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Mietwagen Eigenschaden - Forderung nach Gutachten zu hoch


20.11.2016 19:21 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe gesehen, dass Sie mit ähnlichen Situationen bereits Erfahrung haben.

Hier der Sachverhalt:
- Transporter gemietet
- Keine Kasko abgeschlossen
- An ein parkendes Auto geschrammt
- "Minimale[n] Lackkratzer am hinteren Radkasten" verursacht (steht auch so im Polizeiprotokoll)
- Autovermieter lässt Gutachten aufgrund digitaler Fotos erstellen
- Auf den Fotos sind auch andere Schäden zu sehen
- Auf den Fotos sind die Schäden durch Schmutz ggf. nicht deutlich zu erkennen
- Die anderen Schäden können in besagtem Unfall nicht verursacht worden sein, Fotos des Gegnerfahrzeugs belegen dies (die Höhe des Gegnerfahrzeugs lässt dies gar nicht zu)
- Laut Gutachten soll die komplette hintere Seitenwand ausgebaut, Instandgesetzt und lackiert werden, Gesamtkosten ca. EUR 3000.


Was sind meine Möglichkeiten und was sind die nächsten Schritte? Für die Reparatur des entstandenen Schadens bin ich natürlich bereit zu zahlen, aber nicht für mehr.

Wie stelle ich sicher, dass nur mein Kratzer repariert wird?

Gibt es eine Möglichkeit, den Schaden selbst "wiedergutzumachen"?


Vielen Dank und beste Grüße

Ein ungeschickter Mietwagenkunde der warum auch immer keine Kasoversicherung abgeschlossen hat.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst vielen Dank für Ihre Frage.

Im Bereich Schadensersatzes trägt grundsätzlich derjenige, der Schadenersatz fordert, die Beweislast dafür, dass derjenige, von dem er den Schaden fordert, diesen auch tatsächlich verursacht hat.

Da Sie im Sachverhalt nicht angeben, dass ein Übergabeprotokoll bei Übernahme des Fahrzeuges an Sie vom Mietwagenunternehmer gefertigt wurde, gehe ich davon aus, dass dieses nicht angefertigt wurde.

Aufgrund des vermutlich fehlenden Übergabeprotokolls muss das Mietwagenunternehmen nachweisen, dass die von Ihnen beanstandeten Schäden tatsächlich aus Ihrem Verantwortungsbereich stammen.

Denn Sie haben nur die Schäden am Fahrzeug zu ersetzen, die durch den Mietgebrauch entstanden sind und dies sind die Schäden am Fahrzeug, die durch den Unfall entstanden sind. Nur diese Schäden haben Sie zu erstatten.

Mithin ist, falls kein Übergabeprotokoll vorliegt, das Mietwagenunternehmen in der Beweislast, dass die von Ihnen beanstandeten Schäden von Ihnen in der Zeit des Mietgebrauchs verursacht wurden.

Liegt ein Übergabeprotokoll vor und weist dieses keine Schäden am Fahrzeug bei der Übergabe an Sie aus, wird die Sache wesentlich schwieriger, denn dann müssen Sie beweisen, dass die von Ihnen beanstandeten Schäden nicht in der Zeit des Mietgebrauchs entstanden sind bzw. nicht in Ihrem Verantwortungsbereich fallen.

Den Beweis könnten Sie mit einem Sachverständigengutachten führen. Der Sachverständige kann sicherlich klären, ob es sich um Altschäden handelt, die man Ihnen zusätzlich „aufbrummen" will.


Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 20.11.2016 | 21:34

Sehr geehrter Herr Dratwa,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Es gab einen Schadensbericht bestehender Schäden am Mietfahrzeug, allerdings hatte ich keine Gelegenheit, dieses ordentlich zu prüfen, da ich das Fahrzeug erst ausparken musste, um es vollständig betrachten zu können. Bei diesem Manöver allerdings ist der Unfall passiert. Dies kann ich durch die Zeit des Mietbeginns und des Unfalls laut Polizeiprotokoll beweisen.

Es sind in der Tat Schäden in der Nähe "meines" Schadens aufgeführt. Allerdings nicht die, um die es hier geht.

Dass ich einen Schaden angerichtet habe, steht außer Frage - das Gegnerfahrzeug weißt entsprechende Spuren auf. Es geht hier um das Ausmaß, das die GKK Gutachter annehmen. Meine Fragen sind jetzt:
- was schreibe ich der Mietwagenfirma ?
- schalte ich gleich einen Anwalt zur weiteren Beratung ein, der das Schreiben prüft?
- lasse ich das Schreiben vom Anwalt schicken?
- kann ich einen eigenen Gutachter anfordern oder ein "echtes" Gutachten und nicht aufgrund von Digitalfotos?


Vielen Dank und viele Grüße

Ihr Ratsuchender

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.11.2016 | 23:02

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Sie sollten in der Tat einen Anwalt beauftragen, da die Vorgehensweise des Mietwagenunternehmens strafrechtlich relevant ist. Sie können gerne auf mich zurückgreifen und sich mit mir im Laufe des morgigen Tages in Verbindung setzen. Meines Erachtens sollte auf jeden Fall das Schreiben von einem Anwalt verfasst werden.

Wenn Sie selbst den Mietwagenunternehmer anschreiben wollen, dann legen Sie klar dar, dass Sie nur die Schäden übernehmen, die von dem Unfall herstammen und erklären Sie klar und deutlich, dass Sie mit den weiteren Schäden nichts zu haben.


Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt

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