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Mietnachzahlung rechtens?

| 09.09.2010 11:39 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Hallo,

unser Vermiter möchte von uns 500 EUR Mietnachzahlung weil die Abrechnung falsch gelaufen sei.

Original Wortlaut des Briefes:
"Durch den vorherigen Verwalter und die zögerliche Übergabe der Unterlagen, ist beim Einzug Ihrer Miete ein Fehler unterlaufen.

Die im Mietvertrag unter §6 vereinbarte Staffelmiete wurde daher nicht korrekt abgebucht.

Folgende Beträge müssen korrigiert werden:

01.01.2008 bis 31.12.2009
bezahlt: € 485,-- korrekte Miete € 498,-- Differenz € 13,-- * 24 Monate = € 312,00

01.01.2010 bis 08.08.2010
bezahlt: € 485,-- korrekte Miete € 508,-- Differenz € 23,-- * 8 Monate = € 184,00

Gesamtnachzahlung Euro 496,00"

Ist das so rechtens? Weil eigentlich können wir doch nichts dafür wenn der Vermieter die Miete falsch abbucht? Wir wäre das denn wenn das jetzt noch mehr wäre, schließlich hat man nicht mal so eben hunderte von Euros auf der Seite. :(

Falls das ganze unzulässig ist würde ich Sie bitten dies mit Paragraphen oder Urteilen zu begründen, damit ich mit meinem Vermieter dementsprechend reden kann.

Danke im Vorfeld! :)

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Der Vermieter hat nach der Ansicht des Landgerichts München I auf sein Recht durch die Nichtgeltendmachung des Anspruchs verzichtet, beziehungsweise der Anspruch des Vermieters ist verwirkt und somit nicht durchsetzbar.

Das LG München I hat dabei entschieden, dass in dem Fall, dass der Vermieter den aus einer Staffelmietvereinbarung sich ergebenden Erhöhungsbetrag 2 1/2 Jahre nicht geltend macht, er konkludent auf die Rechte aus dieser Vereinbarung gegenüber dem Mieter verzichtet hat, hilfsweise hat das Landgericht noch Verwirkung angenommen (LG München I, Urteil v. 17.4.2002, <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=14%20S%2017240/01" target="_blank" class="djo_link" title="LG München I, 17.04.2002 - 14 S 17240/01: Konkludenter Verzicht auf Geltendmachung von Rechten ...">14 S 17240/01</a>, <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=ZMR%202003%20S.%20431" target="_blank" class="djo_link" title="ZMR 2003 S. 431 (2 zugeordnete Entscheidungen)">ZMR 2003 S. 431</a>).

ch hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 09.09.2010 | 11:59

Also lese ich daraus das die Forderung nichtig ist und ab jetzt die richtige Miete gezahlt wird oder gilt das nur für die Monate die nach den 2 1/2 Jahren liegen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.09.2010 | 12:05

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Nach der Ansicht des LG München I ist die Nachforderung des Vermieters insgesamt nichtig.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 09.09.2010 | 12:10

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Präzise auf den Punkt, ebenso bei der Nachfrage. Nochmals vielen Dank! :)

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