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Mietwagen Vanadalismusschaden

| 05.09.2018 11:18 |
Preis: 25,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Silke Jacobi


trotz Selbstbeteiligung von 100€ hat die Mitetwagengesellschaft (Enterprise) 1000€ von mir abgebucht. Der Transporter wurde einmal rundherum komplett mit einem Schlüssel o.ä. verkratzt. Es wurde gesagt, dass die SB pro Schaden gelte und das es zehn Schäden wären. Der Vorfall ist jetzt schon über eine Woche her und bisher kam noch keine Rechnung oder Kostenaufstellung.
is das alles richtig so? fühle mich ja ein bisschen verarscht... wäre das auto jetzt abgebrannt, was hätte ich dann alles zahlen sollen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Maßgeblich für die Frage, wie die Selbstbeteiligung greift und wie die Reparaturkosten berechnet bzw. festgestellt werden, ist der Vertrag inklusive der Geschäftsbedingungen, die Sie mit der Autovermietung abgeschlossen haben.

Nach den Online-Informationen des Unternehmens umfassen die Mietgebühren in Deutschland auch eine Haftpflichtversicherung sowie eine Teilkaskoversicherung mit verschiedenen Optionen der Selbstbeteiligung. Ich gehe daher davon aus, dass sich Ihre Selbstbeteiligung auf diese Teilkaskoversicherung bezieht, die vermutlich auch Vandalismusschäden umfassen soll.

Insoweit sollten Sie noch einmal den geschlossenen Vertrag bezüglich der Regelungen zur Kaskoversicherung einsehen.

In den AGB des Unternehmens heißt es dann tatsächlich, dass die Selbstbeteiligung pro Schaden greift. Die Frage ist daher, wie man den Begriff des Schadens hier zu verstehen hat.

Eine Kaskoversicherung würde in der Regel je Schadensfall eingreifen. Ein Schadensfall kann dabei u. U. auch aus mehreren Einzelschäden am Fahrzeug bestehen.

In diesem Sinne würde ich auch die Geschäftsbedingungen der Autovermietung verstehen wollen, da ja der Schaden auf ein Ereignis – Vandalismus – zurückzuführen ist. Dass dabei mehrere Schäden am Fahrzeug entstanden sind, ändert m. E. nichts daran, dass es sich um einen einheitlichen Schadensfall handelt.

Die Auslegung der Autovermietung, dass hier 10 einzelne Schäden vorliegen, die auch 10x die Selbstbeteiligung auslösen, halte ich daher für mehr als fragwürdig.

Sie sollten daher die Autovermietung anschreiben und der Abbuchung der 1.000,00 Euro widersprechen sowie die Rückzahlung von 900,00 Euro fordern. Zur Begründung sollten Sie ausführen, dass die Selbstbeteiligung nur pro Schadensfall gilt und hier ein Schadensfall vorliegt, sodass auch nur die vereinbarten 100,00 Euro Selbstbeteiligung verlangt werden können.

Des Weiteren sollten Sie die Vorlage der Reparaturrechnungen fordern, da sich auch daraus wahrscheinlich ergeben wird, dass es sich nicht um 10 einzelne Schäden, sondern um einen Schadensfall handelt.

Ich hoffe, Ihre Frage damit verständlich beantwortet zu haben. Bei Verständnisfragen nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion auf diesem Portal.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 05.09.2018 | 20:28

Vielen Dank für Ihre sehr hilfreiche Antwort.
jetzt wollte ich nochmal nachfragen, ob ich alles richtig verstanden habe.
folgende mail würde ich an Enterprise schicken, is das so in Ordnung und würden Sie mich falls nötig auch weiter in diesem Fall vertreten?
nochmal danke und lieben gruß

Sehr geehrte Damen und Herren,

da es bei dem Fahrzeug, welches ich bei Ihnen vom… bis... gemietet hatte, zu einem Vandalismusschaden gekommen ist, haben Sie 1.000,00 Euro von meiner Kreditkarte abgebucht. Nach jetzt über einer Woche warten auf eine Reaktion Ihrerseits habe ich mich von meiner Anwältin beraten lassen.

Ich widerspreche hiermit der Abbuchung von 1.000,00 Euro und fordere die Rückzahlung von 900,00 Euro. Da die Selbstbeteiligung nur pro Schadensfall gilt und hier ein Schadensfall vorliegt, sodass auch nur die vereinbarten 100,00 Euro Selbstbeteiligung verlangt werden können.
Des Weiteren fordere ich die Vorlage der Reparaturrechnungen.



Hochachtungsvoll
Name

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.09.2018 | 20:42

Sehr geehrter Fragesteller,

das Schreiben können Sie so schicken. Damit Sie einen Zugangsnachweis haben, würde ich zusätzlich zu der Mail das Schreiben per Einschreiben senden.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 05.09.2018 | 12:58

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FRAGESTELLER 05.09.2018 5/5,0
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