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Mietwohnung als Büro für freiberufliche Tätigkeit


| 03.02.2018 15:31 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich wohne in einem Einfamilienhaus und möchte vorübergehend eine Wohnung anmieten. Diese soll als Büro für meine freiberufliche Tätigkeit als Berater (nebenberuflich, kein Gewerbe) genutzt und steuerrechtlich geltend gemacht werden. Die Tätigkeit hätte keine Außenwirkung (kein Kundenverkehr, keine Warenanlieferung etc.) und würde sich auf die weiteren Mieter nicht anders auswirken als eine Nutzung zu Wohnzwecken. Ist es richtig, dass der Vermieter dies erlauben oder zumindest hierüber informiert werden muss, da keine Nutzung zu Wohnzwecken vorliegt? Besten Dank für Ihre Antwort.
03.02.2018 | 16:26

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen wie folgt.

Wie Sie - ausgehend von Ihrer Fragestellung - bereits selbst erkannt haben, kommt es in derartigen Fällen vor allem darauf an, inwieweit die Nutzung eine Außenwirkung zeitigt und damit andere Mieter beeinträchtigt bzw. die gemeinsam genutzten Räumlichkeiten (Treppenhaus, Fahrradstellplätze etc.) in Anspruch nimmt. Als Faustegel gilt: Je mehr Publikumsverkehr oder Warenanlieferungen, desto eher ist eine Zustimmung des Vermieters zur gewerblichen Nutzung der Mietwohnung erforderlich. Sofern sich Ihre Tätigkeit also auf das Telefonieren oder normale Büroarbeit beschränkt, bewegen Sie sich im Rahmen dessen, was als normale Nutzung der Mietwohnung gilt.

Der Bundesgerichtshof hat diesbezüglich Folgendes entschieden (BGH, Urteil vom 14. 7. 2009 - VIII ZR 165/08):

"Berufliche Tätigkeiten, die der Mieter – etwa im häuslichen Arbeitszimmer – ausübt, ohne dass sie nach außen in Erscheinung treten, fallen nach der Verkehrsanschauung von vornherein unter den Begriff des „Wohnens"."

"Geschäftliche Aktivitäten des Mieters in der Wohnung, die nach außen in Erscheinung treten, muss der Vermieter grundsätzlich nicht ohne entsprechende Vereinbarung dulden. Er kann jedoch nach Treu und Glauben verpflichtet sein, die Erlaubnis zur teilgewerblichen Nutzung zu erteilen, wenn es sich um eine Tätigkeit ohne Mitarbeiter und ohne ins Gewicht fallenden Kundenverkehr handelt."

Foglich benötigen Sie für die von Ihnen dargestellte Tätigkeit weder eine Zustimmung des Vermieters, noch müssen Sie eine solche in irgend einer Weise anzeigen. Sollten Sie für die Zukunft jedoch Kundentermine, die Einstellung von Personal oder Warenanlieferungen erwarten, so sollten Sie mit dem Vermieter entsprechende Absprachen treffen bzw. dessen Genehmigung eingholen. Andernfalls riskieren Sie im schlimmsten Fall eine Kündigung des Mietvertrages.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie gern die kostenlose Nachfragefunktion benutzen. Ansonsten wünsche ich noch ein angenehmes Wochenende und viel Erfolg bei Ihrer freiberuflichen Tätigkeit.


Mit freundlichen Grüßen


Liebich
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 07.02.2018 | 23:35


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