Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mietvertrag vor Ablauf kündigen (Jahresvertrag)


21.03.2007 12:32 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo,

ich habe derzeit einen Mietvertrag der noch bis zum 01.10.2007 läuft. Da ich nun eine Freundin mit Kind habe und auch schon bei mir wohnt hat das Jugendamt entschieden, dass die Wohnung zu klein ist und sofort/schnellstmöglich eine größere Wohnung vorhanden sein muss.
Gesagt, getan. Am 15.04.2007 beziehen wir die neue Wohnung.

Wie komme ich nun aus dem Jahresvertrag vor dem 01.10.2007 raus? Eine Wohnung die über 6 Monate nicht genutzt wird zu bezahlen ist für uns nicht möglich.

Telefonische Kontakte mit dem Vermieter bestanden, jedoch sagte dieser nur ich solle einfach Kündigen. Eine Angabe ob er mich aus dem Vertrag früher heraus lässt wollte er nicht machen.

Freundliche Grüße
Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese auf der Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus, dass Sie einen auf ein Jahr befristeten Mietvertrag hatten. Sofern dieser zulässig war, können Sie grundsätzlich vor Ende der vereinbarten Mietdauer nur aus wichtigem Grund kündigen. Allein die Tatsache, dass Sie sich „vergrößert“ haben, stellt allerdings keinen solche wichtigen Grund dar. Da ich Ihren Mietvertrag nicht kenne, kann ich leider nichts dazu sagen, ob dort vielleicht Regelungen über ein vorzeitiges Ende des Mietvertrages enthalten sind.

Das bedeutet, Sie haben nunmehr folgende Möglichkeiten:

1. Sie sprechen Ihren Vermieter erneut an und schließen mit ihm einen Aufhebungsvertrag. Dies wäre die einfachste Lösung, weil Sie dann gemeinsam mit Ihrem Vermieter das Ende des Mietverhältnisses bestimmen können.

2. Sie suchen einen Nachmieter. Zwar muss sich der Vermieter normalerweise nicht auf einen Ersatzmieter einlassen. Eine Ausnahme gilt nach der Rechtsprechung aber dann, wenn das Festhalten am Vertrag für Sie eine überragende Härte darstellen würde, wie zB nach Familienzuwachs. Wenn zudem der von Ihnen gestellte Nachmieter auch für Ihren Vermieter annehmbar, d.h. zahlungsfähig und zur unbeschränkten Übernahme des Mietvertrages bereit ist, könnte dies für Sie die Möglichkeit bedeuten, trotz derzeit nicht bestehendem ordentlichen Kündigungsrecht aus dem Vertrag herauskommen.

Hinsichtlich der Untervermietung gilt im Übrigen, dass Sie Ihren Vermieter um Erlaubnis dafür bitten müssen. Sofern er Ihnen diese verweigert und dafür kein Grund in der Person Ihres Untermieters vorhanden ist, können Sie, wenn der Untervermieter die ganze Wohnung bewohnen soll, Ihren Mietvertrag außerordentlich kündigen.

Insgesamt sollten Sie noch einmal mit Ihrem Vermieter sprechen. Sofern dieser sich nicht einsichtig zeigt, soltlen Sie schnell einen Nachmieter suchen, diesen dem Vermieter präsentieren nd dann schriftlich unter Angabe der Gründe kündigen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben. Gerne stehe ich Ihnen im Rahmen der einmaligen Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Nicole Maldonado
- Rechtsanwältin -
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER