Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
499.757
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mietvertrag bis zur Kündigung untervermieten?

| 05.09.2018 21:28 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo Zusammen,
folgendes Problem: Ich habe eine neue Wohnung gefunden und musste auf Grund von Dringlichkeiten des Vormieters und neuen Vermieters umgehend einen Mietvertrag unterschreiben. Meinen alten Mietvertrag hatte ich noch nicht gekündigt und würde den jetzt erst kündigen (in diesem Augenblick, es ist der vierte Werktag im Monat…). Das hieße für mich, dass ich zwei Monate doppelte Miete zu zahlen habe. Meinen Vorschlag einen Nachmieter zu finden, welcher unrenoviert in meine zu kündigende Wohnung zieht, und ich somit früher aus dem Mietvertrag kann hat mein Vermieter abgelehnt. Es wurde allerdings unter Umständen in Aussicht gestellt auf einen Monat Kündigungsfrist aus Kulanz zu verzichten, dass ist aber noch keine Zusage. Wäre aber natürlich ein nettes entgegenkommen.
Nun überlege ich, meinen Vermieter zu fragen ob ich bis zur fristgerechten Beendigung meines Mietvertrages untervermieten darf.

Meine Frage: Ist eine drohende doppelte Mietbelastung ein ausreichender wirtschaftlicher Grund um mir eine Untervermietung nicht verweigern zu können?

Wenn mein Vermieter einer Untervermietung nicht zustimmt, ich dann aber doch ohne Wissen des Vermieters untervermiete, welche Konsequenzen drohen hier? Fristlose Kündigung wäre vermutlich jetzt in diesem Fall keine Strafe für mich.

Wenn der Vermieter auf drei Monate Kündigungsfrist besteht, ich aber schon neuen Mietvertrag habe, dann hab ich wohl… Pech gehabt?

Ich wohne in München, die Anmerkung des Vermieters, ich hätte zuerst kündigen sollen und dann suchen ist hier leider nicht so umsetzbar. In jetziger Konstellation würde ich einen Monat auf der Straße verbringen müssen. Gibt es vor Gericht einen Ballungsraumbonus? Das heißt ich hätte gar keine Möglichkeit in drei Monaten eine Wohnung zu finden?

Vielen Dank schon mal
Florian
05.09.2018 | 22:24

Antwort

von


(107)
Kapitelshof 36
53229 Bonn
Tel: 0228 / 90 888 32
Web: http://www.dietrich-legal.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Einen „Ballungsraumbonus" gibt es leider nicht.

Die Untervermietung muss dem Vermieter angezeigt werden und dieser muss um Zustimmung gefragt werden. Aus § 540 Abs. 1 Satz 2 BGB ergibt sich zwar, dass dem Mieter ein Recht zur außerordentlichen Kündigung zusteht, wenn der Vermieter die Zustimmung verweigert. So würden Sie dann aus dem Vertrag herauskommen. Dies gilt nur dann nicht, wenn der Vermieter die Zustimmung aufgrund eines wichtigen Grundes verweigern darf. Der wichtige Grund muss in der Person des Untermieters liegen. Wichtige Gründe wären etwa Vorstrafen oder Drogenabhängigkeit. Allgemein gesagt darf keine Störung des Hausfriedens durch die Person zu befürchten sein. Jedoch würde dies Ihnen hier nicht helfen, denn auch bei der außerordentlichen Kündigung mit gesetzlicher Frist beträgt die Frist nach § 573d BGB drei Monate, sodass sich in Ihrem Fall leider keine kürzere Frist ergibt.

Dennoch kann der Vermieter gegen die Untervermietung nicht viel unternehmen. Denn er hat nur die Möglichkeit Ihnen die fristlose Kündigung auszusprechen. Die Kündigung ist jedoch unwirksam, wenn Sie einen Anspruch auf die Zustimmung hatten und dieser Anspruch ist wiederum gegeben, wenn der Untermieter nicht die Gefahr birgt den Hausfrieden zu stören (Vorsicht bei Berufsmusikern oder Prostituierten). Der Vermieter hat nach der BGH Rechtsprechung auch keinen Anspruch auf die Untermiete, die Sie einnehmen (BGH, Urteil vom 13.12.1995 – XII ZR 194/93). Letztendlich ist der Vermieter daher machtlos, Sie müssen nur einen vernünftigen Untermieter finden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt



Wir
empfehlen

Mietvertrag Wohnung

Mit dem interaktiven Muster von 123recht.net erstellen Sie Ihren Mietvertrag ganz einfach selbst. Beantworten Sie die einfachen Fragen und drucken Sie den unterschriftsreifen Vertrag aus.

Jetzt Mietvertrag erstellen
Bewertung des Fragestellers 07.09.2018 | 06:39

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr schnelle Antwort, gut Verständlich."
Stellungnahme vom Anwalt:
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Alexander Dietrich »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 07.09.2018
5/5,0

Sehr schnelle Antwort, gut Verständlich.


ANTWORT VON

(107)

Kapitelshof 36
53229 Bonn
Tel: 0228 / 90 888 32
Web: http://www.dietrich-legal.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Internet und Computerrecht, Strafrecht, Gewerblicher Rechtsschutz, Baurecht