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Mit Eintragungen ins Führungszeugnis trozdem ein Visum für die USA möglich???


03.12.2005 17:31 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,
ich werde nächsten Monat in einer neuen Firma als Servicetechniker anfangen. Da meine neue Firma mich nach einer Einarbeitungszeit von drei Monaten für zwei Jahre nach Amerika entsenden möchte muß ich jetzt die kommenden Tage ein Visum ausfüllen und nach einem vereinbarten Termin in der US-Botschaft in Bonn vortreten. Meine Frage: Ich habe vor 2.5 Jahren (01.06.2003) einen schweren Verkehrsunfall verursacht mit einem Alkoholwert von 0.6 Promille im Blut. (Fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit fahrl. Körperverletzung in zwei rechtlich zusammentreffenden Fällen) 90 Tagessätze je 15.- €
Ein halbes Jahr später (29.11.2003) versuchte ich mit einer gefundenen Kreditkarte etwas zu erwerben. Ich war damals bei einem Anwalt und strebte eine Gerichtsverhandlung an, um einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. (Unterschlagung in Tatmehrheit mit verusuchtem Computerbetrug)
30 Tagesätze je 30.- €
Ich bekam in den letzten Tagen mein Führungszeugnis und war schockiert, da ich feststellen mußte das doch beide Straftaten notiert wurden.
Habe ich den eine Chance in der US Botschaft trotz der beiden Vorstrafen ein Visum zubekommen????
Nach der Aussage meines Anwaltes haben wir durch die Gerichtsverhandlung einen Eintrag ins grüne Blatt verhindern können?????
Will natürlich auch meine Jugendsünden nicht unbedingt meinem neuen Arbeitgeber beichten.

Mit freundlichen Grüßen
Florian

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Sehr geehrter Ratsuchender,


zunächst muss darauf hingewiesen werden (auch wenn es noch so "abgedroschen" klingt), dass die Visum-Erteilung jeweils vom Ermessen der amerikanischen Behörden abhängt, Sie letztendlich keinen Einfluss auf die Entscheidung an sich haben können.

Was versucht werden sollte, ist, diese Entscheidung positiv zu beeinflussen, wobei allerdings jede Antwort nur eine Prognose darstellen kann, da ein sicheres Ergebnis bei der Visum-Vergabe ehrlicherweise nie vorhergesagt werden kann.


Im Visumsantrag ist anzugeben, ob Sie schon einmal verurteilt worden sind, wobei die Erteilung des Visums aber auch dann nicht von vornherein ausgeschlossen ist. Ein Schweigen nützt dabei aber nichts, da nach § 57 BZRG (alle Vorschriften sind über unsere homepage nachzulesen) auch die Botschaft der USA Auskunft auf Anfrage bekommen wird.

Verschweigen Sie also etwas und -wovon auszugehen ist- die Daten werden dann doch bekannt, werden Sie die Einreise auf jeden Fall vergessen können.


Es wird dann vielmehr so sein, dass Sie zu einem persönlichen Gespräch in das Konsulat gebeten werden, was schon einmal das Überspringen der ersten Hürde darstellen würde.

In diesem Gespräch sollte nun deutlich gemacht werden, dass es sich

a) "nur" um eine Geldstrafe gehandelt hat,
b) die Angelegenheiten schon länger zurückliegen,
c) es mehr leichtere Vergehen dargestellt haben
d) keine Wiederholungsgefahr besteht.

Hierzu sollten Sie aussagefähige Unterlagen präsentieren können, die Sie aber bitte erst vorlegen, wenn Sie dazu aufgefordert werden.


Weiter sollten Sie darauf hinweisen, sofern das möglich ist, auch belegen, dass Sie aus diesen Fehlern gelernt haben und dazu Ihren Arbeitsvertrag auch mitbringen, um deutlich machen zu können, dass Sie finanziell abgesichert sind und die Taten nicht im Zusammenhang mit Tätigkeit und Aufenthalt in den USA zu sehen sind.

Die Aussage Ihres Anwaltes haben Sie bereits mit fünf Fragezeichen versehen; denn so genau ist nicht klar, was der Kollege damit meint - fragen Sie bitte nach.

Die Chancen sind also zwar nicht gut, hier ist es aber durchaus möglich, ein Visum zu bekommen.

Ich wünsche Ihnen viel Glück.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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