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Mietrecht Renovierung

| 04.06.2018 16:23 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Nicolas Reiser, LL.M., MLE


Hallo, wir haben zum 1.6.2014 ein Einfamilienhaus gemietet, zum 1.4.2018 gekündigt,
Am 2.4.2018 war dann die Übergabe, es wurde über Bohrlöcher die zu schließen sind, eine Wand die evtl. zu streichen wäre gesprochen, wir sagten erstmal nein machen wir nicht, da im Mietvertrag die Klausel mit d en festen Fristen 5 Jahre, 8 Jahre etc.... drin ist, der Vermieter sagte er macht sich schlau und gibt Bescheid, es wurde kein Übergabeprotokoll gemacht,jetzt am 2.6.2018 rief er morgens an und fragte ob wir uns nochmals treffen können wegen Unklarheiten, Termin wurde gemacht und wahrgenommen, er kam direkt zur Sache er hätte zum 15.6.2018 neu vermietet und hätte schon den Auftrag erteilt das ganze Haus innen durch eine Firma streichen zu lassen allerdings macht diese Firma keinen Kostenvoranschlag qm Preis ca. 18€ Das wären nach seiner Rechnung ca. 18000€ und müssten uns daran beteiligen die 5 Jahre Frist gelte nicht er würde auf diese Quotenklausel verweisen da wir ja nur 3,5 Jahre gemietet hätten,12,5% pro Jahr
Wenn wir uns nicht einigen würden, werde er einen Kostenvoranschlag machen lassen und einen Anwalt einschalten,
Wir sagten erstmal dazu nein wir bezahlen nichts und lassen uns auch beraten.
Uns wurde eigentlich die Gelegenheit genommen dieses alles in Eigenleistung zu machen, ein Kostenvoranschlag unserer Seits können wir auch nicht mehr machen lassen da die Frist von 2 Wochen auch schon gering ist da der neue Mieter am 15.6.2018 einzieht.
Wer kann uns hier Auskunft geben

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage der Angaben wie folgt:

Bei einer unwirksamen Renovierungsklausel müssen Sie nicht streichen, auch nicht anteilig.

Etwas anderes könnte für die Bohrlöcher gelten, da diese auch Schäden darstellen können, die nicht unter Schönheitsreparaturen fallen. Bei denen also ein Schadensersatzanspruch des Vermieters vorliegen könnte. Da Sie die Nachbesserung auch bereits abgelehnt hatten, wäre diesbezüglich eine Reparatur durch den Vermieter möglich.

Die Frist von 2 Wochen wäre ansonsten aber wohl auch ausreichend.

Sie sollten versuchen, die Bohrlöcher innerhalb der Frist selbst fachmännisch verschließen zu lassen.

Bei Nachfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Nicolas Reiser
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 04.06.2018 | 18:21

Die Bohrlöcher waren nicht das Thema bei unsrer Zusammenkunft das hatte ich ja im April ihm angeboten zu machen,sondern das der Vermieter das ganze Haus innen streichen lassen will weil wir ja unter der 5 bzw. unter die 8 Jahresfrist fallen will er ein Teil seiner Kosten uns übertragen das dürfte nicht korrekt sein hab was gelesen BHG Urteil 2015 greift das denn bei uns?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.06.2018 | 10:38

Ja, das ist richtig. Selbst wenn Schönheitsreparaturen geschuldet wäre, könnte der Vermieter keinen anteiligen Kostenersatz verlangen. Der BGH hat hier entschieden, dass eine solche Regelung zu unklar ist und zum einen der Mieter am Anfang des Mietverhältnisses nicht weiß, welche Kosten wann auf ihn zu kommen und zum anderen, dass diese anteiligen Kosten kaum nachvollziehbar beziffert werden können.

Wenn Sie die Reparatur der Bohrlöcher bereits angeboten hatten und der Vermieter dies abgelehnt hat, müssten Sie diese Reparatur nicht mehr übernehmen. Allerdings weise ich darauf hin, dass für die Ablehnung der Reparatur ggf. Sie die Beweislast tragen (Zeugen, Schrift-/Mailverkehr).

Sollten Sie noch weitere Fragen haben oder weitere Hilfe in dieser Sache benötigen, können Sie mich auch gerne über meine in meinem Account hinterlegt Email-Adresse anschreiben.

Mit freundlichen Grüßen

Nicolas Reiser
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 04.06.2018 | 20:07

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