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Mietvorauszahlung bei Ferienwohnung


20.02.2006 15:41 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Habe via Internet über einen inkassobevollmächtigten Ferienwohnungsvermittler eine Ferienwohnung in Spanien für 2 Wochen im August 2006 vermittelt bekommen.

Habe 25 % des Mietpreises angezahlt. Der Vermittlungsagentur will aber den gesamten Mietpreis nebst Nebenkosten und Endreinigung im Voraus überwiesen haben. Das steht auch so im Formularmietvertrag – aber ist solch eine Mietvorauszahlungsklausel überhaupt rechtens?

Als Sicherheit, dass ich die Wohnung auch tatsächlich nehme, ist eine Anzahlung ja durchaus in Ordnung, aber die Gesamtsumme 6 Monate vor Bezug der Ferienwohnung ohne Gegenleistung zahlen zu müssen empfinde ich als einseitige Benachteiligung des Mieters.

Der Vermittler hat 3 x gemahnt, jetzt den Vertrag storniert. Ich möchte aber gern die Ferienwohnung haben, zumal die Flüge gebucht sind.

1. Wie beurteilen Sie die Rechtmäßigkeit der
Mietvorauszahlungsklausel im Vertrag ?

2. Kann ich der Stornierung widersprechen und

3. im Falle einer anderweitgen Vermietung der Wohnung durch den Vermittler Schadensersatz geltend machen (Flüge bez. Preisdifferenz zu einer Ersatzferienwohnung?

4. Was raten Sie mir zu tun ?
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage möchte ich gemäß Ihren Angaben wie folgt summarisch beantworten:

Unter einer Mietvorauszahlung versteht man jede Mieterleistung zur vollständigen oder teilweisen Erbringung der Miete für eine bestimmte Zeit. Die Zulässigkeit ist grundsätzlich gegeben und ist allenfalls bei Sozialwohnungen eingeschränkt.


Von daher war es auch vonseiten des (Ferienwohnungsvermittler) Vermieters rechtens, den Vertrag aufgrund der Nichtzahlung zu stornieren.

Die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen hat somit auch keine Aussicht auf Erfolg.

Sie sollten die 25 % Anzahlung zurück fordern oder sich mit dem Ferienwohnungsvermittler auf einen neuen Vertrag einigen.


Diese Frage wurde nach deutschem Recht beantwortet. Nach
Artículo 1555 des código civil müsste die Vereinbarung der Mietvorauszahlung auch nach spanischem Recht zulässig sein.

Ich hoffe, diese Antwort war Ihnen soweit behilflich. Anderenfalls können Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion nutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 20.02.2006 | 21:51

Sehr geehrte Frau Reeder,
Dank für Ihre schnelle Antwort. Es handelt sich in der Tat um rein deutsches Recht, alle Beteiligten sind Deutsche.

Daher meine Nachfrage: Womit begründen Sie die „grundsätzliche Zulässigkeit“ einer Mietpreisforderung ein halbes Jahr vor Wohnungsbezug ?

Nach § 556b (Fälligkeit von Mietzahlungen) muss die Miete erst zu Beginn, spätestens bis zum dritten Werktag der einzelnen Zeitabschnitte entrichtet werden, nach denen sie bemessen ist. Oder gilt diese Regelung nicht für Zeitmietverträge?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.02.2006 | 13:26

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage. Bei Mietsachen gibt es den ausschließlichen Gerichtsstand §29a ZPO. Es ist das Gericht zuständig, in dessen Bezirk sich die Räume befinden. Von daher wäre hier ein Gericht in Spanien zuständig und spanisches Recht anwendbar.

§ 556 b BGB ist abdingbar. Eine vertragliche Vorfälligkeitsklausel ist unbedenklich, sofer nicht gegen AGBG oder §242 vertsoßen wird. (Nachzulesen Palandt BGB Einf v § 535 Rn. 112). Hierfür sehe ich keine Anhaltspunkte.

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