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Mietwagen, Schadensersatzvorderung

10.08.2009 21:33 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

wir haben Ende Juni bei einer Autovermietung in Hamburg ein KFZ über das Wochenende von Donnerstagmittag bis Montagfrüh angemietet.
Da ich mit meiner Beifahrerin schon in der Nacht auf Montag zurückgekommen bin, nutzen wird das Angebot der Vermietstation, das KFZ vorzeitig abzustellen und die Schlüssel und KFZ-Papiere in Nachttresor zu deponieren. (Was ich auch schon öfter problemlos bei anderen Vermietern gemacht habe).
Nach dem finalen Volltanken des KFZ, direkt neben der Vermietstation, nahmen wir nochmals gemeinsam eine Sichtprüfung am Auto vor und konnten keinerlei Schäden feststellen. Das Fahrzeug war ganz neu und so gab es auch keine Altschäden oder ähnliches.
Anschließend stellten wir das KFZ bestens Gewissens auf dem angrenzenden Parkplatz der Mietstation ab. Leider musste ich aufgrund des geringen Platzangebotes dicht ca. 40cm links neben einem Transporter parken, - wobei ich mir noch nichts dachte – was mir aber wohl zum Verhängnis geworden ist.

-So bekam ich dann direkt am nächsten Tag ein Schreiben der Vermietstation, worin ich mich zum Unfall/Schaden, sprich einer Delle in der Beifahrerür äußern musste. Was ich dann auch, mit Angabe meiner Beifahrerin als Zeugin, machte, mit dem ausdrücklichen Vermerk auf den tadellosen Zustand des Fahrzeuges bei Abgabe und der beschränkten Parksituation auf dem Platz der Station!

Nun, sechs Wochen später bekam ich eine Zahlungsaufforderung über 655,00 Euro für die Reparatur des Schadens, ein Online-Gutachten und drei Schwarzweiß-Bilder zugeschickt mit der Aufforderung auf schnelle finanzielle Regulierung meinerseits. Bei dem Schaden handelt es sich nun um eine Delle mit abgeplatztem Lack unterhalb des Fensters an der Beifahrertür.
Es wurde mit keinem Wort auf meine bereits zuvor schriftlich abgegebene Beurteilung des Falls eingegangen noch wurde uns nicht im Geringsten die Möglichkeit gegeben selbst den angeblichen Schaden zu begutachten.

Selbst sind wir der Überzeugung, dass der Schaden am Montagmorgen durch die Fahrertür des nebenanstehenden Transporters verursacht wurde (von einem neuen Mieter oder dem Personal kann man natürlich nicht sagen) und nun versucht wird uns die Schuld anzuhängen!!!

Meine Frage: gibt es die Möglichkeit gegen diese Forderung anzugehen, da wir nicht dazu bereit sind einen Schaden zu begleichen den wir nicht verursacht haben, bzw. würde es sich lohnen in diesem Fall einen Anwalt einzuschalten???

10.08.2009 | 22:29

Antwort

von


(16)
Mariannenstr. 9 - 10
10999 Berlin
Tel: 030/69532914
Web: http://www.ra-mansour.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne bearbeite ich Ihr Anliegen. Es sei darauf hingewiesen, dass die Beantwortung Ihrer Frage allein auf der Darstellung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beruht. Das Weglassen oder Hinzufügen auch noch so „kleiner“ Informationen kann zu einer vollkommen anderen Rechtslösung führen.

Ich beantworte Ihre Frage wie folgt:
Bedauerlicherweise muss ich Ihnen mitteilen, dass ein Vorgehen gegen die Forderung des Vermieters aus meiner Sicht nicht ausreichende Aussicht auf Erfolg bietet.

Zwar könnten Sie im Streitfall grundsätzlich durch Ihren Beifahrer beweisen, dass der Mietwagen zum Zeitpunkt der Rückgabe den gleichen Zustand aufwies wie bei der Anmietung. Allerdings vermute ich stark, ohne dass Sie dies im Sachverhalt mitgeteilt haben, dass der Mietvertrag eine Klausel enthält, wonach Sie bei Rückgabe des Fahrzeugs außerhalb der Geschäftszeiten die Gefahr für das Auto tragen bis es vom Personal in Empfang genommen wird.
Dass würde bedeuten, dass Sie nach dieser Klausel auch dann haften, wenn der Schaden nicht durch Sie bzw. während der Mietzeit entstanden ist, sondern darüber hinaus auch dann wenn der Wagen zwar nach dem Abstellen auf dem Parkplatz, aber noch bevor der Wagen vom Personal des Vermieters in Empfang genommen wurde beschädigt worden ist.
Ob die Klausel wirksam ist bedarf einer umfassenden Prüfung Ihres Mietvertrages bzw. der darin enthaltenen AGBs. Jedoch gehe ich grundsätzlich von der Wirksamkeit aus!

Sollte eine solche Klausel nicht im Vertrag stehen, stehen Ihre Chancen gegen die Forderung deutlich besser. Voraussetzung ist aber auch hier, dass Sie durch die Aussage Ihres Beifahrers beweisen können, dass der Wagen im ursprünglichen Zustand zurückgegeben wurde. Dann nämlich wäre der Vermieter gezwungen einen Gegenbeweis anzutreten, d.h. er müsste beweisen, dass der Mietwagen durch Sie bzw. während der Mietzeit beschädigt worden ist. Dies ist praktisch nur schwer möglich!

Ich hoffe Ihnen einen Überblick verschafft zu haben und verbleibe zunächst


mit freundlichem Gruß
Rechtsanwalt Mansour


ANTWORT VON

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