Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mietwagenkosten


24.01.2007 20:30 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer



Hallo,
folgende Frage:
Nach einem Verkahrsunfall mit meinem PWK mußte ich einen Ersatzwagen für 10 Tage nehmen. Dieser wurde mir als Unfallersatzwagen berechnet.(ziemlich teuer). Nun habe ich gelesen, daß eine Vermietungsfirma dem Kunden mitteilen muß,daß im Falle des Unfallersatzfahrzeugs andere Tarife,welche deutlich höher liegen,als bei normaler Vermietung zur Anwendung kommen.Stimmt das? Kann ich die Zahlungen kürzen, da mir die Firma dies nicht mitgeteilt hat? Gibt es hierzu schon eine Rechtsprechung?
Mit fruendlichen Grüßen

K.-T.Hohn

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Leider erwähnen Sie nicht, ob Sie für den Unfall verantwortlich waren oder selbst Geschädigter sind.

Grundsätzlich war die Behandlung der Kosten eines Unfallersatzwagen lange umstritten. Mittlerweile ist aber ein im Jahre 2006 ein Grundsatzurteil für Geschädigte ergangen:

„Mieter von Unfallersatzwagen müssen vom Autovermieter über teure Unfallersatztarife informiert werden.
Der Bundesgerichtshof hat in einem Urteil (Az.: XII ZR 50/04 vom 28. Juni 2006) entschieden, dass Autovermieter einer besonderen Aufklärungspflicht gegenüber dem Mieter eines Unfallersatzwagens unterliegen. Allgemein verlangen Autovermieter von Kfz-Versicherungen erheblich höhere Mietpreise als bei einer Autovermietung mit anderen Kunden.
Nach dem BGH-Urteil müssen Autovermieter ihre Kunden darüber informieren, wenn es unterschiedliche Vermietungstarife zwischen einer Anmietung auf eigene Kosten und einer Anmietung auf Kosten der Versicherung des Unfallgegners gibt. Die Autovermieter müssen auf entsprechende Preisunterschiede und den Mieter auf mögliche Probleme mit dem Kfz-Versicherer bei der Abrechnung und Kostenübernahme hinweisen.
Unfallbeteiligte kennen in der Regel die Tarife für Leihwagen nach einem Unfall nicht. Die Autovermietung ist daher verpflichtet, den anmietenden Kunden vor Abschluss der Anmietung des Leihwagens darüber aufzuklären. Die Hinweispflicht gilt als erfüllt, wenn darauf hingeweisen wird, dass die Kfz-Versicherung die Kosten für den Ersatzwagen möglicherweise nicht vollständig übernimmt. Auf günstigere Angebote braucht die Autovermietung nicht hinzuweisen“.

D.h. Autovermieter müssen ihre Kunden deutlich und unmissverständlich darauf hinweisen, dass die gegnerische Haftpflichtversicherung die so genannten Unfallersatztarife möglicherweise nicht in vollem Umfang erstattet. Tun sie das nicht, bleiben die Vermieter in der Regel auf ihren überhöhten Forderungen sitzen.

Ich hoffe, diese Ausführungen und das Musterurteil helfen Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 24.01.2007 | 21:17

hallo,
klingt ja vielversprechend. Leider ist noch nicht geklärt, wer der Unfallverursacher ist. Z.Z besteht die auffassung, daß beide unfallbeteiligten 50:50 schuld sind. Ändert dies etwas an Ihren Erläuterungen?
MFG
K.-T.Hohn

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.01.2007 | 22:02

Sehr geehrter Fragesteller,

wie Sie schon oben erkennen, wurde hier die Situation für einen Geschädigten durch den BGH entschieden.
M.A. nach müssten die dort aufgestellten Grundsätze aber für eine
50:50 Unfallsituation wie Ihre übertragbar sein, so dass die Autovermietung hier Ihre Aufklärungspflichten verletzt hat.

MFG

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60124 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde verständlich und ausführlich beantwortet. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Klar und unumwunden im Ganzen zu empfehlen ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antworten auf meine Fragen waren ausführlich und verständlich. ...
FRAGESTELLER