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Minijob


30.06.2007 16:49 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

z.Z.bin ich ohne Einkommen.(Kündigung von meiner Seite aus erfolgte zum 31.Mai) Arbeitslos bzw.arbeitssuchend bin ich nicht gemeldet.Bis ich weiß,was ich in naher Zukunft beruflich machen werde,möchte ich jedoch einer Beschäftigung nachgehen.Ich habe an einen Minijob gedacht,16 Std/Woche,400,00EUR/Monat.Muß ich Abgaben leisten und ist dieser Verdienst zu versteuern?
Wenn ich diesen Job für ca.2 Monate ausübe,greift dann dieser Verdienst auf das eventuell später zu berechnende Arbeitslosengeld?Wäre eine andere Form von Beschäftigung vielleicht idealer in meinem Fall?
Vielen Dank für die Beantwortung
30.06.2007 | 17:59

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Frage möchte ich Ihnen auf Grundlage Ihrer Informationen wie folgt summarisch beantworten:


1. Die so genannten Mini-Jobs sind geringfügige Beschäftigungen, bei denen die Grenze des Bruttoverdienstes 400 € beträgt. Arbeitet ein Arbeitnehmer innerhalb eines Jahres nicht mehr als 50 Arbeitstage bzw. zwei Monate, handelt es sich um eine kurzfristige Beschäftigung und damit ebenfalls um einen Mini-Job (§ 8 Abs. 1 SGB IV).

2. Seit dem 01.04.2003 sind Mini-Jobs nicht mehr steuerfrei. Es besteht aber die Möglichkeit der pauschalen Versteuerung. Wenn der Arbeitgeber die pauschalen Beiträge zur Sozialversicherung und 2 % einheitliche Pauschsteuer abführt, sind vom Arbeitnehmer keine Steuerabzugsbeträge für eine als Nebentätigkeit ausgeübte geringfügige Beschäftigung zu entrichten. Der Arbeitslohn aus der geringfügigen Beschäftigung wird in diesen Fällen nicht in die Einkommensteuerveranlagung einbezogen.

3. Wenn Sie sich arbeitslos melden und den Mini-Job zuvor ca. 2 Monate ausgeübt haben, findet in der Regel keine Anrechnung auf Ihr Arbeitslosengeld statt. Etwas anderes würde nur dann gelten, wenn Sie in den letzten 18 Monten vor Entstehung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld – also nach Ablauf der Sperrzeit bspw. wg. Eigen-Kündigung – neben einem „normalen“ Arbeitsverhältnis eine geringfügige Beschäftigung mindestens 12 Monate lang ausgeübt haben. Das Arbeitsentgelt bleibt allerdings auch dann bis zu dem Betrag anrechnungsfrei, der in den letzten 12 Monaten vor der Entstehung des Anspruchs aus einer geringfügigen Beschäftigung durchschnittlich auf den Monat entfällt (§ 141 Abs. 2 SGB III).

4. Wenn Sie während Ihrer Arbeitslosigkeit eine weniger als 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigung ausüben, wird das Arbeitsentgelt aus der Beschäftigung nach Abzug der Steuern, der Sozialversicherungsbeiträge und der Werbungskosten sowie eines Freibetrages in Höhe von 165 € auf das Arbeitslosengeld für den Kalendermonat, in dem die Beschäftigung ausgeübt wird, angerechnet. Erreicht oder überschreitet die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit 15 Stunden, besteht wegen fehlender Arbeitslosigkeit kein Anspruch auf Arbeitslosengeld mehr (§ 141 Abs. 1 SGB III). Darauf sollten Sie unbedingt achten, wenn Sie sich für einen Mini-Job entscheiden, der auf mindestens 16 Stunden/Woche angelegt ist.

5. Ob eine andere Beschäftigung „idealer“ für Sie wäre, mag ich nicht zu beurteilen. Letztlich kommt es ganz auf Ihre persönliche und finanzielle Lebensplanung an.


Ich hoffe, Ihnen durch die Beantwortung der Fragen einen hilfreichen Überblick verschafft zu haben.


Mit besten Grüßen

B. Alexander Koll
- Rechtsanwalt -

E-Mail: info@kanzlei24net.de
http://www.kanzlei24net.de


Rechtsanwalt B. Alexander Koll

Nachfrage vom Fragesteller 04.08.2007 | 15:38

Sehr geehrter Herr B. Alexander Koll,


meine Nachfrage bezieht sich auf den Urlaubsanspruch bei einem 400,00 EUR Job.(16 Stunden/Woche)
Meine Kollegen arbeiten 30 Stunden/Woche und haben einen Urlaubsanspruch von 26 Tagen/Jahr
Wie hoch ist mein Urlaubsanspruch:
a)pro Jahr?
b)pro Monat?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.08.2007 | 19:07

Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich berechnet sich der Urlaubsanspruch eines Teilzeiters aus dem Gesamturlaubsanspruch pro Jahr, geteilt durch die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit mal die Zahl Ihrer Arbeitstage pro Woche.

Nach Ihren Informationen ergibt sich dabei in Ihrem Fall Folgendes: 26 geteilt durch 5 mal 2 = 10 Urlaubstage pro Jahr.

Der monatliche Anspruch ergibt sich entsprechend daraus.

Mit besten Grüßen

B. Alexander Koll
- Rechtsanwalt -

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