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Mietrückforderung, Verjährung

| 16.11.2011 15:41 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Hallo,

folgender Sachverhalt: Laut Formularmietvertrag haben wir zum 01.05.2007 eine 4_Zimmerwohnung mit 116 qm angemietet. Im Oktober 2010 stellten wir fest. dass die Wohnung lediglich ca. 100 qm hat. Der Vermieter ließ sich auf keine Diskussionen ein und ließ auch Briefe von einem Anwalt unbeantwortet. Durch einem Architekten wurde die Wohnung nun nochmals (November 2011) vermessen, dieser stellte eine Wohnraumgröße von 101 qm fest. Das sind 13% weniger als vertraglich vereinbart. Die Verwaltung akzeptiert nun diesen Umstand und ist bereit, eine Neuberechnung für die Zeit vom 01.11.2008 - 01.11.2011 vorzunehmen.

Meine konkrete Frage ist, ob der Vermieter verpflichtet ist, uns die zu viel bezahlte Miete nebst Nebenkosten seit dem 01.05.2007 zurück erstatten muss? Und nicht nur für die Zeit bis 01.11.2008. Der Vermieter ist der Meinung, alles anderen Ansprüche währen verjährt. Ich bin allerdings der Auffassung, dass eine Verjährung hier nicht zum Tragen kommt, z.B. wegen unberechtiger Bereicherung. Liege ich da falsch?

Sehr geehrter Fragesteller,

die Rückforderung von zuviel gezahlter Miete wegen der Angabe einer falschen Wohnflächen unterliegt der Verjährung; BGH, Urteil v. 29.06.11, Az. VIII ZR 30/10.

Allerdings beginnt die Verjährungsfrist erst ab Kenntnis des Anspruchs zu laufen; § 199 Abs. 1 BGB, bei Ihnen demnach ab Oktober 2010, sodass die gesamten Ansprüche, nach Ihrer Schilderung, noch nicht verjährt sind.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

PS.: Wenn Sie diese Antwort bewerten, helfen Sie mit, diesen Service transparenter und verständlicher zu gestalten.

Nachfrage vom Fragesteller 17.11.2011 | 09:34

Sehr geehrter Herr RA Bordasch,

vielen Dank für die schnelle Auskunft.

Ich habe da noch eine Nachfrage zur Verjährung. Im Oktober 2010 habe ich zum ersten Mal Kenntnis über die Unterschreitung der Wohnungsfläche erhalten. Wenn mein Mietvertrag z.B. bereits am 01.01.2003 abgeschlossen wurde, hätte ich auch diese "Überzahlungen" zurück fordern können? Die 3 jährige Verjährungsfrist bedeutet demnach im Umkehrschluss, dass ich zur Geltendmachung meiner Ansprüche seit Oktober 2010 "3 Jahre Zeit" hätte? Oder verwechsle ich da jetzt was? Danke für Informationen.

Freundliche Grüße

PS: kann ich Sie zur Mandatsübernahme kontaktieren?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.11.2011 | 10:31

Sehr geehrter Fragesteller,

die Ansprüche aus einem Mietvertrag vom 01.01.2003 könnten Sie ebenfalls noch geltend machen.

Wenn die Verjährungsfrist erst im Oktober 2010 beginnt, haben Sie bis zum 31.12.2013 Zeit Ihre Ansprüche durchzusetzen. Wobei beispielsweise durch Klageerhebung die Verjährung gehemmt würde; § 204 BGB.

Wegen einer etwaigen Beauftragung können Sie mich gerne zunächst per Mail kontaktieren.


Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -


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Bewertung des Fragestellers 17.11.2011 | 10:56

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