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Minderjähriger bei Lebensprognose angemeldet...


24.05.2007 15:02 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht



Mein 13jähriger Sohn hat sich ohne mein Wissen und ohne mein Einverständnis bei Lebensprognose angemeldet. Er hat dabei sein Geburtsdatum gefälscht, so das er 18 war. Er bekam e-mails mit der Bitte um Zahlung des offenen Betrags, welche er mir aber verheimlicht hat. Nach einigen Wochen flatterte dann eine Mahnung ins Haus, wo ich dann erstmalig darauf aufmerksam wurde. Ich reagierte sofort und schickte eine Kopie der Geburtsurkunde und einen Brief in dem ich erklärte das mein Sohn erst 13 Jahre alt sei. Für mich war damit die Sache erledigt. Nun kommen ständig Mahnungen, die letzte mit der Drohung, das jetzt ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und die ganze Sache dem Staatsanwalt übergeben wird (da mein Sohn mit Absicht betrogen hat und sich dadurch strafbar gemacht hat). Nun meine Frage, muss ich tatsächlich den Betrag von 62,50€ zahlen? Hafte ich für meinen Sohn? Über eine schnelle Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar...

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

I. Ihr Sohn kann sich nicht strafbar gemacht haben, da er zur „Tatzeit“ erst 13 Jahre alt gewesen ist. Strafmündig ist man jedoch erst ab Vollendung des 14. Lebensjahrs.

II. Davon zu unterscheiden ist die zivilrechtliche Lage.
Ein vertraglicher Anspruch gegen Ihren Sohn besteht nicht, da er durch die „Absolvierung“ des Tests wegen der damit einhergehenden Zahlungsverpflichtung nicht nur einen rechtlichen Vorteil erlangt hat.
Allerdings kann er sich schadensersatzpflichtig gemacht haben, indem er ein falsches Alter eingegeben hat. Dem Grunde nach wäre hier ein Schadensersatzanspruch nicht undenkbar; allerdings meine ich, dass in keinem Fall eine Zahlungspflicht besteht, da ihr Sohn bei Absolvieren des „Tests“ über die Entgeltpflichtigkeit getäuscht wurde. Denn man kann sich ohne Weiteres auf den Standpunkt stellen, dass hier die Zahlungsverpflichtung nicht klar erkennbar gewesen ist.

III. Deshalb sollten Sie die Zahlung verweigern und namens Ihres Sohnes den „Widerruf“ des Vertragsschlusses erklären sowie den Vertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten.
Erfahrungsgemäß sind die „Bemühungen“ der Gegenseite als „hartnäckig“ zu bezeichnen. Sollten Sie daher weiterhin Zahlungsaufforderungen erhalten, dann rate ich Ihnen, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
In keinem Fall sollten Sie einen etwaigen Mahn- oder Vollstreckungsbescheid einfach nur „ignorieren“. Hier ist die Einlegung eines Rechtsbehelfs zwingend notwendig!

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt
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