erwischt


| 13.04.2005 19:49 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin 17 Jahre alt lebe in Bayern und wurde gestern beim Konsum eines Joints mit Cannabis im Park von der Polizei erwischt. Da ich mir eine Hausdurchsuchung ersparen wollte was sie mir angedroht hatten wenn ich sie nich in mein Zimmer lassen würde, nahm ich sie mit zu mir hinein und gab ihnen freiwillig ein Tütchen mit ca. 0.2 Gramm. Anschließend nahmen sie mich alleine ohne Begleitung meiner Eltern mit aufs Revier. Da ich ja davor einen Joint rauchte war mein Zustand schon etwas vernebelt. Bei meiner Vernehmung wurde ich von der Polizei ziemlich eingeschüchtert und ich sagte dummerweise zuviel aus. Ich gab die Quelle von der ich es her hatte nicht an mit der Begründung das es eine sehr guter Freund von mir sei. Ausserdem sagte ich aus das ich meistens nur am Wochenende was rauchen würde. Zu dem Zeitpunkt war mir leider nicht bewusst was ich sagte und ich war leider die ganze Zeit ziemlich ehrlich und beanwortete fast alles bis auf den Dealer. Danach Unterschieb ich noch schön brav irgendwelche Protokolle auf die ich keinen richtigen Einblick hatte weil ich von den Polizisten gehätzt wurde.

Zu den Fragen:

Wie soll ich mich verhalten?

Ich glaube das die Straftat fallen gelassen wird was meinen Sie ?

Kann ich diese Aussagen noch aus irgendwelchen Gründen zurücknehmen ?

Ich mache im Moment einen Führerschein. Wird die Führerscheinstelle etwas über diesen Vorfall erfahren und welche Konsequenzen würden sich daraus ergeben ?

Ich bitte darum mir jegliche Informationen zu geben die mir weiter helfen könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas W.

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Sehr geehrte(-r) Fragesteller(-in),

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Das wird etwas "knifflig". Zunächst: Sie sind ja erst 17 Jahre alt. Aus Ihrer Sachverhaltsschilderung heraus unterstelle ich, dass Sie strafrechtliche noch nicht -und auch nicht einschlägig- in Erscheinung getreten sind. Deswegen dürfte der einmalige Konsum und der eingeräumte Besitz von 0,2 g Cannabis -so Ihre Angaben- kaum zu einer strafrechtlichen Verurteilung führen. Wahrscheinlich wird Ihnen die Staatsanwaltschaft eine Einstellung des Verfahrens gegen geringe Sanktionen -zB gemeinnützige Arbeit- in Aussicht stellen. Darauf sollten Sie sich vernünftigerweise einlassen.

Ob eine Rücknahme Ihrer Aussagen sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln. Zum einen gibt es hierfür strafprozessual enge Grenzen, zum anderen sollten Sie -siehe den vorangegangenen Absatz- hier wenig zu befürchten haben.

Zu Ihrer zentralen Frage:

Die Führerscheinstelle erhält im Rahmen ihrer sog. unbeschränkten Auskunft aus dem Bundeszentralregister. Allerdings umfasst dieses nur rechtskräftige Urteile und vollziehbare Entscheidungen von Verwaltungsbehörden. Die derzeit anliegende strafrechtliche Ermittlung ist insoweit kein Gegenstand des Registers.

Eventuell haben Sie auch eine gewisse Sorge um Mitteilung aus dem Verkehrszentralregister. Aber auch dieses meldet nur -kurz gesagt- Verwaltungsentscheidungen mit straßenverkehrsrechtlichem Bezug.

Im Ergebnis meine ich deswegen, dass die von Ihnen geäusserten Sorgen unbegründet sind. Bringen Sie den Vorfall auf Grundlage der von Ihnen geäusserten Sachverhaltsumstände, wenn sich die Staatsanwaltschaft bei Ihnen meldet, aus der Welt, dem Führerscheinerwerb stehen sie nicht entgegen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung, genauso für eine weitergehende Interessenwahrnehmung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de

Nachfrage vom Fragesteller 13.04.2005 | 20:52

Vielen Dank fuer ihre schnelle Antwort. Nochmals meine Bedenken: Bei der polizeilichen Vernehmung habe ich zugegeben, über einen längeren Zeitraum Cannabis geraucht zu haben und habe Angst, das dies gegen mich verwendet wird - es handelt sich ja dann nicht mehr um einen einmaligen Konsum.

Andreas W.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.04.2005 | 20:59

Guten Abend,

um diese Aussage kommen Sie m.E. nicht mehr drumherum, siehe die Ausgangsantwort. Allerdings ist die Frage des einmaligen oder des längeren Konsums nur für das anstehende Strafverfahren von Bedeutung - siehe auch hier die Ausgangsantwort und meine Empfehlung der weiteren Vorgehensweise. Hinsichtich des avisieren Führerscheinerwerbs sehe ich keine Bedenken, Sie sollten also gegenüber der StA, wenn sie sich meldet, mit offenen Karten spielen.

Freundliche Grüsse

RA Dr.Schimpf

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