Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
505.147
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Minderjähriger Sohn hat kostenpflichtigen Zugang ab 18 auf Flirtportal angemeldet.

| 08.05.2013 20:27 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Zusammenfassung: Eingehung eines Rechtsgeschäfts durch einen Minderjährigen

Sehr geehrte Damen und Herren.
Der Fall meines Sohnes ist bestimmt auch mal schon jemand anderem passiert, so das ich denke das dieser Fall bekannt vorkommt.
Am 08.02.2012 hat mein Sohn auf dem Portal www.flirtcafe.de sich für eine kostenpflichtige Mitgliedschaft angemeldet. Diese ist lt. AGB des Flirtportals nur für volljährige Nutzer (ab 18 Jahre) vorgesehen. Er musste dazu sein Geburtsdatum eingeben (06.04.1994), war zu diesem Zeitpunkt also noch 17 Jahre alt. Die abschließenden Frage auf Volljährigkeit hat er aber positiv beantwortet. Die Kosten des ½-jahres Abos betragen 57,- Euro, die von seinem Konto mangels Deckung nicht abgebucht werden konnte. Am 28.04.2012 kam eine "letzte außergerichtliche Mahnung" von diesem Unternehmen, nachdem vorher einige Mahnungen per Email gekommen sind. Ich habe darauf hin ein Einschreiben erstellt in dem ich darauf hinwies das kein Rechtsgeschäft durch die Minderjährigkeit meines Sohnes zustande gekommen ist und sie bitte Ihren Anspruch doch vergessen sollten. Weiterhin entzog ich die Einzugsermächtigung für das Konto meines Sohnes. Ich habe den Vertrag aber nicht in dem Brief gekündigt, da nach meinem Verständnis kein Vertrag zustande gekommen war. Es folgten daraufhin noch ein Abbuchungsversuch vom Konto meines Sohnes, was ich durch Widerspruch bei unserer Hausbank rückgängig gemacht habe. Ich schrieb daraufhin noch einen Brief an das Unternehmen, die permanenten Mahnungen zu unterlassen da dieses schon an Nötigung grenzt. Auch würde ich Strafanzeige wegen Betrugs stellen falls noch einmal eine Lastschrift trotz entzogener Einzugsermächtigung erfolgen sollte. Daraufhin erfolgten noch ein paar Mahnungen per email. Am 02.10.2012 habe ich schließlich per email die Unterlassung gefordert und mit rechtlichen Schritten gedroht falls die Daten meines Sohnes an ein Inkassounternehmen zwecks Eintreibung der Beträge erfolgen sollte. Nach dieser Nachricht habe ich von diesem Unternehmen nichts mehr gehört, bis mein Sohn am 29.04.2013 Post von einem Inkassounternehmen bekommen hat mit der Aufforderung die Kosten für den bestehenden Vertrag mit der Flirtcafe Online GmbH zu zahlen.
Mein Frage ist nun: Befinde ich mich evtl. doch im Unrecht und sollte die Sache durch Zahlung abschließen oder lohnt es sich rechtliche Schritte einzuleiten? Ich hatte mich damals auch per Telefon an die Verbraucherzentrale gewandt, die mich in meiner Meinung bestärkte. Meine Auffassung ist eigentlich solche „Abo-Gangster" nicht mit solchen touren durchkommen zu lassen, ich denke das die meisten Leute bezahlen würden auch wenn sie sich im Recht befinden.
Mit freundlichen Grüssen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:


Sie haben alles richtig gemacht. Die Forderung ist unbegründet.

Der Minderjährige bedarf nach § 107 BGB zu einer Willenserklärung, durch die er nicht lediglich einen rechtlichen Vorteil erlangt, der Einwilligung seines gesetzlichen Vertreters.

Rechtlich nachteilig und damit einwilligungsbedürftig sind alle gegenseitig verpflichtenden Verträge, so dass der Vertrag mit Ihrem Sohn schwebend unwirksam gewesen ist.

Eine Genehmigung des Rechtsgeschäfts ist durch Sie nach Ihrem Sachvortrag nicht erfolgt.

Zahlen Sie daher unter keinen Umständen den geforderten Betrag.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse.




Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

Rechtsanwaltskanzlei K. Roth
info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de
http://www.kanzlei-roth.de/kontakt.php
Tel. 040/317 97 380
Fax: 040/31 27 84
Johannisbollwerk 20
20459 Hamburg

Nachfrage vom Fragesteller 08.05.2013 | 21:55

Sehr geehrter Herr Roth.
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Das mit dem "schwebend unwirksamen Vertrag" habe ich auch schon in meinem schriftlichen Widerspruch erwähnt, leider erwies sich der Gegenpart als sehr renitent.
Was empfehlen Sie: Soll ich den Schriftverkehr mit dem Inkassobüro aufnehmen und die Sache hochkochen lassen bis zum Mahnbescheid dem ich dann widersprechen werde (Nachweispflicht Antragssteller) oder ist es Ratsam sofort anwaltliche Hilfe zu suchen?
Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.05.2013 | 22:02

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Wenn Sie die Ungewissheit als persönliche Belastung empfinden, empfehle ich Ihnen sich durch einen Kollegen vertreten zu lassen, der gegenüber dem Inkassobüro die Forderung zurückweist.

Anderenfalls können Sie die Sache auf sich beruhen und erst dann tätig werden, wenn Ihnen ein Mahnbescheid zugestellt wird.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -
Rechtsanwaltskanzlei K. Roth
info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de
http://www.kanzlei-roth.de/kontakt.php
Tel. 040/317 97 380
Fax: 040/31 27 84
Johannisbollwerk 20
20459 Hamburg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.05.2013 | 22:02

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Wenn Sie die Ungewissheit als persönliche Belastung empfinden, empfehle ich Ihnen sich durch einen Kollegen vertreten zu lassen, der gegenüber dem Inkassobüro die Forderung zurückweist.

Anderenfalls können Sie die Sache auf sich beruhen und erst dann tätig werden, wenn Ihnen ein Mahnbescheid zugestellt wird.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -
Rechtsanwaltskanzlei K. Roth
info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de
http://www.kanzlei-roth.de/kontakt.php
Tel. 040/317 97 380
Fax: 040/31 27 84
Johannisbollwerk 20
20459 Hamburg

Bewertung des Fragestellers 08.05.2013 | 22:06

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Schnelle und kompetente Hilfe"
Stellungnahme vom Anwalt:
Vielen Dank für Ihr positives Feeback !
FRAGESTELLER 08.05.2013 4,8/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 65414 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Die Antwort war sehr schnell, im großen und ganzen, bis auf paar Fremdwörter, deren Bedeutung man aber schnell im Duden recherchieren konnte, ausführlich, der Sinn der Fragestellung wurde erkannt und wenn man den vereinbarten ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle Rückmeldung, angemessene Erklärung, sehr freundlicher Ton, Sachverhalt konnte mit der Agentur für Arbeit daraufhin geklärt werden, herzlichen Dank, sehr empfehlenswerter Anwalt ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Top Beratung! Viel Dank! ...
FRAGESTELLER