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Mietwagenkosten des Unfallgegners

16.03.2008 14:34 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Guten Tag,

unser Sohn hatte einen Auffahrunfall mit dem Moped. Wir haben den Unfall über unsere Versicherung laufen lassen. Nun erhielten wir einen Brief vom Rechtsanwalt des Unfallgegners. Der Unfallgeschädigte hatte sich einen Mietwagen genommen für drei Tage, während sein Auto in der Werkstatt war. Die Mietwagenrechnung war 525,98 Euro doch unsere Haftpflichtvericherung hat nur 205,63 Euro bezahlt. In dem Brief stand, das die örtliche Rechtsprechung mindestens 403,07 Euro zuspricht. Der Anwalt schreibt noch, dass wir zum vollständigen Schadensausgleich verpflichtet sind, ansonsten wird er Klage gegen uns erheben.
Meine Frage: Ist das rechtens? muss der Geschädigte sich nicht mit unserer Haftpflichtvers. untereinander einigen oder müssen wir noch den Rest zahlen was unserer Versicherung nicht übernimmt? Wenn Klage Erhoben werden sollte, dann doch an die Versicherung oder?
Danke für die Anwort

16.03.2008 | 16:12

Antwort

von


(452)
HInter der Twiete 28
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Sehr geehrte Ratsuchende!
Vielen Dank für die Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte.

Grundsätzlich hat derjenige, der unverschuldet in einen Unfall verwickelt wurde, einen Anspruch auf einen Mietwagen, so lange der Wagen des Geschädigten in Reparatur ist.
Diese Kosten sind zu ersetzen.
Allerdings hat der Geschädigte auch eine Schadensminderungspflicht, das heißt, die Kosten sind so gering wie möglich zu halten.
Im Zweifel muss der Geschädigte auch einige Tarife vergleichen, um nicht einen völlig überteuerten Tarif zu wählen, so der BGH (Az.: VI ZR 160/04 ).
Der BGH hat diese Rechtsprechung mit Urteil vom 04.04.2006 noch verschärft:
Der Geschädigte verstößt danach "nur dann nicht" gegen seine Schadensminderungspflicht, wenn ihm kein günstigerer Miettarif zugänglich war und der Nachweis der erforderlichen höheren Unfallersatztarifkosten möglich ist.

Ihre Haftpflichtversicherung geht anscheinend davon aus, dass hier ein zu hoher Tarif für den Mietwagen gewählt wurde, oder dass den Geschädigten ein Mitverschulden trifft. Denn beim Mitverschulden des Geschädigten trägt er die Kosten in Höhe des Mitverschuldensanteils selbst.

Der Geschädigte einigt sich grds. mit der gegnerischen Haftpflichtversicherung.
Diese ist aus dem Versicherungsvertrag zum Ausgleich der Forderungen verpflichtet.
Bei einer Klage wäre also grds. die Haftpflichtversicherung der Klagegegner.

Sie sollten sich in diesem Fall zunächst an Ihre Versicherung wenden und erfragen, warum die Kosten des Mietwagens nicht voll übernommen werden.
M. E. ist eine Mietkostenrechnung von mehr als 500,00 € bei einer Mietdauer von drei Tagen ungewöhnlich hoch.
Möglicherweise ist der Geschädigte hier seiner Schadensminderungspflicht nicht nachgekommen, hat z. B. einen Mietwagen gleicher Klasse genommen.
Der Aufforderung zur Zahlung sollten Sie hier jedenfalls nicht nachkommen.

Ich hoffe, Ihre Fragen zunächst beantwortet zu haben.

Bitte beachten Sie, dass die Beantwortung der Frage auf Ihren Angaben beruht. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.
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Gerne bin ich Ihnen im Rahmen der Mandatierung behilflich.


Mit freundlichem Gruß,

Rechtsanwältin Wibke Schöpper.


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