Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mietwagen: Kleiner Unfall mit angeblichem Schaden

07.03.2011 17:45 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


14:48

In folgendem Fall geht es um einen Streitwert von 500 Euro, der von einem Mietwagenunternehmen mE ungerechtfertigt gefordert wird. Mir geht es auch um das Geld, aber vor allem auch um die mutmaßliche "Abzocke", die ich mir nicht gefallen lassen möchte. Der Text ist etwas lang, aber ich wollte keine wichtigen Details auslassen.

Folgender Hergang:
Ich mietete Im Dezember 2010 zusammen mit meiner Freundin einen Transporter von einem lokalen Berliner Mietwagen-Unternehmen. Es wurde eine Vollkasko - mit 500 Euro Selbstbeteiligung (Kleingedruckt) - abgeschlossen. Der Transporter hatte bei der Übernahme an der gesamten rechten Seite bereits diverse Beulen und Kratzer, die z.T. sogar schon kleine Rostflecken bildeten, wie ich beim späteren Beladen des Transporters feststellte.

Am Nachmittag ereignete sich ein kleiner Parkunfall: Durch zu frühes Einbiegen, berührte der rechte hintere Kotflügel des Transporters leicht das Rücklicht eines geparkten Kombis. Wir hielten sofort an und begutachteten die Situation. Der Kotflügel hatte das Rücklicht des Kombis eingedrückt, das "Glas" war beschädigt. Der Transporter schien keine Beschädigungen aufzuweisen, bzw. wäre diese - wegen des beträchtlichen Altschadens - nicht zu erkennen gewesen, denn der bestehende Schaden befand sich auch am besagten Kotflügel. Da wir den Fahrweg blockierten fuhr ich den Transporter vorsichtig zurück und parkte ihn an anderer Stelle.

Wie vertraglich vereinbart, rief ich die Polizei und das Mietwagen-Unternehmen an. Das Unternehmen schickte einen eigenen Gutachter, der Fotos mit einer Messstange machte. Da wie gesagt die gesamte rechte Seite des Transportes zerkratzt war, befanden sich auch auf ungefährer Höhe des am Kombi beschädigten Rücklichtes Kratzer, die aber mE keine Beweiskraft haben. Der Gutachter fotografierte nicht nur den Kotflügel, sondern auch die gesamte zerkratzte Seite, obwohl diese gar nicht in Mitleidenschaft gezogen worden war. Ich wies ihn darauf hin, worauf er meinte, einen Vorschaden würde man auch nicht abstreiten. Ansonsten keine besonderen Vorkommnisse: Die Polizei nahm nur die Personalien auf und zog wieder ab. Der Gutachter besprach noch mit der Fahrerin des Kombis das weitere Vorgehen (Kombi würde in der Werkstatt des Mietwagen-Unternehmens repariert).

Bei Rückgabe des Transporters war ein Unfallprotokoll auszufüllen, worauf unter anderem der Punkt "Das Mietfahrzeug wurde beschädigt (Ja/Nein)" anzukreuzen war. Da eine Beschädigung nicht zweifelsfrei ersichtlich war, kreuzte ich diesen Punkt NICHT an. Man versuchte mich zum Ankreuzen zu drängen unter Hinweis auf den Gutachter, der ja bereits angeblich eine Beschädigung festgestellt habe. Ich schrieb stattdessen einen kurzen Kommentar aus dem hervor ging, dass eine Beschädigung mE nicht feststellbar sei. Das Mietwagen-Unternehmen behielt die Kaution (36 Euro) ein und kündigte Post an.

Die Post kam dann letzte Woche: Sie enthielt eine Rechnung für den am Transporter entstandenen Schaden über 500 Euro, abzgl. der 36 Euro Kaution. Ein Gutachten, Kostenvoranschläge einer Werkstatt o.Ä. wurden NICHT beigelegt.

Mit dieser Rechnung habe ich ein Problem, denn:
- Eine durch den Unfall verursachte Beschädigung ist wegen des erheblichen Altschadens mE gar nicht nachweisbar.
- Da Plastik weicher ist als Blech, ist es nicht plausibel, dass der Transporter bei der Berührung überhaupt beschädigt wurde
- Falls doch ein kleiner Kratzer entstanden wäre, würde das Lackieren selbst bei einem Neuwagen nach meinen Recherchen keine 500 Euro kosten!
- Selbst bei einem Kratzer hätten die Reparatur keine Kosten verursacht, die über die Beseitigung des Altschadens hinaus gegangen wären.
- Ich halte die Rechnung mindestens für überzogen, evtl. auch an sich für ungerechtfertigt.
- Recherchen im Internet zeigen, dass das Vorgehen des Unternehmens gängige Praxis zu sein scheint. Es scheint üblich zu sein, Altschäden nicht zu reparieren und dann einem späteren Mieter anzulasten, vielleicht steckt da Vorsatz dahinter, wäre ja ein netter Zuverdienst.

