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Mit Freundin auf Grundstück der Eltern bauen - Eigentum/Erbe

14.01.2016 08:44 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Meine Eltern besitzen ein relativ großes Grundstück, auf dem ich gerne bauen würde. Dazu könnte z.B. 1/3tel des Grundstücks abgetrennt werden.
Da ich zusammen mit meiner Freundin dort bauen möchte stellt sich die Frage, wie vorzugehen ist, damit möglichst wenig Kosten anfallen und dass meine Freundin auch Eigentümerin des Grundstücks wird, da sie sonst natürlich kein Haus mitfinanzieren möchte, dass auf "meinem" Grundstück bzw. auf dem Grundstück meiner Eltern steht.
Noch sind wir nicht verheiratet...
mfg

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Damit das Grundstück bebaut werden kann, ist dieses zunächst grundbuchrechtlich zu teilen. Anschließend müsste das Eigentum an dem als Bauplatz vorgesehenen Teil auf Sie übergehen, sofern – was rechtlich möglich wäre – nicht ein im Eigentum Ihrer Eltern stehendes Grundstück von Ihnen bebaut werden soll, was Sie offenlassen. In diesem Zusammenhang ist zu prüfen, ob der Bauplatz an Sie verkauft oder verschenkt werden soll, wobei unter dem Gesichtspunkt der Kosten eine Schenkung an Sie für Sie natürlich der günstigste Weg ist, v.a. bezüglich des Steuerfreibetrags aus § 16 Abs. 1 Ziff. 2 ErbStG im Hinblick auf die Schenkungssteuer und die Befreiung von der Grunderwerbssteuer gemäß § 3 Ziff. 2 GrEStG.

Nun soll aber Ihre Freundin Miteigentümerin werden. Auch hier stellt sich die Frage, ob dies im Wege des Verkaufs oder der Schenkung geschehen soll. Wenn Sie vorhaben, in nächster Zeit ohnehin zu heiraten, sollte dieser Schritt bei einer Schenkung zeitlich vor dem Grundstücksgeschäft liegen, um in den Genuss der bereits erwähnten Steuerbefreiungen zu kommen, welche nun einmal den Ehegatten gegenüber dem nichtehelichen Lebensgefährten erheblich privilegieren.

Wenn das Grundstück im Eigentum Ihrer Eltern bleiben soll, stellt sich die Frage, ob diese bereit sind, Ihre Freundin als Miteigentümerin zu akzeptieren, denn zu deren Absicherung ist eine Eintragung im Grundbuch notwendig. Für diesen Fall würde sich wiederum die Frage nach Schenkung oder Verkauf stellen.

Die an alle Interessen der jeweiligen Vertragsparteien angepasste Gestaltung der angesprochenen Rechtsgeschäfte muss vieles berücksichtigen, was im Rahmen dieser Plattform nicht abschließend erörtert werden kann, etwa Regelungen bei Trennung oder Tod.

Ich rate Ihnen daher, einen Rechtsanwalt vor Ort mit der umfassenden Prüfung aller Details Ihres Falles und der Vertragsgestaltung zu beauftragen. Dies deshalb, weil nur ein Rechtsanwalt interessenorientiert tätig wird.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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