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Mietwohnung Kündigung, Auszug verzögert

| 27.08.2012 09:45 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Unsere Mieterin mit 16 jährigem Sohn hat auf den 31. August die Wohnung gekündigt. Ihr Sohn hat ab dem 1. Sept. eine Ausbildung in München. Leider ist es sehr schwer dort eine Wohnung zu finden, vor allem, wenn der Staat die Miete bezahlt. Sie hat jetzt darum gebeten, noch den September in der Wohnung zu bleiben, der Auszug zum 1. Oktober ist aber auch nicht sicher.
Einem neuen Mieter mussten wir deshalb absagen.
Wir verhalten wir uns jetzt??
Müssen wir einen neuen Mietvertrag abschliessen, mit neuer Kündigungszeit??

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

zunächst einmal weise ich darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in der Regel nicht ersetzen kann.

Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise eine andere rechtliche Beurteilung zur Folge haben. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Einen neuen Mietvertrag abschließen müssen Sie nicht.

Ich empfehle Ihnen, gegenüber Ihrer Mieterin noch einmal ausdrücklich zu erklären, dass Sie der Fortsetzung des Mietverhältnisses widersprechen und auf der Räumung bestehen.

Solange die Mieterin die Wohnung nicht geräumt an Sie herausgibt steht Ihnen eine Nutzungsentschädigung in Höhe der bisherigen Miete zu.

Sie haben einen Anspruch darauf, dass Die Mieterin und Ihr Sohn die Wohnung am 31.08. geräumt an Sie übergeben.

Sofern Ihnen dadurch, dass Sie einem künftigen Mieter absagen mussten ein Schaden entsteht (Maklergebühren, Mietausfall), muss die bisherige Mieterin diesen ersetzen.

Sofern Sie trotz Kündigung widerspruchslos dulden, dass die Mieterin in der Wohnung bleibt, kommt tatsächlich ein neues unbefristetes Mietverhältnis zustande, für das auch die gleichen Kündigungsfristen gelten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Marcus Bade, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.08.2012 | 10:55

Das heißt, dass wenn wir erlauben, dass sie weiterhin in der Wohnung bleibt, eine neue Kündigungsfrist von 3 Monaten entsteht. Wir müssen das nicht schriftlich festhalten??

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.08.2012 | 11:12

Sehr geehrte Ratsuchende,

die Rechtsfolge richtet sich nach § 545 BGB. Dieser lautet:

"Setzt der Mieter nach Ablauf der Mietzeit den Gebrauch der Mietsache fort, so verlängert sich das Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit, sofern nicht eine Vertragspartei ihren entgegenstehenden Willen innerhalb von zwei Wochen dem anderen Teil erklärt. Die Frist beginnt

1.
für den Mieter mit der Fortsetzung des Gebrauchs,
2.
für den Vermieter mit dem Zeitpunkt, in dem er von der Fortsetzung Kenntnis erhält."

Es entsteht also, wenn Sie nicht widersprechen ein unbefristetes Mietverhältnis mit den entsprechenden Fristen.

Es ist allerdings möglich, dass Ihr Widerspruch gegen die Fortsetzung des Mietverhältnisses bereits im Mietvertrag enthalten ist (häufig bei Formularmietverträgen).

Dies sollten Sie unbedingt prüfen.

Mit freundlichen Grüßen

Bade
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 27.08.2012 | 11:14

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FRAGESTELLER 27.08.2012 4,8/5,0