Gewünscht ist eine Empfehlung zu folgenden Punkten:
- Lohnt es sich den Fall weiterzuverfolgen? Dabei dürften die Kosten den Streitwert ruhig erreichen.
- Falls ja: Welche Maßnamen wären denkbar (Gegengutachten, Expertise/Plausibilitätsprüfung o.Ä.)
- Gibt es eine Chance, nicht zu zahlen?
- Gibt es eine Chance, nur einen Teil zu zahlen (Vergleich o.Ä.)?
- Ist evtl. anzunehmen, dass das Unternehmen vorsätzlich/betrügerisch handelt?

Vielen Dank!

07.03.2011 | 18:06

Antwort

von


(3030)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 299 3178 (WhatsApp)
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

es sieht scheinbar danach aus, als ob die Mietwagenfirma bei Ihnen tatsächlich ein Geschäft machen möchte.

Zunächst einmal muss die Firma die genaue Höhe nachweisen. Ein glatter Betrag von € 500,00 erscheint schon einmal extrem unwahrscheinlich. Wenn die Firma den angeblichen Schaden nicht hat reparieren lassen (davon ist auch auszugehen) dürften auch nur die Netto-Reparaturkosten anfallen. Dies müssen sie auch darlegen.

Grundsätzlich sollten Sie zunächst nicht zahlen und auf ein gerichtliches Verfahren abwarten oder maximal die Firma auffordern, die Kalkulation offen zu legen und Ihnen das Gutachten zu übersenden.

In diesem Verfahren würde dann vermutlich das Gutachten vorgelegt, wobei dann die Möglichkeit besteht ein privates Gegengutachten oder auch ein gerichtliches Gutachten erstellen zu lassen, wenn erhebliche Zweifel am Schaden bestehen (ist ja auch der Fall).

Wenn sich dann herausstellen würde, dass die Reparaturkosten laut Gutachten unter den € 500,00 liegen, käme hierzu noch ein Betrugsversuch seitens der Mietwagenfirma.

Ich empfehle also, auf ein gerichtliches Verfahren zu warten und dort "zurückzuschlagen" mit Hilfe eines unabhängigen Gutachters, obgleich ich nicht glaube, dass Klage erhoben wird.

Die außergerichtlichen Rechtsanwaltskosten betragen im Übrigen bei diesem Streitwert
€ 83,54.


Rückfrage vom Fragesteller 18.03.2011 | 12:50

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Die 500 Euro sind so glatt, weil sie der Selbstbeteiligung der Kaskoversicherung entsprechen.

Ansonsten haben wir Ihren Rat befolgt und die Kalkulation und das Gutachten abgefordert. Antwort kam jetzt: Ein Gutachten gibt es nicht "Im Interesse unserer Mieter, in diesem Fall Ihrem, verzichten wir, um unnötige Kosten zu vermeiden auf die Erstellung eines Gutachtens in derartigen Fällen. Wir können selbstverständlich einen Sachverständigen, zu Ihren Lasten beauftragen."

Das eigentlich spektakuläre ist aber die Kalkulation: Obwohl nur der rechte hintere Kotflügel überhaupt berührt wurde sind im Kostenvoranschlag z.B. zwei Zierleisten der Seitenwand und ein Rücklicht erwähnt. Außerdem sind das Instandsetzen der Seitenwandbeplankung und über 5 Stunden für Lackierarbeiten vorgesehen. Das ist natürlich lächerlich.

Es erhärtet sich also der Betrugsverdacht, da hier der komplette Altschaden auf uns abgewälzt werden soll. Zudem fehlt das Gutachten.

Können wir Sie mit der Weiterverfolgung des Falles beauftragen oder wäre es sinnvoller einen Anwalt in Berlin zu konsultieren?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.03.2011 | 14:48

Sehr geehrter Fragesteller,

die Antwort gibt natürlich erhebliche Zweifel über die Kosten auf und das hier versucht wird, sich zu bereichern.

In Ihrem Fall können wir zunächst zivilrechtlich aber natürlich auch strafrechtlich weiter vorgehen.

Da ich bereits bundesweit viele Mandanten vertrete stehe ich Ihnen gerne für die Vertretung in diesem Fall zur Verfügung.

In diesem Fall würde ich Sie bitten, die auf meiner Homepage (www.kanzlei-hoffmeyer.de - Formular Downloads) verfügbare Vollmacht unterschrieben wieder zurückzusenden.

Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(3030)

Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 299 3178 (WhatsApp)
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 89454 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ich fühle mich sehr gut beraten. Schnell, freundlich, kompetent . ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr gute Anwältin habe schon ein Anwalt der sehr gut auch sehr schnell ist. Es ist schlimm wie sehr die Eltern und nicht die Kinder in Vordergrund stehen. Will hoffen obwohl ich nicht der Vater das Kind zurück bekommen kann.der ... ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Vielen Dank ...
FRAGESTELLER