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Mietüberschuss


30.03.2006 10:30 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Ich habe gerade einen Mietvertrag für ein Zimmer in einem privaten Studentenwohnheim/ Appartementhaus abgeschlossen, das aus mehreren Parteien besteht, mit jeweils gleichen Maßen und gleicher Austattung. In meinem Vertrag wurde eine Kaltmiete von 270 € und 90€ Nebenkosten vereinbart. Bei einem erneuten Nachschauen auf der Immobilienhomepage habe ich gesehen, dass die gleiche Wohnung von demselben Anbieter für einen Monat später für eine Kaltmiete von 220 € angeboten wird.
Die Miete von 270 € fand ich für die Wohnung an sich auch nicht angemessen, da ich aber dringend eine Wohnung benötigte, habe ich trotzdem zugesagt, obwohl die Wohnung offensichtlich einen leichten Wasserschaden an der einen Wand hatte und auch der Teppich nicht in einwandfreiem Zustand war.
Ich bin zur Zeit noch nicht in die Wohnung eingezogen und der Mietvertrag ist ab dem 31.04.06 gültig.
Nun wollte ich mich erkundigen, ob es irgendeine rechtliche Möglichkeit gibt, ebenfalls den neuen Mietpreis einzufordern oder zumindestens den Mietpreis zu mindern, da der Vermieter den Preis, den ich bezahlen soll, ja anscheinend selbst nicht für angemessen hält.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese auf der Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist es so, dass Sie nun einmal den Vertrag unterschrieben haben (aus welcher Motivation heraus auch immer) und damit daran gebunden sind.

Ggf. könnten Sie, wenn die ortsübliche Miete für vergleichbare Wohnungen tatsächlich nur 220,00 EUR beträgt (was Sie allerdings beweisen müssen), eine überhöhte Miete geltend machen, da der von Ihnen nun geschuldete Betrag ja mehr als 20% über dem Betrag von 220,00 EUR liegt. Dies kann, wenn der Vermieter vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt hat, eine Ordnungswidrigkeit nach § 5 WiStG darstellen. Das ist aber im Einzelfall genau zu prüfen. Insbesondere wäre auch in Erfahrung zu bringen, wie viel die restlichen Mieter zahlen.

Hinsichtlich der von Ihnen beschriebenen Mängel kommt es darauf an, ob Sie als Mieter die Mietsache als vertragsgerecht angenommen haben, obwohl Ihnen bei der Übergabe Wohnung der Mangel bekannt war oder Sie diesen hätte erkennen können. Ist dem so, entfällt der Anspruch auf eine Minderung der Miete wegen dieser Mängel. So wie ich Ihre Schilderung verstehe, waren Ihnen die Mängel bei Übergabe der Wohnung bekannt und Sie haben die Wohnung trotzdem genommen. Insofern sind Ihre Chancen auf eine Minderung nicht sehr gut.

Ich schlage Ihnen abschließend vor, dass Sie das Gespräch mit Ihrem Vermieter suchen und ihn nach dem Grund für die unterschiedlichen Mieten fragen. Sie können dann auch auf die Mängel hinweisen und so versuchen, eine Ermäßigung der Miete durchzusetzen. Sollte er sich sperren, rate ich Ihnen, eine Kollegin oder einen Kollegen vor Ort aufzusuchen, um sich im konkreten Fall beraten zu lassen. Ggf. können Sie dafür Beratungshilfe in Anspruch nehmen. Nähere Informationen dazu erhalten Sie bei Ihrem Amtsgericht.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin Nicole Maldonado
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