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Mietrecht: Sanierungsarbeiten Wasser/Abwasser


| 11.11.2017 15:48 |
Preis: 25,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Wir haben wohnen seit fast 35 Jahren in einem Mehrfamilienhaus mit einem Mietvertrag auf Basis einer Bruttokaltmiete. Dementsprechend enthält die Betriebskostenabrechnung für unseren Haushalt bis auf die Heizkosten eine Nullstellung.
Seitens der Hausverwaltung wurde Ende Oktober allen Mietern Sanierungsmaßnahmen der Trink- und Abwasserleitungen angekündigt.
Zur Vorbereitung der Sanierungsmaßnahmen in Küche und Bad fand eine erste Begehung mit Vertretern des von der Hausverwaltung beauftragten Planungsbüros und der bauausführenden Gewerke statt. Danach zeichnen sich nach vorläufigem Stand vor allem im boden- und wandgefliesten Bad erhebliche bauliche Veränderungen ab:
Eine vorgesetzte, größtenteils geflieste Rigipswand soll fallen.
Darüber muss die abgehängte Rigips-Decke in einem Teilbereich eingerissen werden.
Das Toilettenbecken muss aus bautechnischen Gründen ersetzt werden.
Bisherige Unterputz-Kaltwasserzuleitungen müssen verlegt werden - voraussichtlich über Putz.
Die eingeflieste Badewanne muss angehoben und verschoben werden, sodass die Verkleidung nicht mehr passt und die jetzige Einlaufgarnitur im Weg ist, gleichfalls der Wasseranschluss für die Waschmaschine.
Unser Bad befindet sich aktuell hinsichtlich Ausstattung und Erhalt in 1-a-Zustand, der beim Einzug mit Genehmigung der damaligen Hausverwaltung hergestellt wurde und auf Eigenleistung beruht. Die verbauten Fliesen sind in Art und Farbton nicht mehr auf dem Markt, die darauf abgestimmten Badobjekte höchstwahrscheinlich auch nicht.
Bei der Begehung wurde außerdem erwähnt, dass ein Kaltwasserzähler eingebaut wird, worauf das Ankündigungsschreiben der Hausverwaltung nicht eingeht.
Die grundsätzliche Sanierungsmaßnahme des durchaus überalterten Leitungsnetzes wird unsererseits nicht infrage gestellt.
Aber es ergeben sich folgende Fragen:
1. Inwieweit muss grundsätzlich der jetzige Zustand wieder hergestellt werden?
2. Sind Fliesen anderer Art und Farbe zu dulden? Gilt Gleiches für das zu ersetzende WC-Becken?
3. Welche mietrechtliche und abrechungstechnische Konsequenz hat der Einbau der Wasseruhr? Die anderen Mietparteien haben unseres Wissens Mietverträge auf Basis einer Nettokaltmiete.
4. Ist davon auszugehen, dass sämtliche Sanierungs- und Wiederherstellungsmaßnamen zu Lasten des Bauherren gehen?
5. Inwieweit muss für Unterbrechungszeiträume der Zu-und Abwasserleitungen seitens des Bauherrn für Ersatzmöglichkeiten gesorgt werden?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich muss der jetzige Zustand wiederhergestellt werden.
Wenn dieselben Fliesen nicht mehr zur Verfügung stehen, müssen Fliesen vergleichbarer Art und Güte verwendet werden.

Da Sie eine Inklusivmiete zahlen, hat der Einbau der Wasseruhr für Sie keine Auswirkungen auf die Nebenkosten.

Instandsetzungsarbeiten gehen immer zu Lasten des Vermieters. Modernisierungen dürfen zu 11 Prozent der Kosten auf den Mieter im Rahmen einer Modernisierungsmieterhöhung umgelegt werden.

Wenn während der Arbeiten tageweise kein Wasser zur Verfügung steht, muss der Vermieter für diese Zeit für Ersatzwohnraum sorgen, notfalls ein Hotelzimmer bezahlen. Fällt die Wasserversorgung nur für ein paar Stunden weg, gilt das natürlich nicht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 11.11.2017 | 17:37


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