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Minderung der Großen Witwenrente als Gesellschafter und GF einer GmbH

| 07.02.2018 12:29 |
Preis: 30,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Ich bin 50 Jahre alt und beziehe die große Hinterbliebenenrente. Gleichzeitig bin ich 100%iger Gesellschafter und GF einer GmbH.
Inwieweit werden die Gewinne der GmbH (ohne Ausschüttung) auf meine Hinterbliebenenrente angerechnet?

Gelten die Gewinne also als Arbeitseinkommen, wenn ich gleichzeitig GF bin?
Wenn ja, wie würden sich die Gewinne auswirken, wenn ich mich auf 400 Euro Basis anstelle? (die 400 Euro würden dann natürlich angerechnet werden abzgl. Freibetrag)

Danke und beste Grüße

Sehr geehrter Ratsuchender,

auf die Hinterbliebenenrente ist der steuerrechtliche Gewinn anzurechnen. Nach Abzug des Freibetrages wird der noch verbleibende Betrag zu 40 Prozent angerechnet.

Die Gewinne sind nicht gleich Arbeitseinkommen, wenn dieses nicht ausdrücklich vereinbart worden ist. Arbeitseinkommen liegt dann vor, wenn Sie ein Anstellungsverhältnis eingehen und ein monatliches Arbeitseinkommen beziehen.

Leider bleibt aber auch in diesem Fall der Gewinn, der Ihnen ungeachtet dessen immer noch zuzurechnen ist. Dabei ist natürlich die genaue Höhe zu ermitteln und die steuerrechtliche Zuordnung. Letztlich wird aber auch der verbleibende Gewinn Ihrem Einkommen zuzurechnen sein.



MIt freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 07.02.2018 | 14:09

Liebe Sylvia True-Bohle,

Ihre Kollegin Daniela Désirée Fritsch beantwortete die Frage:
"Minderung der Rente/Witwenrente bei Beteiligung als Gesellschafter einer GmbH" wie folgt:

"... die Regelungen zur Anrechnung nach § 34 SGB VI (gilt) nur für Einkünfte aus Angestelltenverhältnissen und selbständige Tätigkeiten sowie vergleichbare regelmäßige Einkommen gehören. Eine Untrnehmensbeteiligung gehört nicht hierzu, löst also auch keine Rentenkürzung (in diesem Fall Hinterbliebenenrente wie bei mir) bei Ihnen aus."

Sind sie auch dieser Auffassung?
Warum wird der Gewinn der GmbH (nicht ausgeschüttet) dann bei mir angerechnet und als welche Einkommensart?

Können Sie mir bitte die §§ nennen, auf die sich ihre Antwort bezieht.

Danke und beste Grüße !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.02.2018 | 14:30

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich hatte den Hinweis (ohne Ausschüttung) anders interpretiert.

Eine reine Beteiligung wirkt sich selbstverständlich nach der genannten Vorschrift nicht aus; aber Sie sind als Gesellschafter für die GmbH tätig. Sie sind 100%iger Gesellschaft, so dass man hier auch der Auffassung sein kann, dass es sich nicht nur um eine reine Beteilgung handelt. Insgesamt wird es dann auf die Gesamtumstände ankommen.

Ihr Fall ist von der genannten Frage auch dewegen zu unterscheiden, weil in der genannten Frage eine Unternehmensbeteilung ausdrücklich erwähnt wurde. Die Kollegin hat dann aber auch ausgeführt, dass im Falle von Tätigkeiten von einer selbständigen Tätigkeit ausgegangen werden kann, so dass eine Anrechnung durchaus in Betracht kommen kann.

Genau so schätze ich Ihre Tätigkeit ein; Sie sind 100%iger Gesellschafter und Geschäftsführer; Sie sind für die GmbH tätig. Aus diesem Grund halte ich die reine Beteiligung für sehr vage.

Eine solche Beteiligung wird man, vorbehaltlich der Prüfung der genauen Umstände, aber eher annehmen können, wenn Sie als Geschäftsführer ein Gehalt beziehen. Dann können Sie Ihr Einkommen darlegen und von der reinen Beteilgung abgrenzen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Ergänzung vom Anwalt 09.02.2018 | 16:17


Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben eine erste Einschätzung erhalten. In der Nachfrage habe ich Sie zudem auf den weiteren Inhalt der FRage der Kollegin verwiesen; offenbar hatten Sie die Antwort nicht zu Ende gelesen.

Offenbar hatten Sie wohl auch ein anderes Ergebnis erwartet. Meine Aufgabe ist es aber nicht, die Antwort auf Ihre Erwartungen auszurichten.


Ich meine nicht, dass Sie sich ein Urteil über Verantwortung und Seriosität erlauben konnen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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Bewertung des Fragestellers 09.02.2018 | 01:10

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"Die Frage wurde mit "ja" beantwortet ohne Begründung und auf die Nachfrage kam dann ein "ja, wahrscheinlich" mit einer Begründung, die mir das Gefühl gibt da weiß jemand nicht wovon er spricht.
Da es um existenzielle Fragen geht, finde ich den Service verantwortungslos bis unseriös."
Stellungnahme vom Anwalt:
Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben eine erste Einschätzung erhalten. In der Nachfrage habe ich Sie zudem auf den weiteren Inhalt der FRage der Kollegin verwiesen; offenbar hatten Sie die Antwort nicht zu Ende gelesen.

Offenbar hatten Sie wohl auch ein anderes Ergebnis erwartet. Meine Aufgabe ist es aber nicht, die Antwort auf Ihre Erwartungen auszurichten.


Ich meine nicht, dass Sie sich ein Urteil über Verantwortung und Seriosität erlauben konnen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle