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Minderung des Rechnungsbetrags einer Hochzeitsfeier

03.11.2009 13:11 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Frage bzgl. einer Minderung einer Restaurantrechnung.
Und zwar geht es um die Rechnung unserer Hochzeitsfeier.
Wir haben einen Raum gemietet, welcher von dem ansässigen Restaurant bewirtet wird.
Folgende Vereinbarungen wurden im Voraus getroffen:

Hochzeit am 19.09.2009 im Karl Saal
mit 90 Erwachsenen und 12 Kindern:

Der Karl Saal wird am Vortag vom Team des Hirschbachkellers in E-Form eingedeckt:
Weiße Tischdecken und Servietten, Besteck, Gläser und Geschirr.

Für die Dekoration ist der Saalmieter zuständig. Diese kann am Vortag ab 18Uhr angebracht werden.

15.00 Uhr
Eintreffen der Gäste
- Sektempfang im Foyer

16.00 Uhr
- Kaffee- und Kuchenbuffet im Karl Saal

19.00 Uhr
- Abendessen (Buffetform) im Karl Saal

Suppe
- Hochzeitssuppe mit reichlicher Einlage in der Terrine am Tisch serviert

Salat
- Gartenfrische Salate der Saison

Hauptspeisen (3 verschiedene)

Dessert (3 verschiedene)

Mitternachtssnack
- Cracker mit Frischkäse

Preis für Erwachsene: 59,00 Euro
Preis für Kinder: bis 3 Jahre kostenlos und ab dem 4. Lebensjahr 2,50 Euro pro Lebensjahr.
Der Preis versteht sich inkl. alkoholfreie Getränke (kalt und warm), Biere, Hauswein (weiß, rot und rosé) und Sektempfang
zzgl. Spirituosen (ein Kräuterschnaps nach dem Essen auf Anfrage ist im Preis inklusive) und Saalmiete

Eine Anzahlung in Höhe von 30% des Menüpreises überwiesen
Der Restbetrag wird am Folgetag der Veranstaltung vor Ort in Bar beglichen.

Die Realität sah leider etwas anders aus.
Es begann schon mit unserem Probeessen. Der Wirt bat uns 3 Tage vorher Bescheid zu geben, damit er alle Zutaten besorgen kann. Dies haben wir auch getan.
Jedoch bekamen wir am Tag des Probeessens nicht alle von uns ausgewählten Gerichte. Uns wurde vom Wirt mitgeteilt, dass er die Zutaten zwar da hat, aber diese für das Mitarbeiteressen am anderen Tag bestimmt wären.
Zudem durften wir für das „falsche“ Essen auch noch 120 Euro für 4 Personen bezahlen.

Dann zum Tag der Hochzeit:
Mein Vater traf schon einige Zeit früher beim Restaurant ein, da seine Lebensgefährtin und zum Sektempfang ein Ständchen auf der Geige gespielt hat und sie sich dafür noch kurz vorbereiten musste. Sie hatte Durst und bestellte bei der Chefin eine Cola. Welche dann von meinem Vater bezahlt werden musste. Obwohl die Getränke der Hochzeitsgesellschaft im Preis inklusive waren.
Die ganze Hochzeitsgesellschaft kam dann um ca. 14.45 Uhr am Restaurant an. Jedoch mussten wir länger als 15 Minuten auf den Sektempfang warten.
Weiter ging es mit Kaffee und Kuchen. Nach ca. 75-80 Gästen waren keine Kuchenteller mehr vorhanden. Es musste einige Zeit auf Teller gewartet werden. Wobei es sich bei den nachträglich gebrachten Teller um Suppenteller (oder etwas in der Art) handelte.
Um 19 Uhr begann das Abendessen mit der Hochzeitssuppe mit „reichlicher Einlage“. Diese war leider nicht vorhanden. Einige Gäste bekamen keine Suppe und andere nur klare Brühe. Der Wirt behauptet nun jedoch, es wäre sogar Suppe mit Einlage zurückgekommen. Was wiederum kein Wunder ist, wenn der Nachschub eine halbe bis eine Stunde später kommt.
Mit dem Salat und den Hauptspeisen ging es genau so weiter. Es war unserer Meinung nach nicht ausreichend. Es haben definitiv nicht alle Gäste von jedem Gang etwas bekommen. Und das obwohl statt den 90 Erwachsenen nur 84 zum Abendessen anwesend waren.
Und wie gesagt, wenn der Nachschub erst eine halbe Stunde bis eine Stunde später kommt, ist das nicht in Ordnung.
Außerdem war zu beanstanden, dass für 100 Personen nur 2 Bedienungen eingesetzt wurden. Das war definitiv zu wenig. Zumal es den Eindruck hinterließ, dass mit dieser Maßnahme versucht wurde, aufgrund des All-inclusive-Preises zu sparen.
2 Bedienungen waren definitiv zu wenig, da die Hochzeitsgäste selbst zur Theke gehen mussten um etwas zu Trinken zu bekommen.
Des Weiteren wurde verweigert ganze Weinflaschen herauszugeben, obwohl uns zuerst angeboten wurde, die Weinflaschen auf den Tischen zu platzieren.

Der größte Alptraum eines Brautpaares wurde an diesem Tag war.

Nun würde uns interessieren, in welcher Höhe eine Minderung des Rechnungsbetrages angemessen ist.
Wäre toll, wenn Sie uns weiterhelfen könnten.
Viele Grüße
03.11.2009 | 14:04

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,


für den "verspäteten Sektempfang" werden Sie keinerlei Rechte ableiten können, da dieser nach Ihrer Sachverhaltsschilderung gegen 15:00 Uhr begonnen hatte, also zum vereinbarten Termin. Dass die Gesellschaft selbst schon um 14:45 Uhr eingetroffen ist und dann ca. 15 min warten musste, ist demnach hinnehmbar.


Nicht hinnehmbar ist der weitere Verlauf des Essens.

Sollte nachgewiesen werden können, dass einige Gäste nichts zu essen bekommen haben, wäre für diese ein Abzug vorzunehmen. Dieses gilt auch für die nachzuweisende Tatsache, dass nicht ausreichend Geschirr vorhanden gewesen ist. Ebenso ist nicht hinnehmbar, dass einige Gäste nur klare Brühe bekommen haben, da es sich insoweit um eine Abweichung der vertraglichen Vereinbarung handelt.

Bezüglich die fehlenden Servicekräfte und die dadurch entstandenen Verzögerung bzw. "Selbstversorgung" ist ein Mangel, der nicht hinnehmbar ist.

Insgesamt wird dann nach Ihrer Sachverhaltsschilderung hier wohl eine Minderung von 20% angemessen sein, da auch zu beachten gilt, dass dadurch eben die Hochzeitsfeier insgesamt getrübt worden ist. Allerdings wird es dabei auf die konkreten Beeinträchtigungen auch der einzelnen Gäste ankommen, was im Streitfall von Ihnen nachzuwiesen wäre.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle.


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