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Mit fremder Identität bei Ebay angemeldet und 5 Artikel gekauft...


15.11.2006 12:37 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Guten Tag,

Ich habe eine mir fremde Person, deren Personalien auf einer Internetseite zu finden waren, bei Ebay angemeldet und über diesen Account insgesamt 5 Artikel gekauft,von denen jedoch 2 Stück versehentlich trotz meiner Aufforderung, an meine Anschrift zu liefern, dem Fremden zugesendet wurden.
Dieser nahm Kontakt mit den Verkäufern auf und erhielt so meine Anschrift und reichte eine Anzeige ein.
Nun habe ich eine Vorladung von der Polizei bekommen, dazu Stellung zu nehmen. Vorwurf ist Betrug §263.
Die Artikel wurden bezahlt, somit kam es zu zu keinem Vermögensschaden, ausser den Portogebühren, die der "Fremde" für die Zusendung der Artikel an mich aufbrachte.
Wie soll ich mich bei dieser Vorladung verhalten, um die Strafe möglichst gering ausfallen zu lassen.
Ich beziehe lediglich Arbeitslosengeld II.
Vielen Dank für eine hilfreiche Antwort,
mfg

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben hier zusammenfassend im Rahmen einer Erstberatung unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Insoweit sie die persönlichen Daten einer fremden Person ausgespäht haben (eBay-Mitgliedsname und Passwort), und dann Artikel über diesen Namen kauften ist fraglich, ob der Vorwurf des Betruges § 263 StGB (oder Betrugsversuch) gegen sie aufrechterhalten werden kann. Auch ein Vorwurf nach §§ 263a (Computerbetrug) oder 267 StGB (Urkundenfälschung) ist zumindest denkbar - steht aber derzeit nicht im Raum.


Ich gehe davon aus, dass Sie mittlerweile alle Artikel bezahlt haben.

Die Portogebühren und eventuell weitere Aufwandsentschädigzung sollten Sie dem fremden jedenfalls erstatten; eine persönliche Entschuldigung im Vorfeld ist auch ratsam.

Der Sachverhalt dürfte im vorliegenden Fall aufgrund der Emails, die vom Auktionshaus automatisiert erstellt werden klar auf der Hand liegen - sie sollten diesen einräumen. Dabei stellt sich richtigerweise die Frage, ob und wenn ja warum eine Vermögensschädigung des Fremden bejaht werden kann. Ein

Jedenfalls sprechen in Ihrem Fall aber gute Gründe dafür, dass es an Ihrer "Absicht sich ... einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen" als subjektives Tatbestandsmerkmal fehlte, und damit eine Strafbarkeit nicht bejaht werden kann. Es muss dem Täter darauf ankommen, den Vermögensvorteil zu erlangen.

In Ihrem Fall spricht jedoch vieles dafür, das es Ihnen aus einer Motivation die hier nicht weiter nachvollziehbar ist, darauf ankam bei Verkäufern eines Internetauktionshauses anonym (jedenfalls nicht unter Ihrem eigenen Namen) einzukaufen. Im Einzelnen können die Artikel selbst oder deren Wert eine andere Wertung ergeben.

Im Vorfeld der Vorladung sollten sie den dem Fremden entstandenen Schaden voll ersetzen oder dies zumindest nachweisbar anbieten.

Die Vorladung vor der Polizei sollten Sie nutzen um Ihre Vorgehensweise einzuräumen, wobei sie erklären, dass es Ihnen hauptsächlich darauf ankam anonym einkaufen zu können.

Sofern nicht weitere Umstände hinzutreten meine ich, dass gute Chancen bestehen, dass dann das Verfahren gegen Sie eingestellt wird.

Möglicherweise haben Sie einen Anspruch auf die Beiordnung eines Rechtsanwalts/ einer Rechtsanwältin. Nährer Informationen gibt Ihnen jeder Kollege oder die Polizei/Staatsanwaltschaft.


Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung nicht eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen und gegebenfalls weiter Ermittlungen zum Sachverhalt ersetzen kann.

Gerne weise ich darauf hin, dass Sie im die Möglichkeit haben eine kostenlose Nachfrage zu stellen.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Lautenschläger
Rechtsanwalt
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