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Mietrecht Partner zieht unvermittelt aus.

11.12.2017 01:20 |
Preis: 60,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Ich habe vor ca einem Jahr ein Haus gekauft, welches von Anfang an für uns beide als Lebensraum geplant war. Da am Anfang noch nicht ganz klar war, wie sich die Kosten des Hauses belaufen einigten wir uns auf eine Miete von 400€ die er mir monatlich über ca 7 Monate zahlte.
Jetzt stand er am 30. des letzten Monats plötzlich morgens vor mir und meinte er zieht aus, nahm aber zunächst nur die wichtigsten Sachen mit.
Neben dem emotionalen schaden, sitze ich halt jetzt auf einen Haus, was alleine zu groß und zu teuer ist.
1.) Zählt das als mündlicher Mietvertrag, und hat somit 3 Monate Kündigungsfrist?
2.) Gibt es weitere Möglichkeiten meinen Partner zur Verantwortung zu ziehen?
3.) Wie erwähnt lies er Sachen hier, wovon er manche noch abholen will, aber bei anderen mich auffordert diese zu entsorgen. Kann ich das in Rechnung stellen?
4.) Kann ich durch ihn entstandene Schäden (Kratzer in Badewanne) geltend machen?

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Das zählt leider nicht als Mietvertrag, sondern eher als eine simple Beteiligung an den Betriebskosten bzw. als Nutzungsentschädigung. Eine Kündigungsfrist gibt es da nicht. Sie können aber von dem Partner eine Nutzungsentschädigung in Höhe der Hälfte der ortsüblichen Miete verlangen, müßten dann aber gut erklären können, dass die € 400 nur ein vorläufiger Betrag waren.

Die Kosten der Entsorgung können Sie von ihm ersetzt verlangen, ebenso die ortsüblichen Kosten der Einlagerung.

Die von dem Partner verursachten Schäden können Sie von ihm ersetzt verlangen, allerdings müssen Sie da nachweisen, dass er die Schäden verursacht hat. Das ist sehr oft sehr schwierig.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 11.12.2017 | 15:03

Und das ist auch nicht als Mietverhältnis zu betrachten, wenn mit dem Betreff „Miete" überwiesen wurde und genug Platz wäre für getrennte Wohnbereiche?
Und für welchen Zeitraum kann eine Nutzungsentschädigung verlangt werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.12.2017 | 16:25

Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn es tatsächlich klar abgegrenzte Wohnbereiche gibt, könnte man einen Mietvertrag begründen. Allerdings würde ein Gericht im Zweifel eine Nutzungsentschädigung annehmen und einen Mietvertrag in einer Partnerschaft nicht sehen.

Die Nutzungsentschädigung kann verlangt werden, bis die letzten Gegenstände und alle Schlüssel übergeben worden sind.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

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