Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mit Amphetamin und Cannabis von Polizei erwischt.

24.03.2018 18:32 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Pleßl, Dipl.-Jur.


Hallo.

Vor ca. 3 Tagen haben zwei Polizisten bei mir ca. 4g Amphetamingemisch und 4g Marihuana sichergestellt.

Meine Fragen:

1. Führt dies automatisch zu einem Termin vor Gericht?
2. Ich mache meine Ausbildung in der Gesundheits-und Krankenpflege. Muss ich mir um diese Sorgen machen?
3. Nehmen wir an ich mache keine Aussage vor der Polizei, kann der Staatsanwalt auch so eine Strafe festlegen?
4. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Anklage fallen gelassen wird?
5. Ab welchem Zeitpunkt sollte ich einen Anwalt einschalten?
6. Ich würde gerne auch Geld zahlen, damit die Klage fallen gelassen wird, wann muss ich dies äußern?


Ich bin 20 Jahre alt, wohne in Niedersachsen und bin Polizei unbekannt.

Ich bin momentan ziemlich verzweifelt und würde mich über eine Antwort sehr freuen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen beantworte ich gern wie folgt:

1. Nein.
2. Kommt drauf an.
3. Nein, aber das Gericht.
4. Es gibt noch keine Anklage.
5. Jetzt.
6. Das sollten Sie Ihrer Verteidigung überlassen.

Im Einzelnen:
zu 1: Zu einer Hauptverhandlung muss es nicht kommen. Denkbar ist auch ein Strafbefehl oder die Einstellung gegen eine Geldauflage. Da Sie erst 20 sind, kommt die Anwendung von Jugendstrafrecht in Betracht (Heranwachsender). Möglicherweise kommt es schon allein aus erzieherischen Gründen zu einer Hauptverhandlung. Es ist noch zu früh für eine Prognose.
zu 2: Falls Sie zum Examen ein Führungszeugnis vorlegen müssen, könnte es Probleme geben, wenn Sie wegen eines BTM-Delikts vorbestraft sind. Gleiches gilt auch für Bewerbungen nach Ihrem Abschluss oder eine Weiterbildung zur Fachpflegekraft für Intensivpflege und Anästhesie. Die Sache sollte schon deswegen möglichst glimpflich für Sie ausgehen.
zu 3: Der Staatsanwalt nicht, aber der Richter. Tatsächlich müssen Sie vor der Polizei keine Aussage machen und ich rate auch dringend davon ab. Verurteilt werden können Sie trotzdem.
zu 4: Sie meinen vermutlich, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Ermittlungen gegen Sie eingestellt werden. Das kann ohne Akteneinsicht nicht seriös eingeschätzt werden (Eigenkonsum, Wirkstoffkonzentration etc.). Bei den sichergestellten Mengen ist es nicht unrealistisch (Ersttäter, Alter), aber ich würde vorläufig nicht davon ausgehen.
zu 5: Sie sollten sofort einen Verteidiger beauftragen, damit Akteneinsicht genommen und die Verteidigungstaktik besprochen werden kann. Gern übernehme ich Ihr Mandat. Meine Kontaktdaten finden Sie hier im Profil.
zu 6: Sie meinen eine Einstellung gegen Geldauflage. Das ist grundsätzlich schon möglich im Ermittlungsverfahren, aber auch noch im Hauptverhandlungstermin. Unverteidigt würde ich das nicht äußern, siehe Punkte 3 und 5.

Vezweifelt müssen Sie bei dem Tatvorwurf nicht sein, aber Sie sollten anwaltlichen Beistand haben.

Freundliche Grüße
Stefan Pleßl, RA

Nachfrage vom Fragesteller 24.03.2018 | 21:45

Zu Frage 2: Ich habe gelesen, dass ein ein Eintrag ins Führungszeugnis erst dann erfolgt, wenn es zu einer Geldstrafe von über 90 Tagessaetze kommt. Dies ist doch sehr unwahrscheinlich, oder?

Nachfrage vom Fragesteller 24.03.2018 | 21:45

Zu Frage 2: Ich habe gelesen, dass ein ein Eintrag ins Führungszeugnis erst dann erfolgt, wenn es zu einer Geldstrafe von über 90 Tagessaetze kommt. Dies ist doch sehr unwahrscheinlich, oder?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.03.2018 | 22:08

Sehr geehrter Fragesteller,

bei Bestimmung zum Eigenkonsum ist es sehr unwahrscheinlich.

Kommt auf die genauen Tatumstände an- daher: Akteneinsicht.

Freundliche Grüße
Stefan Pleßl, RA

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68779 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank, endlich habe ich Klarheit. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank :-) ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt hat die Frage schnell und korrekt beantwortet. ...
FRAGESTELLER