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Mietwagen, Lackschaden durch unbekannten Verursacher

25.11.2019 16:42 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


Am 23. 10. habe ich ein Auto bei einer Verleihfirma gemietet (privat).
Am 28. 10. wurde das Auto um ca. 15 Uhr geparkt (vor der Wohnung, öffentliche Strasse) und ich habe mich vom einwandfreien Zustand des Fahrzeugs durch Besichtigung überzeugt.
Am 29. 10. um ca. 15.30 Uhr bemerkte ich eine Delle an der rechten Seite im Bereich der Beifahrertür. Wer die Delle verursacht hat bzw. wie sie zustande gekommen ist, bleibt ungeklärt, sicher ist nur, dass es nicht eigenes Verschulden war.
Habe den Schaden sofort gemeldet und von der Polizei aufnehmen lassen (polizeiliches Aktenzeichen liegt vor).
Auf der Grundlage meines Schadenprotokolls erhalte ich nunmehr eine Rechnung der Autovermietung, die auf einer Reparaturkostenkalkulation (auf der Grundlage einer DAT Kalkulation) eines Kfz.-Sachverständigenbüros beruht, in Höhe von 1.939,55 € inklusive Mehrwertsteuer (309,68 €) und merkantiler Wertminderung 300,00 €.
Der Mietvertrag wurde mit einer Selbstbeteiligung von 2.000,00 € abgeschlossen.
Meine Frage lautet nun, bin ich als Mieter für den Schaden verantwortlich, auch wenn dieser durch einen unbekannten Dritten verursacht wurde und genügt eine Reparaturkostenkalkulation ohne Nachweis tatsächlich entstandener Reparaturkosten?
Können Sie mir eine rechtsverbindliche Auskunft geben?

25.11.2019 | 18:31

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Sie müssen der Autovermietung leider in der Tat den Schaden ersetzen, da Sie das Auto anmieteten und eine vertragsgemäße Rückgabe schuldeten. Diese vertragsgemäße Rückgabe ist aufgrund des Schadens nicht mehr möglich, so dass Sie für die Pflichtverletzung der nicht-vertragsgemäßen Rückgabe entsprechenden Schadensersatz leisten müssen. Gegen den Verursacher haben Sie aber Ihrerseits Anspruch auf Schadensersatz, auch wenn das bei einem unbekannten Verursacher nur ein schwacher Trost ist.

Diese Reparaturkostenkalkulation ist eine sogenannte fiktive Schadensabrechnung, der Autovermieter fordert damit einen sogenannten fiktiven Schadensersatz. Das ist vom BGH anerkannt, wird aber zunehmend in Zweifel gezogen. So haben Sie in jedem Fall das Recht, die Kalkulation kritisch zu prüfen (was Sie machen sollten, um eine überteuerte Abrechnung zu erkennen!). Hierbei sollten Sie auch Reparaturangebote anderer Werkstätten einholen.

Diese fiktive Schadensersatzrechtsprechung ist eine sehr komplizierte rechtliche Materie, ich empfehle da dringend die Einschaltung einer spezialisierten Kanzlei. Alleine werden Sie da als Laie untergehen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 25.11.2019 | 19:25

Sehr geehrter Herr RA,
Sie haben meine Frage leider nicht bzgl. der Mehrwertsteuer beantwortet. ist es tatsächlich rechtens, bei einer sogenannten fiktiven Schadensabrechnung eine Mehrwertsteuer mit einzubeziehen, die ja möglicherweise garnicht an das Finanzamt gezahlt wird und damit ungerechtfertigterweise beim Autoverleiher verbleibt (falls der Schaden garnicht behoben wird)?
Die Antwort darauf erscheint mir von großer Bedeutung!
mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.11.2019 | 22:18

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedaure das Versehen. In der Tat ist die Mehrwertsteuer bei einer fiktiven Schadensabrechnung nicht zu bezahlen, da sie mangels Reparatur gar nicht angefallen ist (BGH, Az.: VI ZR 40/18 ).

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

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