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Mit abgemeldetem Auto über eine rote Ampel gefahren und angezeigt worden

31.10.2017 17:35 |
Preis: 25,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


18:48

Zusammenfassung: Verkehrsdelikt mit abgemeldetem Fahrzeug, Rotlichtfahrt, Beleidigung und Aussage als Beschuldigter bei der Polizei.

Guten Tag,

ich habe vor ca. 2 Wochen mein Auto abgemeldet und wollte es in eine 1km entfernte Tiefgarage fahren um es dort über den Winter stehen zu lassen. Nach 500m bin ich zügig über eine meiner Meinung nach orangene Ampel gefahren und wurde von einem älteren Ehepaar angezeigt. Sie behaupteten auf der Polizeiwache, sie hätten gesehen wie ich ganz klar über Rot gefahren sei. Sie suchten in diesem Moment noch einen unabhängigen Zeugen, welcher auch das gleiche aussagen sollte. Also hat das Ehepaar und der Zeuge gegen mich ausgesagt.
Am gleichen Abend habe ich einen Anruf von der Polizeiwache bekommen und sie fragten ob ich nicht kurz vorbeikommen könnte.
Ich sagte aus, dass ich das als eine orangene Ampel empfunden habe und auf keinen Fall über Rot gefahren sei. Ich fragte auch ob ich mich bei dem Ehepaar entschuldigen könnte, denn sie behaupteten auch das ich sie aus dem Fenster heraus beleidigt hätte, was aber auf gar keinen Fall so war. Sie konnten auch nicht sagen was ich anscheinend aus dem Auto gerufen hätte. Das Problem war aber hauptsächlich das abmeldete Auto, welches ca. seit ein paar Tagen nicht mehr zugelassen war. Jetzt erhielt ich einen Anruf, in dem hieß es ich soll innerhalb der nächsten paar Tage vorbeikommen um nochmal eine schriftliche Aussage zu machen.
Meine Frage ist jetzt wie ich bei der Aussage am besten rauskomme bzw. worauf ich achten sollte um eine möglichst geringe Strafe zu bekommen.
Wenn der Polizist bis jetzt noch nichts notiert hat könnte ich ja auch theoretisch die Aussage abändern?!

Vielen Dank im Vorraus
31.10.2017 | 18:04

Antwort

von


(60)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Welche Ordnungswidrigkeiten oder Straftatbestände in Betracht kommen (und das sind einige), lässt sich ohne genaue Kenntnis des Vorwurfs und des Sachverhalts (bestand zB Versicherungsschutz?) nicht beurteilen.
Ein Fehler ist es aber ausnahmslos immer, ohne vorherige Akteneinsicht durch einen Anwalt überhaupt Angaben bei der Polizei zu machen. Auch wenn kein Protokoll gefertigt wurde, dass Sie unterzeichnet haben, müssen Sie davon ausgehen, dass der Beamte selbstverständlich einen Aktenvermerk über Ihre Angaben gemacht hat und ggf. als Zeuge aussagen wird. Mit der Frage nach der Entschuldigung haben Sie zB bzgl. der Beleidigung ja fast schon ein Geständnis abgelegt.
Wenn Sie jetzt nochmal - möglicherweise sogar anders - aussagen machen Sie die Sache nur schlimmer und reden sich endgültig um Kopf und Kragen.
Sie sollten schnellstens einen Rechtsanwalt aufsuchen, der nach Akteneinsicht retten kann, was noch zu retten ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Kinder
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Michael Kinder

Nachfrage vom Fragesteller 31.10.2017 | 18:31

Der Vorfall passierte 3 Tage nachdem ich mein Auto bei der Zulassungsstelle abgemeldet hatte.

Der Vorwurf: Mit einem nicht mehr zugelassenem Auto OHNE Versicherungsschutz über eine rote Ampel gefahren.

Durch die Abmeldung des KFZ entfällt ja auch automatisch der Versicherungsschutz.

Ich hatte eigentlich erhofft, dass sie mir sagen können mit welcher Aussage ich da am besten aus der Patsche komme, denn ich würde nur zu gern mein Führerschein behalten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.10.2017 | 18:48

Der Versicherungsschutz kann auch nach Abmeldung aufrecht erhalten werden. Es ist keineswegs zwingend, dass er mit der Abmeldung entfällt.
Sie haben bereits eingeräumt, dass Sie der Fahrer waren,also dass Sie ohne Versicherungsschutz und Zulassung unterwegs waren. die Beleidigung - zumindest müssen Sie mit einem entsprechenden Vermerk des Beamten rechnen - haben Sie durch die Frage nach der Entschuldigung quasi auch eingeräumt. Ein "war nicht so gemeint" wird Ihnen schwerlich ein Richter abkaufen.Ob man Ihnen die Rotlichtfahrt nachweisen kann, ist eher fraglich.
Was Sie jetzt noch tun können, ist keinesfalls eine weitere Aussage machen, durch einen Anwalt Akteneinsicht nehmen lassen und ihn dann - je nach Akteninhalt - eine entsprechende Verteidigung konzipieren lassen, damit Sie mit einem blauen Auge davonkommen. Nachdem Sie allerdings bereits selbst eine Aussage gemacht haben (wobei man ja nicht einmal weiss, was der Beamte diesbezüglich in den Vorgang geschrieben hat!), sind die Möglichkeiten natürlich eingeschränkt. Es gibt schlicht keine "Standardaussage", mit der man in solchen Situationen aus der Patsche kommt, da haben Sie leider unrealistische Vorstellungen vom Ablauf eines Strafverfahrens. Bei der Rotlichtfahrt und der Belidigung muss man die Beweislage an Hand der Akte prüfen, an der Fahrt ohne Zulassung und Versicherung gibt es nicht viel zu deuteln; da muss man versuchen mit Argumenten (zB realtiv kurze Fahrstrecke) die Folgen gering zu halten. Glauben Sie mir: Das kriegen Sie jetzt ohne professionelle Hilfe nicht mehr in den Griff.


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