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Mietrecht bei zweijähriger Mietdauer/Untervermietung

| 03.01.2020 22:46 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke


Zusammenfassung: Was kann ein Wohnraummieter bei einem befristeten Kündigungsausschluss unternehmen?

Es besteht ein zweijähriger Mietvertrag (ab jetzt beträgt die Mietdauer noch ca 18 Monate). Wohnung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nutzbar. Wirtschaftlich auf Dauer auch nicht tragbar. Immobilienverwalter stellt keinen Kontakt zur Vermieterin her. Es sollte die Einwilligung zur Untervermietung eingeholt werden.

a) Was wären die Konsequenzen, wenn man die Mietzahlungen vorerst stoppt um Kündigung seitens des Vermieters zu provozieren ?Bitte nicht das übliche Mahnverfahren ins Spiel bringen.Schadensersatzforderung seitens des Vermieters für die 18 Monate auch möglich, wenn dieser selber kündigt ?

b) Wie bekommt man an die Einwilligung zur Untervermietung bzw.an die Daten der Vermieterin ?

c) Andere Handlungsoptionen ?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

a) Ein befristeter Kündigungsausschluss wird häufig von Vermietern/Hausverwaltungen verwendet, die ausschließen möchten, für eine bestimmte Zeit mit einer erneuten Mietersuche und Vertragsverhandlungen konfrontiert zu werden. Daher kann es sehr gut sein, dass eine Vermieterkündigung ausbleibt und Sie auf Mietzinszahlung verklagt werden und am Ende auch die Prozesskosten tragen müssen.

Wenn der Vermieter kündigt, würde dies fristlos erfolgen, so dass Sie kurzfristig mit einer teuren Räumungsklage überzogen werden könnten.

Zudem könnten Sie auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden und müssten sämtliche Kosten aus Ihrem Zahlungsverzug ersetzen, wie Wohnungsrenovierung, Maklerkosten, Mietausfall, etc. Der Anknüpfungspunkt des Verzugsschadensersatzes ist die ausbleibende Miete. Eine vermieterseitige Kündigung steht dem nicht entgegen.

b) Das Einverständnis zur Untervermietung ist eine Willenserklärung, die der Mieter ebenso einklagen kann wie der Vermieter die Zustimmung zur Mieterhöhung. Wenn die Vermieterin durch eine Hausverwaltung vertreten wird, werden Sie die Daten der Vermieterin wohl nicht in Erfahrung bringen können. Die Klage wäre zu richten gegen die Vermieterin vertreten durch die Hausverwaltung.

c) Grundsätzlich keine. Die Klage auf Zustimmung zur Untervermietung ist der vorgesehene rechtsstaatliche Weg.

Aber Sie erwähnen, die Wohnung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nutzen zu können. Falls von der Mietsache erhebliche Gesundheitsgefahren ausgehen würden, wären Sie zur fristlosen Kündigung berechtigt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 04.01.2020 | 13:12

Guten Morgen,

wie holt man sich am besten die Zustimmung zur Untervermietung ein ? Einschreiben ist raus.
Allerdings blödereweise ohne Fristsetzung. Zweites formulieren mit Frist ?

Klage wäre wo (und ihrer Einschätzung nach ? ab wann einzureichen ?).

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.01.2020 | 14:09

Sehr geehrter Fragesteller,

in der Tat sollten Sie ein zweites Einschreiben an die Hausverwaltung richten und auffordern, binnen angemessener Frist (z.B. 2 Wochen) die Einverständniserklärung zur Untervermietung abzugeben.

Nach fruchtlosem Fristablauf könnten Sie Klage erheben. Zuständig ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk die Mietwohnung liegt.

Mit freundlichen Grüßen

Lars Liedtke
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 04.01.2020 | 13:13

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