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Mietrecht -


| 11.02.2018 14:48 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch



A hat vor Gericht erwirkt, dass B die Räumung und Herausgabe seiner Wohnung schuldet.

Zu dem Urteil liegt die vollstreckbare Ausfertigung vor.

B räumt und übergibt die Wohnung nicht und bleibt in der Wohnung.

Daraufhin beauftragt A das Gericht damit, die Zwangsräumung durchzuführen.

Die Zwangsräumung erfolgt.

B zahlt die Räumungskosten nicht.

Hat A zugleich einen Anspruch auf Zahlung der Räumungskosten bzw. können die Räumungskosten mit dem gleichen Titel (Räumung und Herausgabe) zwangsvollstreckt werden ?

Sehr geehrter Mandant,

selbstverständlich muss der rechtskräftig verurteilte Räumungsschuldner auch die Kosten des Verfahrens samt der anschließenden Zwangsvollstreckung tragen.

Tut er dies jedoch nicht freiwillig, muss der Gläubiger einen zusätzlichen Titel in Form eines so genannten Kostenfestsetzungsbeschlusses bei dem Gericht beantragen. Sobald dieser rechtskräftig geworden ist, kann daraus vollstreckt werden. Alleine aus dem Räumungsurteil ist die Kostenvollstreckung leider nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 11.02.2018 | 15:28

Wie lange hat der Gläubiger A Zeit einen Antrag bei Gericht zu stellen,
so dass der Anspruch nicht verjährt ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.02.2018 | 15:42

Sehr geehrter Mandant,

hier gilt die regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren. Die Frist beginnt mit der Rechtskraft des Urteils, weil sodann die Kostentragungspflicht des Schuldners von Amts wegen feststeht.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin


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Bewertung des Fragestellers 13.02.2018 | 10:41


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