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Mietzinszahlung und Auszug ohne Mietvertrag!


07.06.2005 14:33 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Mietzinszahlung und Auszug ohne Mietvertrag!

Ich bin ca. am 15. März 2005 in eine 2-Zimmerwohnung in Berlin gezogen, die ich unter der Vorraussetzung 3 Monate Mietfrei zu erhalten, wenn ich Sie selber komplett renoviere (Fliesen, Malern, usw.) genommen habe.

Die Vermieterin, erzählte dann auf einmal plötzlich etwas von nur noch einem Monat Mietfrei. Dann mal wieder etwas von 2 Monaten!

Da ich beruflich und privat stark eingebunden war, kam es nicht zu einem schriftlichen Mietvertrag.

Aufgrund der ständigen Meinungsänderungen und der Tatsache, daß ich doch nicht zeitlich die Möglichkeit hatte, die Wohnung zu renovieren, zog ich zum 20. Mai bereits wieder aus der Wohnung aus. Dies war der Vermieterin auch bekannt.

Nun streitet Sie es ab, gewusst haben zu wollen, daß ich ausziehen möchte und verlangt von mir die Miete für die beiden Monate!

Meine Fragen daher:

Ist Sie im Recht, die Miete, die lt. mündlicher Absprache 265,- Euro beträgt auch ohne Mietvertrag einzufordern? Was amche ich wenn Sie nun auf einmal behauptet, es wären 400 Euro Miete fällig (als Beispiel!)?.

Ich habe ja nie Miete gezahlt, gilt dann auch dieser "mündliche Mietvertrag" als zustande gekommen?

Muss ich Kündigungsfristen einhalten? Also kann es mir passieren, das ich nun 3 Monate zahlen muss? Sie hat seit 30.05. alle Schlüssel zu der Wohnung wieder! (per Einschreiben!)

Mit der freundlichen Bitte um Antwort!

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Auch mündliche Mietverträge sind wirksam und einzuhalten. Sofern Sie sich also mündlich auf eine Miete von € 265,00 geeinigt haben, kann die Vermieterin diese auch von Ihnen fordern.

Entscheidend wird hier sein, daß Sie das, vereinbart wurden, auch beweisen können. Haben Sie sich auf 3-monatiges mietfreies Wohnen geeinigt, werden Sie für diese Zeit auch keine Miete zahlen müssen - wenn Sie die Vereinbarung beweisen können, etwa mit entsprechendem Schriftverkehr.

Das gilt natürlich auch für die Vermieterin: Behauptet diese, Sie hätten sich auf € 400,00 geeinigt, wird sie für diese Behauptung auch den Beweis antreten müssen.

Letztlich werden Sie auch ein mündliches Mietverhältnis nur ordentlich, also schriftlich unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist von 3 Monaten, kündigen können. Die Rückgabe der Schlüssel ändert an der Verpflichtung zur Mietzahlung nichts!

Wenn Sie bislang nicht ordentlich gekündigt haben, sollten Sie das unbedingt nachholen, haben dazu aber noch bis zum 3. Werktag im Juli Zeit, da die frühestmögliche Kündigung erst zum 30.09.05 möglich ist (3 Monate!).

Ich empfehle Ihnen deshalb dringend, zunächst zu versuchen, mit der Vermieterin eine einvernehmliche Einigung herbeizuführen. Andernfalls wird Sie bis Ende September noch die Miete verlangen können. Selbst wenn Sie eine Vereinbarung über das mietfreie Wohnen für die ersten 3 Monate beweisen könnten, blieben die Mieten Juli bis September dann noch von Ihnen zu zahlen. Sie werden sich also ggf. günstiger stehen, wenn Sie sich - schriftlich! - mit der Vermieter auf einen vorherigen Beendigungstermin einigen und einen Aufhebungsvertrag schließen. Ist sie dazu nicht bereit, sollten Sie unbedingt bis zum 3.7. ordnungsgemäß kündigen, damit Sie nicht noch für den Oktober Miete zahlen müssen.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen


A. Schwartmann
Rechtsanwalt


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